Queer Gaming: Die häufigsten Vorurteile - und warum sie Quatsch sind

(Kolumne)

von Michael Sonntag (28. Juli 2019)

LGBTQ+ ist kein fremdes Phänomen in Videospielen. Immer mehr Spiele behandeln verschiedene Arten von Liebesbeziehungen, ohne sie dabei klischeetypisch oder diskriminierend darzustellen. Allerdings halten sich bestimmte Vorurteile immer noch hartnäckig in der Community. Mit diesen möchte ich im Folgenden aufräumen.

Auch im spieletalks haben wir uns mit toxischen Communitys beschäftigt:

"Solche Themen gehören nicht in Videospiele"

Da Videospiele abseits von Fiktionen wie Portalkanonen und Dämonenfürsten auch immerzu Dinge aus der realen Welt behandeln werden - logisch, da sonst auch keine Identifikation mit dem Spieler möglich wäre - gibt es keinen plausiblen Grund, hier Themen oder Personen auszuschließen. Videospiele sind zugleich Unterhaltung und Kunst, somit auch immer ein Spiegel gesellschaftlicher Themen. Es wäre komisch, Videospiele diesbezüglich einzuschränken und als Überbleibsel einer altertümlichen Weltwahrnehmung begreifen zu wollen.

"Werde ich jetzt gezwungen, queere Spiele zu zocken?"

Nein, werdet ihr nicht. Zum einen werden Spiele hetereosexuelle Spieler niemals ausschließen und zum anderen gibt es im Idealfall auch so etwas wie queere Spiele nicht - sozusagen eine Abteilung, in die LGBTQ+ geschoben wird, damit der Rest ungestört weltverschlossen und einseitig bleiben kann. Im Idealfall kann es überall auftauchen, in unterschiedlicher Form und Ausprägung, in einem Charakter, einer Quest oder einer Geschichte.

"Schön und gut, aber was soll mir das jetzt bringen?"

Die Videospielwelt wird durch die Aufnahme anders liebender Menschen nicht zum Negativen verändert, sie wird auch nicht beschnitten. Ganz im Gegenteil: Die Videospielwelt wird dadurch nur größer und bunter. Leute, die zuvor ausgeschlossen wurden, werden aufgenommen. Alte Vorurteile gegenüber einem Thema, mit dem man sich nicht auskennt, können abgebaut werden. Gaming erhält noch mehr Themen, mit denen es sich auseinandersetzen kann. Kurz: Jeder profitiert, niemand verliert.

Vielleicht konnte ich den einen oder anderen dazu bewegen, noch einmal über das Thema nachzudenken. Wenn ihr das nächste Mal darüber stolpert, haltet ein, bevor ihr gleich negativ reagiert. Es allein zu akzeptieren oder zumindest zu tolerieren, macht die Welt ein bisschen besser. Ihr würdet es genauso wollen.

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