Vorschau Disintegration | Wenn Shooter- und Taktikspiel ein Baby haben

von Matthias Kreienbrink (22. August 2019)

Auf der gamescom konnten wir Disintegration anspielen, das von ehemaligen Halo-Entwicklern erschaffen wurde. Für wen das Spiel ist und wieso es besonders werde könnte, erzählen wir euch gerne.

Disintegration | Schaut euch den Ankündigungs-Trailer an:

Gehirne von Menschen, in Metall gesteckt und mit Drähten vernetzt. Roboter mit menschlichen Sinnen. Diese steuert ihr in Disintegration, entwickelt von V1 Entertainment, ein Studio, gegründet von dem Halo-Mitschöpfer Marcus Lehto. Auf der gamescom konnten wir uns etwa eine halbe Stunde in die Schlacht stürzen um euch zu sagen, für wen dieses Spiel sein könnte.

Ausreichend Stoff für Single- und Multiplayer

Disintegration soll sowohl eine Kampagne haben, als auch einen Multiplayer-Modus – diesen konnten wir auf der gamescom anspielen. Während erstere eine Geschichte um das Ende der Menschheit und die letzte Überlebens-Hoffnung in Form von einer verstreuten Roboter-Bande erzählen soll, geht es im Multiplayer-Modus rein um die Gefechte. In „5v5“-Matches wählt ihr eine der Klassen aus und versucht, leuchtende Orbs einzusammeln und zu einem Launch-Pad zu bringen.

An Action mangelt es Disintegration keinesfalls.An Action mangelt es Disintegration keinesfalls.

Wer Multiplayer-Shooter mag, wird die Klassen wohl kennen: Es gibt die Tanks mit schweren Waffen, die Healer oder die schnelle Klasse, die einen Schlag ausführt und sich dann wieder zurückzieht. Ganz nach euren Präferenzen könnt ihr also Charaktere wählen, die sich im besten Fall ergänzen und so eine Fünfer-Gruppe bilden, die gegen die Gegner eine Chance haben. Zudem hat jede Klasse auch noch eine spezielle Waffe. Der Tank etwa kann eine Art Atom-Rakete abfeuern, die sich am Gegner festhaftet und dann explodiert. Richtig eingesetzt, kann diese Waffe ein Match entscheiden.

Da steckt mehr drin als nur "noch ein Ego-Shooter"

Nicht immer seid ihr am Boden unterwegs.Nicht immer seid ihr am Boden unterwegs.

Das Besondere an Disintegration ist jedoch, dass das Spiel nicht nur ein Ego-Shooter ist. Denn neben dem normalen Shooter-Gameplay steuert ihr auch Bodentruppen. Ihr sitzt in einem fliegenden Gefährt, welches - je nach Klasse - sehr leichtfüßig oder eher schwerfällig unterwegs ist. Per Knopfdruck erteilt ihr den Bodentruppen den Befehl zum Angriff, oder aber lasst sie einen Orb an sich nehmen und zum Launch-Pad bringen. Dabei gilt es natürlich, euren Truppen Feuerschutz zu geben, sonst haben sie keine Chance.

Dieses Element gab dem Spiel im Multiplayer bereits eine leicht taktische Komponente. Anstatt nur stumpf draufzuballern gilt es, die Bodentruppen ergänzend und klug einzusetzen. Da wir nur den Multiplayer anspielen konnten, können wir nicht sagen, wie sehr dieses taktische Element im Singleplayer-Modus noch genutzt wird. Denn bisher wirkt es mehr wie eine nette Dreingabe als wie eine wirklich komplexe Gameplay-Mechanik.

Insgesamt macht Disintegration zwar einen spaßigen Eindruck – doch noch ist dieser nicht wirklich bleibend. Zwar funktionierten alle Mechaniken und das Gunplay sowie die taktischen Elemente gehen gut von der Hand. Aber es fehlt noch ein richtiges Alleinstellungsmerkmal, welches Disintegration in dem Meer der Shooter-Spiele nicht untergehen lässt. Etwas Zeit ist aber noch bis zur Veröffentlichung: 2020 soll Disintegration für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen.

Tags: gamescom  

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