Fallout 76: Diese Spieler verdienen viel Geld als Kopfgeldjäger

von Michael Sonntag (Montag, 15.07.2019 - 15:00 Uhr)

Trotz seines eher schwachen Starts konnte Fallout 76 eine treue Fan-Gemeinde aufbauen, die sich immer wieder neue Spielweisen für das postapokalpytische MMO ausdenkt. So haben sich einige Spieler zusammengefunden, um ein lukratives Geschäft mit Kopfgeldern auf die Beine zu stellen. Aber der Job ist nicht nur blutig, sondern auch hart.

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Wer Streitigkeiten mit einem bestimmten Spieler in Fallout 76 hat, braucht sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen. In so einem Fall kann auch die Talon Company of Appalachia kontaktiert werden, eine Spielergruppe, die sich darauf spezialisiert hat, Zielpersonen zu eliminieren. Ihre Dienste sind allerdings nicht günstig: 4.000 Kronkorken kostet ein Auftragsmord.

In einem Interview mit Polygon gewährten mehrere Anhänger Einblick in ihre blutige Arbeit. Der Name ist dabei an eine Bande aus Fallout 3 angelehnt, die Spieler mit hohem Karma-Level jagt. Der Anführer der "Fallout 76"-Kopfgeldjäger, ein Spieler namens Christopher Wright, rief die mittlerweile 200 Mann starke Gemeinschaft ursprünglich ins Leben, als er aus einem Clan verbannt wurde und dem Verantwortlichen Rache schwor.

Tatsächlich ist die Tötung der Zielperson noch der einfachste Schritt, viel schwieriger ist es, sie überhaupt ausfindig zu machen, wenn die Lobbys auf zwölf Spieler begrenzt sind und private Lobbys nicht ohne Einladungen betreten werden können. Hier ist etwas Vorarbeit erforderlich: Dabei nehmen die Kopfgeldjäger Kontakt zu ihren Opfern auf und geben sich als Händler, alte Bekannte oder als sehr spendable Spieler aus.

Dieses Vorgehen kann viel Zeit in Anspruch nehmen und gelingt auch nicht in allen Fällen. Wenn die Jäger aber Erfolg haben, führen sie ihre Arbeit mit morbider Leidenschaft aus. Während bestimmte Mitglieder statt Gewehren anspruchsvollere Waffen wie Atombomben verwenden, posten andere ihre Erfolge sogar auf dem Twitter-Account der Talon Company of Appalachia.

Laut dem Anführer wenden sich sehr viele Kunden mit unterschiedlichen Interessen an die Gruppe. Oft ginge es dabei um allgemeines Nerven von Spielern oder Leuten, die ihren Freunden einen Streich spielen wollen. Vor allem an Bandenkriegen verdiene man sehr gut.

Tatsächlich gehören abstruse Ideen wie Kopfgeldjäger zum Tagesgeschäft von Fallout 76. So berichteten wir vor einiger Zeit von einem Spieler, der ein tödliches Labyrinth entworfen hat, um andere Personen in dieses hineinzulocken.

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