Vorschau Maneater | Bitte, Tripwire, pimpt meinen Hai!

von René Wiesenthal (21. August 2019)

Wer aktuell nach dem Begriff "Maneater" googlet, um einen lässigen Pop-Song von Nelly Furtado zu finden, könnte etwas geschockt sein. Das Shark-PG von Tripwire (eine Wortschöpfung vom Studio selbst), das genau diesen Namen trägt, geizt nämlich nicht gerade mit Blut und Verderben.

Maneater: Der Menschfresser-Hai ist los!

Das Ungewöhnliche daran: Ihr seid dafür verantwortlich. Denn in Maneater spielt ihr einen Hai, der in den Gewässern in und um eine amerikanische Großstadt alles zerlegt, was ihm zwischen die Zähne kommt. Ich durfte auf der gamescom ein bisschen Gameplay aus der Pre-Alpha sehen, mit den Entwicklern reden und bin sehr amüsiert aus meinem Termin gegangen.

Shark-PG - Kriegen Haie endlich ihr eigenes Genre?

Der Begriff Shark-PG kommt nicht von ungefähr. Tripwire verstehen Maneater tatsächlich als Rollenspiel. Ihr beginnt es als ein Baby-Hai, der unangenehme Bekanntschaft mit einem Kopfgeldjäger macht, welcher ab diesem Zeitpunkt sein Erzfeind sein soll. Im Verlauf des Spiels verschlingt ihr Wasserlebewesen und zahlreiche unachtsame Schwimmer, um immer größer und stärker zu werden – vielleicht, um eines Tages euren Widersacher gegenüberzutreten?

Ihr seht einen Taucher, der Hai sieht: "Omnomnom!"Ihr seht einen Taucher, der Hai sieht: "Omnomnom!"

Das Spiel begleitet euer Erwachsenwerden im Stile einer "Reality TV"-Show – ein launiger Sprecher kommentiert euer Treiben aus dem Off, während ihr in den sieben Regionen der Weltkarte umherschwimmt. Diese erschließt ihr euch nach und nach, indem ihr Aufgaben erledigt. Wenn ihr euch an Menschen vergeht, kriegt Maneater sogar einen GTA-Anstrich. Ihr werdet von Kopfgeldjägern verfolgt und angegriffen, denen ihr euch entweder stellen oder vor denen ihr flüchten könnt. Tut ihr Ersteres, werden die Schergen bei der nächsten Konfrontation stärker und gefährlicher sein, allerdings bekommt ihr auch einzigartige Belohnungen nach dem Kampf.

Denn, und jetzt wird es richtig kurios, euer Hai wächst nicht nur, sondern kann auch mit speziellen Mutationen und Ausrüstungsgegenständen aufgemotzt werden. Beispielsweise könnt ihr dem Untier irgendwann ein neues Gebiss verpassen, um Schwimmer noch leichter zerfetzen zu können. Auch soll es Supermutationen geben, die euch in einen schicken Stealth- oder Elektro-Hai verwandeln können. Ohne aufgemotzten Hai werden bestimmte Herausforderungen auch schwierig – so hat jede der sieben Regionen beispielsweise einen eigenen Bossgegner, der besonders stark ist. So zum Beispiel einen Riesenaligator mit nur drei Beinen oder einen schlecht gelaunten Wal.

Bewusster Trash-Faktor sorgt für Spielspaß

Das sind alles coole Einfälle, die den Eindruck machenm als nehme sich Maneater (ganz offensichtlich) nicht ernst, aber ernst genug, um eine funktionierende und spaßige Spielerfahrung zu bieten. Das zeigt sich auch in der Technik: Maneater bedient ganz bewusst einen großen Trash-Faktor, sieht aber selbst in dieser frühen Phase nicht wie minderwertige B-Ware aus. Klar ist es grafisch kein Hochglanzprodukt und wird das vermutlich auch nicht sein. Jedoch ist die Spielwelt ausstaffiert mit allerlei stimmigen Kleinigkeiten, die die Welt glaubwürdig und lebendig erscheinen lassen. Der Hai und alle anderen Lebewesen sehen gut aus, das kühle Nass selbst ebenso – auch, weil je nach Spielabschnitt die Pflanzenwelt, der Grund und Partikel im Wasser variieren, um Abwechslung zu schaffen. Das Spiel lief zudem jederzeit flüssig (flaches Wortspiel beabsichtigt).

Vieles von dem, was Maneater richtig cool machen könnte, ist derzeit noch im Ideen-Stadium und ein großes Budget steckt nicht hinter der Produktion. Das Spiel soll im nächsten Jahr erscheinen und bis dahin gibt es noch einiges zu tun, viele Inhalte einzufügen und auszubalancieren. Nachdem ich aber eine unterhaltsame erste Vorschau von dem kuriosen Projekt bekommen habe, kann ich nur sagen: Bitte, Tripwire, pimpt meinen Hai!

Tags: gamescom  

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