Test Test PC - Seite 3

Manche Waffen betäuben den GegnerManche Waffen betäuben den Gegner

Grafik und Sound

Die Grafik bietet neben der erwähnten Vogelperspektive keine Besonderheiten. Es gibt die gängige Durchschnittskost, nette Effekte bei Zaubersprüchen, gute Animationen der Bewegungen und der Gegner. Ebenso gibt es häufig Zwischenszenen, zu denen die Kamera in die Direktansicht schwenkt. Die Videos sind ebenfalls nett, aber grafisch nichts, was man nicht schon gesehen hätte bzw. was herausragt. Die gilt nicht für den Sound, der neben dem Humor die wichtigste Attraktion bei "The Bard's Tale" ist. Man könnte auch sagen, dass der Großteil des Humors über die Dialoge und Lieder transportiert wird. Als deutschen Synchronsprecher für den Barden hat man niemand geringeren als den Comedian Oliver Kalkofe engagiert, der seinen Job wirklich gut macht und den zynischen Dialogen den richtigen Touch gibt. Ebenfalls stark ist der Erzähler, der das wichtigtuerische Gebaren des Barden fortlaufend kommentiert und dabei eine kaum zu überbietende Bissigkeit und Schadenfreude an den Tag legt. Gelegentlich kommt es dann vor, dass der Barde dann seinen Kopf zur Kamera hebt und direkt mit dem Erzähler spricht und sich über dessen unverschämte Kommentare beschwert.

Ein paar blöde Druiden lernen den Barden kennenEin paar blöde Druiden lernen den Barden kennen

Satire vom Feinsten

Allerdings tut er das nicht weniger bei allen anderen Figuren des Spiels. Egal wie stark und mächtig die Monster erscheinen mögen, der Barde nimmt kein Blatt vor den Mund. Bei den dabei abgelieferten Sprüchen muss eigentlich dem ernstesten Zeitgenossen zumindest gelegentlich ein Grinsen zu entlocken sein. Im Original sprechen einige NPC's schottisch, was man kaum verstehen kann. Die Lokalisierung ist wie im gesamten Spiel sehr gut gelungen in ein grausiges hessisch, dem der Barde gleich hilflos gegenüber steht. Dazu kommen gelegentlich Lieder, die dann Goblins für einen singen, um einen mal wieder vor dem bevorstehenden Untergang mitzuteilen, dass man der letzte Heuler ist. Und falls man mitsingen möchte, läuft der Karaoke-Zeiger bei den Untertiteln mit. Eine Horde Walküren muss man mit einer herbeigerufenen Ratte vertreiben, in der Gruft treten Zombies und Skelette im Breakdance-Wettbewerb gegeneinander an und die Schattenaxt, eine wichtige, storyrelevante Waffe, stellt sich als magische E-Gitarre heraus. Scherze in diesem Stil kommen eigentlich im Minutentakt und halten das Spiel auch dann interessant, wenn beim durchkämpfen von Levels schon einmal lästige Längen aufkommen.

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