Vorschau Those Who Remain | Wenn Alan Wake zu viel Stranger Things schaut

von Matthias Kreienbrink (21. August 2019)

Auf der gamescom hatten wir die Möglichkeit, den Horror-Psychothriller Those Who Remain vom Indie-Entwickler Camel 101 anzuspielen. Ein Spiel aus Licht und Dunkelheit und einer Anders-Welt.

Those Who Remain | Horror aus Licht und Schatten

Man könnte meinen, dass Those Who Remain von Silent Hill inspiriert ist: immer wieder taucht ihr in eine Anders-Welt ab, in der alles auf dem Kopf zu stehen scheint. Die Zeit läuft anders, der Nebel verdeckt vieles, Logik hat hier keinen Platz. Doch erzählt uns der Entwickler von Camel 101, dass die Inspirationen von ganz woanders herkommen. Alan Wake und Stranger Things nämlich. Und ein wenig Twin Peaks mit seiner vermeintlichen heilen Oberfläche, unter der etwas Dunkles schlummert.

Die beiden Hauptmechaniken von Those Who Remain sind einfach erklärt. Ihr dürft nicht in die Dunkelheit gehen, da in dieser dunkle Wesen lauern, die euch mit einem Schlag erledigen. Also haltet ihr euch in der Helligkeit auf und sorgt dafür, dass immer eine Lichtquelle in der Nähe ist, indem ihr etwa eine Lichterkette aktiviert oder ein Feuerzeug vor euch hertragt. Hier kommt die Inspiration von Alan Wake ins Spiel.

Kein Wunder, dass das Spiel an Silent Hill erinnert.Kein Wunder, dass das Spiel an Silent Hill erinnert.

Die zweite Mechanik ist die Anders-Welt, in der die Regeln andere sind als in der Realität – das erinnert stark an Stranger Things. So findet ihr etwa ein Auto, das eine unsichtbare Barriere zu schützen scheint – ihr könnt die Tür nicht öffnen. Dann jedoch betretet ihr die Anders-Welt, seht, dass um das Auto herum Efeu gewachsen ist. Dieses entfernt ihr und voila: In der Realität lässt sich das Auto nun öffnen und dessen Scheinwerfer anstellen. Die Wesen in der Dunkelheit verschwinden und ihr könnt euren Weg fortsetzen.

Um diese beiden Mechaniken herum bauen sich sowohl die Geschichte als auch die Rätsel von Those Who Remain. Horror soll in diesem Spiel nicht einfach durch "Jumpscares" entstehen, sondern eher durch das Gefühl der konstanten Bedrohung und durch eine Geschichte, die auch ernste Themen wie Verlust oder das Hadern mit dem eigenen Leben behandeln soll.

Am Ende der etwa halbstündigen Demo entdecken wir unter den dunklen Wesen eine vermeintlich lebendige Frau, die mit uns spricht. Eine Warnung hat sie für uns: Nicht umdrehen, schnell laufen, weg hier, denn die Mutter kommt. Diesen Rat befolgen wir und laufen weg. Doch drehen wir uns kurz um uns sehen eine große Gestalt hinter uns, die uns verfolgt. Es ist Mutter – und die Demo endet.

Those Who Remain macht bisher einen ordentlichen Eindruck. Die beiden Mechaniken sind vielversprechend. Die Fokussierung auf Geschichte und Atmosphäre und nicht auf Jumpscares ist erfrischend. Denn letztere haben zuletzt einige Horrorspiele ziemlich berechenbar und damit langweilig gemacht.

Das Spiel soll Ende 2019 für PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch erscheinen. Wir werde euch natürlich vor dem Release sagen, ob sich das düstere Horror-Abenteuer auch wirklich lohnt.

Tags: gamescom  

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