Test Dungeon Siege 2 - Seite 2

Die Dungeons erinnern positiv an den ersten TeilDie Dungeons erinnern positiv an den ersten Teil

Bedienung

Erfreulicherweise wurden vor allem bei der Bedienung zahlreiche Wünsche der Fachpresse und Spielercommunity umgesetzt und die schon komfortable Bedienung des ersten Teils konsequent weiterentwickelt. Die erste halbe Stunde im Spiel ist als Tutorial gehalten, das die wichtigsten Funktionen erklärt und einen guten Einstieg ins Spiel gewährleistet. Der Schwierigkeitsgrad ist zu Beginn nicht einstellbar, statt dessen werden 2 weitere Grade freigeschaltet, wenn man einen bestimmten Charakterlevel erreicht hat. Eine gute Wiederspielbarkeit ohne Motivationsverlust ist so gegeben, wenn man einmal von der Tatsache absieht, dass man die genau gleichen Levels noch mal spielt. Die Bedienungselemente sind übersichtlich angeordnet, die Kameraführung einfach per Maus zu bedienen. Lediglich in größeren Kämpfen mangelt es gelegentlich an Übersichtlichkeit. Doch da sich das Spiel im Kampf per Leertaste jederzeit pausieren lässt, um neue Befehle zu erteilen und in späteren Levels dann auch der berühmte Town-Portal-Spruch zur Verfügung steht, bleibt immer genügend Kontrolle um Kämpfe für sich zu entscheiden. Gespeichert wird immer nach bestandenem Quest automatisch in der nächsten Stadt, was gerade zu Beginn etwas anstrengend ist. Was hätte hier gegen eine freie Speichermöglichkeit gesprochen? Alles in allem sind im zweiten Teil mehr Interaktionen mit NPC's möglich, die sich auch in Relevanz für das Spiel optisch unterscheiden, Questgeber tragen ein Ausrufezeichen über dem Kopf, je nach Farbe, mit einer bestimmten Bedeutung.

Gegrillte Echsen am SpießGegrillte Echsen am Spieß

Spielmodi

Eine Besonderheit stellt neben Single- und Multiplayer-Modus der sehr interessante und unterhaltsame Koop-Modus dar. Hier kann über ein lokales Netzwerk oder Internet die Singleplayer-Kampagne zu zweit gespielt werden. Eine durchaus reizvolle Mischung aus Single- und Multiplayer-Modus, die eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Der Multiplayer-Modus bietet Gewohntes solide umgesetzt. Leider ist die Fairness beim Teilen der Beute nicht in die Wahrnehmung der Entwickler gerückt und so ist derjenige, der am schnellsten den "Aufsammeln-Button" drückt auch der, der am meisten einsackt. Auch wenn man sich auf Dauer durch ein solches Verhalten unbeliebt machen dürfte, haben hier zahlreiche Online-Rollenspiele gezeigt, wie's besser geht. Komisch eigentlich, hat sich Mr. Taylor doch recht dreist bei allerlei anderen Rollenspielen mit Ideen bedient. Eine Messerspitze "Diablo", ein Teelöffel "Baldurs Gate" und eine Prise "World of Warcraft", schließlich muss nicht jedes Rollenspiel das Rad neu erfinden.

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