Watch Dogs - Legion: Briten diskutieren über die Darstellung ihres Landes im Spiel

von Ove Frank (17. Juni 2019)

Das auf der diesjährigen E3 angekündigte Watch Dogs - Legion wird in London spielen. Die virtuelle Version der Metropole wird die Hauptstadt eines Landes sein, welches sich in Folge des Brexit zu einem Überwachungs- und Polizeistaat entwickelt hat. Nun wird diskutiert, wie nahe ein solches Szenario an einer möglichen Realität wäre.

Watch Dogs - Legion: Die Zukunftsvision sorgt für Gesprächsstoff

Während der BBC-Fernseh-Show "Politics Live", die sich, wie der Name schon sagt, vornehmlich mit Politik beschäftigt, wurde unter anderem die Darstellung Londons und Großbritanniens im Allgemeinen im kommenden Ubisoft-Spiel Watch Dogs - Legion besprochen.

Die Kernfrage war, inwieweit diese Interpretation der englischen Hauptstadt, einige Jahre nach dem bevorstehenden Brexit, wirklich realistisch sein könnte. Die Anwesenden waren sich uneinig, ob dies eine erwartbare Darstellung sei und inwieweit es auch gerechtfertigt sein könne, eine so dystopische Zukunft zu zeichnen, wie Gamerant berichtet.

Show-Gast und Brexit-Unterstützer Toby Young äußerte Bedenken ob der Darstellung des Brexit als etwas so Katastrophales, obwohl sich bislang noch keine derartige Katastrophe ereignet hätte. Young zufolge zeige diese präsentierte Version Londons, wie sehr die "Paranoia" gewachsen sei, seitdem der Brexit beschlossen wurde und Donald Trump Präsident der USA sei.

Aaron Bastani von Novara Media hingegen sieht dystopische Folgen des Brexit als eher wahrscheinlich. Die Darstellung im Spiel möge zwar etwas überspitzt sein, aber er halte die Möglichkeit, dass sich London als Stadt immer mehr zu einen "Überwachunsstaat" nach chinesischem Vorbild entwickeln könne, für durchaus realistisch. Das Spiel sei "spekulative Fiktion" allerdings könnten politische Krisen durchaus zu einem totalitären Staat führen, wie er in Watch Dogs - Legion dargestellt wird.

Miatta Fahnbulleh, leitende Geschäftsführerin von "The New Economics Foundation" sieht in dem Spiel einen entscheidenden Punkt repräsentiert, dass vor allem ein ökonimisches System gezeigt werde, dass nur einigen Wenigen zum Vorteil gereicht, während die breite Mehrheit selbst diese Vorteile nicht verspüre. Dahingehend und im Bezug darauf, wie selbstfahrende Autos und Roboter die Arbeitswelt beeinflussen mögen, könne das Spiel die geführte Debatte befeuern, was sie als gut und wichtig ansieht.

Ein weiterer Diskussionspunkt wurde hingegen von Claire Cohen vom Daily Telegraph geliefert, die sagte, dass Spiele wie eben Watch Dogs Legion den linken und den rechten politischen Flügel näher zusammenbringen könnten. Zumindest könnte das Spiel die Menschen dahingehend bewegen, sich konstruktiv über derartige politische Themen auszutauschen, um eventuell einer Einigung näher zu kommen.

Letzten Endes sorgt das Spiel offenbar auch auf politischer Ebene bereits vor seinem Erscheinen für Aufsehen und weckt das Interesse verschiedener Seiten. Wie seht ihr die Darstellung Londons in Watch Dogs - Legion? Haltet ihr eine solche Zukunft für wahrscheinlich, oder glaubt ihr, dass dies eine überzogen dystopische Interpretation ist?

Tags: E3   Politik  

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