TESO | Klassenwechsel, PvP-Updates, mitlevelnde Gegner - Entwickler beantworten eure Fragen

(Special)

von René Wiesenthal (23. August 2019)

Auf der gamescom 2019 hatten wir die Chance, mit Matt Firor, dem leitenden Entwickler von The Elder Scrolls Online, zu sprechen. Im Vorfeld haben wir eure Fragen gesammelt, die wir ihm dann auch gestellt haben. Lest im Folgenden die Antworten zu allem, was ihr zu den Themen Klassenwechsel, PvP-Updates, mitlevelnde Gegner und Inventarbeschränkungen wissen wolltet.

Token für den Klassenwechsel?

Viele von euch wollten wissen, ob es irgendwann ein Token geben wird, mit dem man kurzerhand die Klasse eines Charakters ändern kann. Die Entwickler sind sich dieses Wunsches bewusst. Das sei aber technisch komplizierter als viele annehmen, sagte Firor uns im Interview. Man denke trotzdem nach wie vor darüber nach, Token für den Wechsel der Skill-Linie zu implementieren. Eines Tages solle das passieren, allerdings nicht in absehbarer Zeit. Firor hält die Champion-Punkte zudem für ein faires System bei der Entwicklung neuer Charaktere.

Kann und wird es neue Rassen geben?

Eine kleine Auswahl aus den verfügbaren Rassen. Mehr wird es wohl nicht geben.Eine kleine Auswahl aus den verfügbaren Rassen. Mehr wird es wohl nicht geben.

Im Kern stünde hierbei die Frage, ob es überhaupt möglich ist, neue Rassen in ESO einzuführen, ohne die zugrunde liegende Lore zu zerstören. Jedes "Elder Scrolls"-Spiel hat neun oder zehn Rassen, sagt Firor, und TESO spielt hunderte von Jahren vor Skyrim, Morrowind und Oblivion. Es sei also schwierig, eine Rasse in dieser Zeitlinie zu haben, die nicht in den anderen vorkommt. Aus diesem Grund sei es aktuell nicht geplant, neue Rassen einzuführen, die Möglichkeit würde aber immerzu überdacht.

Wieso ist das Inventar so begrenzt?

Die Begrenzung sei von Anfang an wegen des Datenspeichers gewählt worden, also der Menge an Platz, die auf den Servern zur Verfügung gestellt wird. Es gäbe aktuell keine Pläne, die Begrenzung zu erhöhen, jedoch, so Firor, können ESO Plus-Mitglieder Crafting-Materialien in unbegrenzter Menge ansammeln, indem sie die Zusatztasche dafür nutzen. Das sei technisch deutlich einfacher umzusetzen. (Mit anderen Worten: Das Inventar-Limit ist ein reines Verkaufsinstrument.)

Im Fall von Housing-Gegenständen sei es möglicherweise machbar, in Zukunft das Limit zu erhöhen. Hier sei die Herausforderung, dass die Entwickler keine Kontrolle über das Vorgehen der Spieler haben. Wenn diese alle Gegenstände an einem Ort platzieren würden, könnte das Spiel abstürzen, wenn man auf einem etwas schwächeren PC spielt. Dieses Problem müsste gelöst werden, bevor es eine Erhöhung des Limits gibt.

Wird es Neuheiten im PvP geben?

Firor spricht nicht von neuen Modi, betont aber, dass der PvP stetig optimiert wird. Eine Baustelle, an der gearbeitet würde, sei die Performance. Hier sollen serverseitig Verbesserungen stattfinden, die Abstürze, Lags und den Einbruch der Framerate reduzieren. Das sei im ersten Schritt wichtiger, bevor das PvP-System als solches verändert wird.

Warum mitlevelnde Gegner?

Rein theoretisch könntet ihr von Anfang an auch die ganz dicken Brocken bekämpfen. Nun, den vielleicht grad nicht ...Rein theoretisch könntet ihr von Anfang an auch die ganz dicken Brocken bekämpfen. Nun, den vielleicht grad nicht ...

Seit "One Tamriel" gibt es mitlevelnde Gegner in TESO. Das gefällt manchen unserer Leser, andere aber wünschen sich ein klassisches System, in dem bestimmte Spielbereiche von Gegnern in bestimmten Leveln bevölkert werden. Der große Vorteil an skalierenden Gegnern ist laut Firor aber der soziale Aspekt daran: Man kann sich dadurch mit ESO-Spielern zusammentun, die auf einer anderen Stufe sind als man selbst. Das habe das Spiel augenblicklich zugänglicher für neue Spieler gemacht.

Ein Problem von MMOs sei es, dass weniger neue Spieler hinzukommen, je älter ein Spiel wird, weil man sich durch große Abschnitte an alten Inhalten grinden müsse, um zu den Neueren zu gelangen. Skalierende Gegner seien ebenso gut für alte wie für neue Spieler. Dieser Vorteil überwiege deutlich eventuelle Nachteile, wie dem fehlenden Gefühl der Übermacht, das eintritt, wenn man als hochleveliger Charakter in einen alten Spielabschnitt zurückkommt.

Durch die Welt-Bosse und verschiedenen Dungeons in den einzelnen Bereichen des Spiels gebe es eine Vielzahl verschiedener Kampfherausforderungen, und auch stärker werde man ja dennoch – nur eben auf eine andere Art. Die Zahl der Neuzugänge an Spielern seit dem Einführen mitlevelnder Gegner zeige, dass eine deutliche Mehrheit der Spieler dieses System ebenso vorziehen würde. Die Anzahl an Spielern sei enorm gestiegen und nie mehr gefallen.

Zum Ende des Gespräches bedankt sich Matt Firor für eure tollen Fragen. Die deutsche und generell europäische Community sei sehr wichtig für ihn und er freue sich über die Leidenschaft dieser Spielergemeinde.

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