Mikrotransaktionen |Spieler gibt 220.000 Dollar in Transformers-Spiel aus

von René Wiesenthal (15. Oktober 2019)

Auf der "Game Connect Asia-Pacific"-Konferenz in Australien sprachen Spieleentwickler über Monetarisierungsmöglichkeiten in Videospielen. Eine Zahl, die auf der Konferenz genannt wurde, lässt aufhorchen: So habe ein Spieler über 220.000 Dollar für Mikrotransaktionen in einem Transformers-Spiel ausgegeben.

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Zur Sprache kam diese enorme Summe bei einer Präsentation von Henry Fong, dem CEO des Mobile Game-Entwicklers Yodo1, und Dylan Bevis, dem Mitbegründer von Featherweight Games. Dabei ging es um technische Optionen und geschäftliche Modelle bei der Monetarisierung von Videospielen. Yodo1 ist unter anderem Publisher von Transformers: Earth Wars, einem Spiel mit In-Game-Kaufoptionen. Diese habe ein Spieler, so Fong, derart intensiv wahrgenommen, dass er satte 220.000 Dollar allein in diesem Spiel ausgegeben habe. Diese Summe bekräftigte er auch nochmals auf Nachfrage von Kotaku, die wissen wollten, ob es sich tatsächlich um Käufe eines einzelnen Spielers in einem einzigen Spiel handelt.

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Spieler, die ein solches Kaufverhalten bei Mikrotransaktionen zeigen, werden in der Branche als Whales bezeichnet, also so genannte Wale. Diese machen einen kleinen Teil der Spielerschaft aus, aber den größten Teil des Umsatzes. Auf der Game Connect Asia-Pacific ging es unter anderem auch um technische Möglichkeiten, potenzielle Wale unter Spielern auszumachen und diese gezielt mit Angeboten zu bespielen. Es gäbe mittlerweile intelligente Tools, mit deren Hilfe mit 87-prozentiger Genauigkeit ein Spieler identifiziert werden könne, der bereit ist, viel Geld auszugeben.

All das klingt ziemlich erstaunlich. Fong ist sich der Tatsache bewusst, dass Monetarisierung in Videospielen Regularien unterliegen muss, zum Beispiel an dem Punkt, an dem es möglich ist, zahlfreudigeren Spielern gezielt teurere Angebote für In-Game-Käufe zu machen. Fong findet es wichtig, mit Regulationsorganen zusammenzuarbeiten, damit niemand in die Situation kommt, unfair behandelt zu werden.

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