Test Bus Simulator | Auch auf PS4 und Xbox One bleibt die Faszination bestehen

von Thomas Stuchlik (16. September 2019)

Alles einsteigen, der Bus fährt ab! Hersteller Astragon setzt seinen 2018er Bus Simulator vom PC nun für PS4 und Xbox One um. Dabei befördert ihr nicht nur Passagiere, sondern baut auch euren eigenen Verkehrsbetrieb auf.

Bus Simulator | Schaut euch die ausladende Spielwelt im Trailer an:

Ihr habt die Schnauze voll von Action und Krachbumm? Ihr braucht dringend Erholung vom Spielstress? Dann begebt euch doch ins malerische Städtchen Seaside Valley, dessen Bewohner dringend nach einem Transportmittel suchen. Als angehender Busfahrer steuert ihr Haltestellen an, um Passagiere von A nach B zu bringen.

Beim Bus Simulator bugsiert ihr euer übergroßes Vehikel quer durch verschiedene Stadtviertel, die sich nach und nach freischalten. Dabei achtet ihr auf alle Verkehrsregeln, haltet an roten Ampeln und gewährt Vorfahrt. Denn Unfälle werden umgehend mit dicken Strafgeldern geahndet. Zum Ausgleich winkt ein Erfahrungsbonus, wenn ihr per Schultertasten korrekt blinkt oder exakt an der Haltestellen-Markierung stoppt. Kurzum: Das exakte Gegenteil zum Straßenverkehr in GTA 5.

Auf selbsterstellten Routen fahrt ihr alle Haltestellen ab, um Passagiere zu befördern.Auf selbsterstellten Routen fahrt ihr alle Haltestellen ab, um Passagiere zu befördern.

An Haltestellen öffnet ihr die Türen, damit Leute zusteigen können. Öfter verlangen diese nach einem Ticket, das ihr mithilfe des Fahrkarten-Automaten aushändigt. Zusätzlich gebt ihr das korrekte Rückgeld heraus. Jederzeit könnt ihr übrigens euren Arbeitsplatz verlassen und euch in der Umgebung oder im Bus umschauen. Das ergibt dann Sinn, wenn ihr beispielsweise nach Schwarzfahrern fahnden wollt oder zurückgelassenen Müll einsammelt.

Das Wort "Simulation" im Namen des Spiels steht nicht umsonst da. Es handelt sich erneut um eine Berufs-Simulation, die eine treue Fan-Gemeinde um sich scharrt.

Originalgetreue Arbeitsgeräte

Nach jedem Einsatz, der nur einige Minuten dauert, wird eure Fahrt bewertet und belohnt. Auf der überschaubaren Stadtkarte könnt ihr eigene Routen anlegen, um zum Beispiel neue Viertel zu verbinden. Ebenso erwerbt ihr neue Busse. Der Simulator bietet acht originalgetreue Modelle wie Mercedes-Benz Citaro K, MAN Lion's City CNG Gelenkbus oder SETRA S 418 LE Business. Entsprechend sind Interieur und Cockpit den realen Vorbildern nachempfunden. Doch Vorsicht bei den überlangen Dreiachsern: Diese erweisen sich spätestens in der engen Altstadt als sperrige Monster.

Für euren Betrieb stellt ihr neue Fahrer ein und weist ihnen Routen zu. Auf diese Weise erwirtschaftet ihr obendrein mehr Gewinn. Alternativ tut ihr euch im Online-Viererteam zusammen und teilt euch die Fahrpläne untereinander auf. Dabei könnt ihr auch Konvois bilden und euch gegenseitig aushelfen. Beispielsweise darf einer das Busfahren übernehmen, während der andere die Fahrkarten kontrolliert.

Bei Tag und Nacht

Für jede Fahrt dürft ihr die Rahmenbedingungen frei wählen. Sei es Tag, Dämmerung, Nacht oder Regen. Die Entwickler von StillAlive Studios verwenden übrigens die Unreal Engine, die für schicke Licht- und Regeneffekte sorgt. Allerdings hätten sie den zombiehaften Passagieren und deren belanglosen Gesprächen ruhig mehr Leben verleihen können. Die Bildrate verweilt durchweg bei 30 Bildern pro Sekunde.

Der Bus Simulator lässt sich mit Controller und mit Lenkrad gleichermaßen bedienen.Der Bus Simulator lässt sich mit Controller und mit Lenkrad gleichermaßen bedienen.

Die Steuerung wurde auf PS4 und Xbox One gut umgesetzt. Wichtige Funktionen lassen sich per Knopfdruck abrufen oder am Armaturenbrett direkt wählen. Für komplexere Aktionen ruft ihr dagegen ein Ringmenü auf. Beispielsweise, um die Rampe für Rollstuhlfahrer auszufahren. Schön, dass die Macher außerdem gängige Lenkräder von Logitech und Thrustmaster unterstützen.

Meinung von Thomas Stuchlik

Ich weiß nicht so recht warum, doch der Bus Simulator übt auch auf Konsole eine eigenartige Faszination auf mich aus. Denn das Herumkutschieren von Passagieren wirkt irgendwie ebenso beruhigend wie entspannend. Hier werden keine Höchstleistungen gefordert, sondern einfach nur pünktliches Ankommen. Zudem sorgen die Karriere-Tätigkeiten von Ticketverkauf bis Routenplanung für einige Abwechslung.

Gut, dass der computergesteuerte Straßenverkehr dabei meistens mitdenkt, um für die passende Spielkulisse zu sorgen. Optisch ist der Bus Simulator natürlich kein echter Hingucker, auch wenn regnerische Tage stimmig erscheinen. Doch gerade die leblosen Mitfahrer wirken ein wenig gruselig auf mich. Allerdings finden Simulations-Liebhaber bei diesem Spiel einen unterhaltsamen Zeitvertreib, der online mit Freunden noch mehr Spaß bringt.

71

spieletipps meint: Bus fahren, Tickets ausgeben, Routen erstellen: Mit eurem eigenen Nahverkehrsbetrieb findet ihr auch auf Konsole eine nette Beschäftigung.

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