Vorschau F1 2020: Baut euer eigenes F1-Team auf

von Thomas Stuchlik (Mittwoch, 13.05.2020 - 12:27 Uhr)

Die edelste aller Rennserien kehrt auf PC- und Konsolenbildschirme zurück: Mit F1 2020 bringt Codemasters viele Verbesserungen im Detail, die aktuellen Saisondaten und erstmals die Möglichkeit, euren eigenen Rennstall zu gründen.

Auch wenn zur Zeit in der realen Sportwelt und der Formel 1 die Räder still stehen: Entwickler Codemasters biegt mit seiner virtuellen Königsklasse bereits am 10. Juli mit F1 2020 auf die Zielgerade. Mit dabei sind alle für 2020 geplanten Veranstaltungen - auch diejenigen, die wegen der Corona-Krise bisher ausgefallen sind. Neu für dieses Jahr sind deshalb auch Rennwochenenden auf einem Stadtkurs in Hanoi (Vietnam) sowie auf dem GP-Kurs von Zandvoort (Niederlande) angesetzt.

Die beiden neuen Pisten könnten unterschiedlicher nicht sein: Der Hanoi-Kurs zeichnet sich durch sehr lange Geraden und enge Spitzkehren aus. Auslaufzonen und Platz für Fehler gibt es hier kaum. Die Retorten-Strecke erinnert beim ersten Probespiel immer wieder an das russische Sotschi.

Der neue Kurs in Zandvoort bietet langgezogene Kurven über nicht einsehbare Hügel.Der neue Kurs in Zandvoort bietet langgezogene Kurven über nicht einsehbare Hügel.

Zandvoort ist dagegen eine traditionelle Rennstrecke auf hügeligen Sanddünen, deren unübersichtliche Kurvenkombinationen nach einem guten Rhythmus verlangen. Vor allem gefallen hier die neu errichteten Steilkurven. Letztlich gelten jedoch ähnliche Vorzeichen wie im Vorjahr: Auf insgesamt 22 Kursen kämpfen zehn Teams und 20 Fahrer um Siege und die Meisterschaft.

Der Traum vom eigenen Rennstall

Die größte Neuerung der Simulation bildet der Modus "My Team", bei dem ihr als elftes Team im F1-Zirkus antretet. Für euren eigenen Rennstall bestimmt ihr individuell Teamfarben, Logo und Rennanzüge. Doch zunächst solltet ihr einen Sponsor und einen Motorenlieferanten finden.

Mit einem eigenen Team dürft ihr den bekannten Rivalen wie Mercedes und Ferrari einheizen.Mit einem eigenen Team dürft ihr den bekannten Rivalen wie Mercedes und Ferrari einheizen.

Ebenso heuert ihr einen frei verfügbaren Piloten aus dem Fahrermarkt an - egal ob aus der Formel 1 oder Formel 2. Das zweite Cockpit bleibt für euch frei, schließlich betätigt ihr euch als Teamchef und Fahrer gleichzeitig. Auf der Strecke kommt es auch auf die Zusammenarbeit mit eurem Kollegen an, um gemeinsam möglichst viele Punkte für euren Rennstall einzufahren.

Zwischen den Rennwochenenden legt ihr im Kalender den Fokus auf verschiedene Unternehmensbereiche wie Aerodynamik, Chassis, Motor, Personal und Marketing. Denn es bringt nichts, wenn ihr den besten Fahrer engagiert, der nur mit einer Schrottmühle herumgurkt. Mit der Zeit vergrößert ihr die Werkstatt, erntet mehr Sponsorengelder und maximiert eure verfügbaren Ressourcen.

Neuer Anfänger-Modus

Auf der Strecke und im Cockpit hat sich dieses Jahr nur wenig geändert. Wiederum dürft ihr eine gewohnte Karriere absolvieren, um über mehrere Saisonen hinweg Weltmeister zu werden. Diesmal ist jedoch die Saisonlänge variabel und kann von 22 auf zehn beliebige Rennen heruntergeschraubt werden.

Fahrerisch geben sich die Fahrzeuge von Mercedes, Ferrari, Red Bull & Co. altgewohnt. Wie bisher aktiviert ihr nötigenfalls Fahrhilfen und Ideallinie, um optimal um die Kurven zu heizen. Laut Entwickler beeinflussen Reifentemperatur und Reifendruck nun weitreichender die Ausfahrten.

Codemasters denkt diesmal auch an Nichtspieler und Anfänger: Der neuartige Casual-Modus soll für weniger Frust bei den Rennen sorgen, da Fahrphysik und Abläufe deutlich vereinfacht sind. Dabei stehen Lenkhilfe und mehr Grip auf und neben dem Asphalt zur Verfügung. Systeme wie Treibstoffmix und DRS werden automatisch bedient. Erfahrene Spieler und Serienkenner bleiben jedoch besser beim altgewohnten "normalen" Physikmodell, denn das neue "Casual"-Feature vermittelt weit weniger Gefühl für das Auto.

Etwas gnädiger, aber auch differenzierter, verhalten sich die PS-ärmeren Wagen der Formel 2, mit denen ihr wiederum antretet. Auch hier sind zehn originalgetreue Teams mit an Bord. Überraschend: In F1 2020 kommt der Name Schumacher gleich zweimal vor: Einmal in der enthaltenen Formel 2, in der aktuell Mick Schumacher mitfährt. Und einmal in der "Schumacher Deluxe Edition", die sich dessen Vater, dem legendären Michael Schumacher, widmet. In der Edition finden sich vier Wagen aus dessen Karriere (Jordan 191, Benetton B194 und B195, Ferrari F1 2000) sowie originalgetreue Helme und Anzüge.

Bewertung von Thomas Stuchlik

So gefällt mir das: Beim Anspielen der ersten Vorabversion am PC kommt gleich das bekannte Fahrgefühl rüber. Mit etwas Übung könnt ihr die agilen F1-Renner äußerst flott um die Kurven wuchten - vor allem mit einem "Force Feedback"-Lenkrad. Doch auch mit Controller könnt ihr stilecht auf Bestzeiten-Jagd gehen. Das Fahrmodell verändert sich scheinbar kaum. Die beiden neuen Kurse in Hanoi und Zandvoort erweitern zudem die bekannte Streckenauswahl passend.

Ein wenig deplatziert wirkt für mich dagegen der optionale "Casual"-Modus, der viele Aspekte vereinfacht und zu simpel macht. Denn die F1-Serie aus dem Hause Codemasters ist sowieso bereits recht einsteigerfreundlich gehalten. Eine schöne Ergänzung ist jedoch der "My Team"-Modus, der die Management-Aspekte noch mehr als der bisher bekannte Karriere-Modus in den Mittelpunkt rückt. Kurzum erwarte ich wie im Vorjahr gewohnt spannende Rennen mit bekannten Fahrergrößen und einer schicken Präsentation an und neben der Strecke.

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