Cyberpunk 2077: Diese Details habt ihr vielleicht übersehen

(Special)

von Micky Auer (12. Juni 2019)

Neben dem ganzen Trubel um den neuen Haupt-Trailer zu Cyberpunk 2077 ging ein gerade mal 40 Sekunden langes Video ziemlich unter. Gerade das zeigt aber einige interessante Aspekte, die euch als Spieler interessieren dürften.

Cyberpunk 2077: Ein Ausblick auf Gameplay-Elemente

Schon vor knapp einem Jahr gab es eine etwa 50-minütige Präsentation mit Spielszenen aus Cyberpunk 2077. Das Geschehen darin war natürlich für Präsentationszwecke besonders geschmeidig gehalten. Seitdem ist aber viel Zeit vergangen und es könnte sich so gut wie alles geändert haben.

Auf der diesjährigen E3 zeigt Entwickler CD Projekt Red dann eine neue Szene aus dem Spiel, an deren Ende zur Überraschung auch noch eine Figur auftaucht, die dem Schauspieler Keanu Reeves bis aufs Haar gleicht (und Reeves sorgte dann auch noch in Persona auf der E3 für einen der schönsten Momente der Messe).

Fast zu wenig Beachtung erhielt das kurze Video, das ihr oben sehen könnt. Darin werden kurze Einblicke in Spielmechaniken und Referenzen gegeben, die wesentlich mehr Aussagekraft haben als inszenierte Story-Trailer. Hier die wichtigsten Punkte:

"Mister Hand hat mich geschickt"

Schon in der dritten Sekunde seht ihr Protagonist V (als die männliche Variante der Hauptfigur) in einem Spiegel. Rechts davon steht Johnny Silverhand, der Charakter, der Keanu Reeves nachempfunden ist. Bei Sekunde zehn äußert V in einem Gespräch: "Mister Hand sent me." - Mister Hand hat mich geschickt. Gemeint ist vermutlich Silverhand, der im Haupttrailer V quasi aus dem Schrott zieht und rettet. Außerdem erscheint er bei dem Meeting im Hintergrund als Hologramm. Das lässt vermuten, dass Johnny als Auftraggeber für V fungiert. Ob und wie sich seine Rolle im Spiel darüberhinaus gestaltet, bleibt vorerst ungewiss.

Das Geld liegt nur so rum

Bei Sekunde acht betritt V mit gezückter Waffe die Beleuchterkabine eines Kinos. Links im Bild blitzen kurz einige Gegenstände auf. Wer schon jemals ein Videospiel gespielt hat, der weiß, dass so markierte Objekte vom Spieler eingesammelt werden können. Nicht klar ist jedoch, ob die Mitnahme fremden Eigentums spielerische Konsequenzen hat. Vielleicht ist die hier entstehende Szene sogar so ausgelegt, dass sie auf mehrere Arten gelöst werden kann: durch Gewalt, durch Diplomatie, durch Drohungen - am Ende sollte aber vermutlich der ganze Raum ordentlich von Loot befreit werden.

Zwei Räder sind schneller als vier

Bisher war nur zu sehen, dass V in einem Wagen unterwegs ist, mit dem er sich auch in wilde Verfolgungsjagden und Schießereien stürzen kann. Neu ist die Möglichkeit, auch per Motorrad unterwegs zu sein, dass ihr aus der Ego-Perspektive (vermutlich wahlweise) wie in einem Rennspiel steuern könnt. Vielleicht gibt es Bereiche, die ihr besser oder eventuell sogar ausschließlich mit dem Motorrad erreichen könnt, obwohl ihr darauf wesentlich verwundbarer seid als im Wagen.

Hacker am Werk

Eigentlich keine Überraschung: V zieht sich ein Verbindungskabel aus dem Handgelenk und hackt einen Box-Roboter. In einem Spiel, das den Namen "Cyberpunk" trägt, gehört das schon regelrecht zum guten Ton und wird sicher einen wichtigen, vermutlich auch komplexen Teil der Spielmechanik ausmachen. Die Hacking-Fähigkeiten sind vermutlich Teil eines Skill Trees (vergleichbar mit den Skills in Fallout 4), zumal für die Aufgabe die Fähigkeit auf Level 4 benötigt wird.

Tödliches Nano-Werkzeug

Im mittleren Teil des Videos sind einige Kampfsequenzen zu sehen. Zuerst bricht V einem Gegner von hinten das Genick. Das lässt auf Stealth Kills schließen, die wohl auch mit entsprechenden Fähigkeiten wie zum Beispiel Schleichen (oder entsprechenden Cyber-Implantaten) verknüpft sein könnten. Ein besonders dicker Gegner bekommt eins mit einem leuchtenden Band verpasst. Unsere Vermutung: Es handelt sich dabei um eine Nano-Peitsche. Dazu folgender Hintergrund:

Der Schauspieler Keanu Reeves stand Pate für die Figur des Johnny Silverhand im Spiel. Reeves in einem Cyber-Abenteuer ist eine naheliegende Wahl, ist er doch der Hauptdarsteller in der legendären Matrix-Trilogie. Seine Verbindung zu Cyberpunk-Geschichten liegt aber noch weiter in der Vergangenheit.

Bereits 1995 verkörpert er im Film Johnny Mnemonic den gleichnamigen Datenkurier in einer typischen Cyberpunk-Welt. Einer seiner Widersacher im Film verfügt über eine besonders fiese Waffe: Eine Nano-Peitsche. Diese Waffe ist ein Molekül dick und durchtrennt somit so gut wie alles. Die Waffe im Spiel sieht sehr ähnlich aus, scheint aber längst nicht so überpowert zu sein. Auf jeden Fall scheint das alles kein Zufall, sondern eine Inspiration, vielleicht sogar eine Hommage zu sein.

(Quelle: YouTube, Milo Wadlin)

"Nur wenige waren auf der anderen Seite"

Zum Schluss hin scheint V die virtuelle Welt zu betreten, wie es zum Beispiel Netrunner im Shadowrun-Universum tun. Das dürft ihr euch nicht einfach wie "Internet mit VR" vorstellen. Schaut euch mal an, welchen Aufwand V betreiben muss, um diesen Schritt zu gehen: Er wird in eine Wanne mit Eiswasser gelegt, die Frau, die in der Szene zu sehen ist, spricht besonders geheimnisvoll und kryptisch davon, dass "nur wenige auf der anderen Seite waren".

Die digitale Welt in Cyberpunk 2077 könnte theoretisch ein unendlich großer Ort sein, der seine eigenen Gefahren und Regeln, ganz sicher aber seine eigenen Geschichten und Geheimnisse beinhaltet. Allein dorthin zu gelangen ist selbst in dieser hochtechnisierten Welt nichts Alltägliches, vielleicht sogar etwas Verbotenes.

Tags: E3  

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