Vorschau Zwei heiße Eisen | Final Fantasy 7: Remake und Trials of Mana auf der gamescom gespielt

von Matthias Kreienbrink (20. August 2019)

Auf der gamescom hatten wir die Möglichkeit, gleich zwei Remakes bekannter Rollenspiele anzutesten: Final Fantasy 7 und Trials of Mana. Beide haben komplett andere Ansätze und sprechen daher auch andere Spieler an. Doch ob beide auch funktionieren, das ist die große Frage.

Final Fantasy 7: Remake - Der Trailer macht RPG-Fans große Hoffnungen

Final Fantasy 7 - Remake

Begonnen haben wir unsere Anspiel-Session mit Final Fantasy 7: Remake. In der Demo hatten wir die Möglichkeit, einen dicken Endgegner zu erledigen – auf diese Weise haben wir das Kampfsystem richtig kennenlernen können. Die wichtigste Frage ist natürlich: Kann ein rundenbasiertes Kampfsystem einfach so in die Moderne übersetzt werden, ohne in der Hektik unterzugehen? Nach gut 30 Minuten des Spielens, sind wir uns ziemlich sicher, dass das funktioniert hat.

Denn ihr habt jederzeit im Laufe des Kampfes die Möglichkeit, das Geschehen per Knopfdruck zu pausieren. Dann gelangt ihr in ein Menü, in dem ihr besondere Attacken, Magie oder Gegenstände anwählen könnt. Jede dieser Aktionen verbraucht einen ATB-Punkt. Diese erlangt ihr durch eine ATB-Leiste (steht für "active time battle"), die sich langsam füllt, indem ihr Angriffe ausführt. Den einfachsten Angriff, im Falle von Cloud etwa der Schwerthieb, führt ihr direkt im Kampfgeschehen aus – nicht wie früher über das Menü. Neben dem ATB-Balken füllt sich auch der Limit-Balken, dann wenn ihr getroffen werdet. Ist dieser gefüllt, könnt ihr einen besonders mächtigen Angriff ausführen.

Zunächst wirken diese vielen Befehle und Mechanismen etwas überladen. Doch schnell fällt alles an seinen Platz: Wir wechseln zwischen den Charakteren – in der Demo waren das Cloud und Barret – nutzen ihre spezifischen Fähigkeiten. Während der eine etwa gerade Magie anwendet, greift der andere frontal an. Das alles ist ziemlich bombastische Action – die aber funktioniert. Wir sind nun gespannt, wie sich das restliche Gameplay außerhalb der Kämpfe anfühlen wird.

Trials of Mana: Die Ankündigung des HD-Remakes sorgt für große Vorfreude

Trials of Mana

Als die Demo zu Final Fantasy 7 zu Ende war, legten wir den PS4-Controller zur Seite und nahmen die Switch in die Hand: Es galt, Trials of Mana auszuprobieren. Anders als das eher misslungene Remake von Secret of Mana, überzeugt dieses mit einem viel aufwändigeren und schöneren Grafik-Update, das eher an Dragon Quest erinnert.

Schnell haben wir uns auch in Trials of Mana zurechtgefunden. Das Echtzeit-Kampfsystem macht Spaß, wir kombinieren Attacken, wirken Magie mit der Koboldin oder nutzen Bonbons um uns zu heilen. Es gibt inzwischen Schnelltasten, auf die Gegenstände oder Zauber gelegt werden können, was sehr praktisch ist.

Pogopuschel oder Fleddermäuse – das alles wirkt noch immer drollig und wird wahrscheinlich mit mehreren Spielern nochmal mehr Spaß machen. Bisher jedenfalls wirkt dieses Remake sehr viel passender als der letztjährige Versuch von Square Enix, Secret of Mana einem neuen Publikum näher zu bringen.

Für wen sind diese Spiele?

Nach einer guten Stunde hatten wir beide Demos durchgespielt und sind recht zuversichtlich. Zuversichtlich, dass beide Spiele schlussendlich Spaß machen werden und zuversichtlich, dass sie auch ihr Publikum finden werden.

Denn während Final Fantasy 7 so sehr modernisiert wurde, dass es heute sowohl Nostalgiker als auch neue Spieler ansprechen dürfte, ist Trials of Mana doch eher auf jene ausgelegt, die heute noch eine Sehnsucht nach den alten Rollenspielen für das Super Nintendo haben. Sicherlich, die Grafik ist aufpoliert und einige Mechaniken wurden modernisiert. Doch fühlt sich das Spiel noch immer so an, als hätten wir eigentlich einen SNES-Controller in der Hand. Und das ist ja nicht unbedingt ein schlechtes Gefühl.

Tags: gamescom  

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