Vorschau - Apple Arcade | Das Spiele-Abo für unterwegs

von Thomas Stuchlik (30. Oktober 2019)

Nicht nur Electronic Arts, Sony oder Microsoft wollen Gamer mit ihren Spiele-Abos gewinnen. Auch Apple etabliert auf iPhone, iPad und Apple TV seinen eigenen Service voll mit hochwertigen Spielen. Bietet das Ökosystem der Apple Arcade jedoch genug für den Preis?

Apple will mit Apple Arcade der Abo-Konkurrenz die Stirn bieten.Apple will mit Apple Arcade der Abo-Konkurrenz die Stirn bieten.

Keine Lootboxen, keine Werbung, keine Mikrotransaktionen, kein Free-To-Play: Der kostenpflichtige Dienst Apple Arcade verzichtet auf alle nervigen Eigenschaften typischer Mobile-Games. Denn diese penetrieren Spieler oft mit versteckten Kosten oder elenden Wartezeiten. Anders hier: Ihr erhaltet von Apple handverlesene Games für einen monatlichen Beitrag von 4,99 Euro. Der erste Probemonat ist zudem kostenlos und kann bis einen Tag vor Ablauf problemlos gekündigt werden.

Über 80 Spiele sind teils exklusiv in der Apple Arcade erhältlich oder alternativ als Premium-Spiele, für die ihr einzeln normalerweise mehr als im Abo bezahlt. Manche der Spiele sind auch zeitexklusiv verfügbar und folgen später auch für andere Plattformen - nur nicht für Android.

Der Hersteller meint es ernst mit der Apple Arcade, denn diese taucht auch als neue Hauptkategorie im App Store auf. Zudem holt sich Apple bekannte Mobile-Entwickler an Bord. An ganz großen Namen mangelt es jedoch noch. Nur wenige bekannte Namen wie Charles Cecil (Baphomet's Fluch) werkeln an einem neuen Exklusiv-Spiel. Auch "Final Fantasy"-Erfinder Hironobu Sakaguchi ist dabei und arbeitet am vielversprechenden RPG Fantasian.

Alles richtig gemacht?

Der Service klingt verlockend: Es herrscht kein Online-Zwang, die Spiele befinden sich nicht in der Cloud, sondern auf eurem Gerät. Zudem sind Cross-Saves möglich. Ihr könnt jederzeit vom Handy zum Tablet oder zum Apple TV wechseln. Voraussetzung ist jedoch ein aktuelles Betriebssystem (iOS 13) und eine damit kompatible und entsprechend moderne Hardware.

Ubisoft steuert mit Rayman Mini ein simpel zu steuerndes Jump and Run bei.Ubisoft steuert mit Rayman Mini ein simpel zu steuerndes Jump and Run bei.

Meist sind die Spielmechaniken auf simple Touch-Bedienung ausgelegt. Die vorrangig erhältlichen Puzzle-, Geschicklichkeits- und Adventure-Spiele sind schnell erlernt. Einige Spiele dürfen auch mit dem Gyro-Sensor des Handys oder einem externen Controller bedient werden. Denn neuerdings lassen sich ja auch PS4- und Xbox-Gamepads mit iOS-Geräten koppeln. Damit kommt echtes Konsolen-Feeling auf.

Der Fokus bei Apple Arcade liegt aktuell auf simpel zu erlernenden Spielen, die dennoch komplex genug sind und stundenlang beschäftigen können. Zudem sind diese familienfreundlich, es finden sich (bisher) keine blutigen Shooter oder brutale Action im Angebot. Ebenso schön, dass ihr das Abo mit einem Familien-Account und insgesamt sechs Familienmitgliedern teilen dürft.

Dennoch gibt es ein paar Mankos, denn manche Spiele sind zu simpel gestrickt, andere lassen sich unnötig schwer bedienen. Beim Online-Duell in Pac-Man Party Royale, bei der Neuauflage Frogger in Toytown oder dem Adventure The Bradwell Conspiracy hapert es an der trägen Steuerung. Beim Space-Shooter Redout braucht's dagegen einen Controller, denn mit den übersensiblen Touch-Kontrollen kommt ihr nicht weit. Und abseits vom Zelda-artigen Rollenspiel Oceanhorn 2 fehlt es zurzeit noch an hochkarätigen AAA-Produktionen.

Könnt ihr diese Kämpfe gewinnen?

Pokémon: Könnt ihr diese Kämpfe gewinnen?

Stolze 809 Pokémon umfassen die mittlerweile sieben Generationen der beliebten Spielreihe. Und mit Pokémon (...) mehr

Weitere Artikel

Prequel-Serienteil exklusiv für VR angekündigt

Half-Life: Alyx | Prequel-Serienteil exklusiv für VR angekündigt

Nach über zwölf Jahren meldet sich Valve mit einem neuen Half-Life-Spiel zurück, welches nicht d (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Videospielkultur (Übersicht)
* Werbung