Test Ghost of Tsushima: "In einer grausamen Welt sind nur die Grausamen gerecht"

von Ove Frank (Dienstag, 14.07.2020 - 16:00 Uhr)

Der Weg des Schwertes ruft! Die PlayStation 4 zieht in seine letzte Schlacht, doch bevor sie der nachfolgenden Generation die Bühne überlässt, kommt sie noch mit einem letzten heißerwarteten Exklusivtitel um die Ecke. Mit Ghost of Tsushima wird den geifernden Horden der Gamer ein Samurai-Abenteuer präsentiert, das im Vorfeld den Eindruck erweckte, genau das Samurai-Spiel zu sein, auf welches die Nerds und Spieleenthusiasten schon lange gewartet haben. Ob es dieser Erwartung gerecht werden kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Mit dem in Ghost of Tsushima integrierten Fotomodus könnt ihr ganz einfach eure eigenen Titelbilder erstellen.Mit dem in Ghost of Tsushima integrierten Fotomodus könnt ihr ganz einfach eure eigenen Titelbilder erstellen.

Überblick zu Ghost of Tsushima
• Größe: ca. 50 GB (PS4)
• Spielzeit: etwa 40 - 50 Stunden
• Sprachausgabe: deutsche, englische, französische, italienische, spanische, polnische, russische, portugiesische und japanische Dialoge sowie viele weitere Sprachen als Untertitel
• Versionen: Standard Edition, Digital Deluxe Edition und Collectors Edition

Ghost of Tsushima: Ein dunkles Geschichtskapitel

Es ist das Jahr 1274. Die Mongolen, zunächst noch unter der Führung des charismatischen und skrupellosen Dschingis Khan, haben weite Teile Asiens erobert. Vom Pazifik im Osten, bis zum Kaspischen Meer im Westen entstand ein riesiges Reich, welches unter Dschingis' Enkel Kublai Khan sogar noch um weite Teile des heutigen Chinas, Persien und Korea erweitert wurde. Das nächste Ziel der mongolischen Eroberer: Japan.

Etwa 30.000 Mann werden ausgesandt, um die Lage in Japan zu sondieren und den Angriff der viel größeren Hauptstreitmacht vorzubereiten. Der erste Anlaufpunkt ist an dieser Stelle die kleine Insel Tsushima, die auf etwa halbem Wege zwischen der koreanischen Halbinsel und dem japanischen Mutterland liegt. Militärisch hoffnungslos unterlegen stellen sich hier 80 mutige Samurai dem Sturm der mongolischen Horden entgegen. Eine Hoffnung auf den Sieg haben sie nicht. Die Handlung des Spiels bewegt sich zwar vor einem historisch wahren Hintergrund, bleibt aber, so wie auch die agierenden Personen, komplett fiktiv.

Ghost of Tsushima: Werdet zum gefürchteten Samuarai!

Eine aussichtslose Lage, die besondere Strategien erfordert

Als der junge Fürst und Samurai Jin Sakai stellt ihr euch den mongolischen Invasoren entgegen. Unter der Anleitung seines Onkels will er zunächst den Feind im Felde besiegen, oder zumindest ehrenhaft sterben. Nachdem aber deren Überlegenheit immer deutlicher wird, der Sieg auf dem Schlachtfeld nicht einmal in den kühnsten Träumen zu gewinnen scheint und das Volk Tsushimas unter dem Joch der Besatzer immer mehr leidet, kann Jin dies nicht akzeptieren.

Er muss seine Ideale und seinen Bushido, den Weg des Kriegers, über Bord werfen und sich dem Feind auf andere Art und Weise stellen. Den Ehrenkodex der Samurai ignorierend beginnt Jin die Mongolen aus den Schatten heraus zu bekämpfen. So will er ihren Kampfgeist schwächen und Furcht und Schrecken in den Herzen seiner Feinde säen. Er wird zum "Geist", zum Ghost of Tsushima.

Wenn das Schwert zum Pinsel wird

Bei einem Samurai-Spiel ist natürlich eines entscheidend wichtig: Das Kämpfen. Ghost of Tsushima lässt sich hier nicht lumpen und präsentiert ein durchdachtes und spaßiges Kampfsystem. Ähnlich wie in Nioh kann Jin verschiedene Kampfhaltungen erlernen, die gegen die jeweilige Gegner alle ihre Vor- und Nachteile bieten. Während der blutigen Auseinandersetzung kann fließend zwischen diesen Haltungen hin- und hergewechselt werden, sodass es zu schnellen und optisch höchst ansprechenden Kämpfen kommt.

Blutige Kämpfe und schöne Landschaften: Zaubert mit eurem Schwert schöne Gemälde - Das ist Ghost of Tsushima.Blutige Kämpfe und schöne Landschaften: Zaubert mit eurem Schwert schöne Gemälde - Das ist Ghost of Tsushima.

Jins Katana ist hierbei eine Waffe, die gleichermaßen von Gegnern und Spielern den gebührenden Respekt einfordert. Die Kämpfe sind kein langes Haudrauf, sondern schnell und blutig. Jeder Schlag ist gefährlich und bei Jins gut geschärfter Klinge oftmals auch direkt tödlich. Aber auch die Mongolen verstehen etwas von ihrem Handwerk, weshalb auch Jin nach nur wenigen Treffern den Tod des Kriegers findet. Es gilt also fleißig auszuweichen und zu parieren. Das richtige Timing ist hierbei entscheidend. Auf einem brutalen Schwierigkeitslevel, wie bei Sekiro bewegen sich die Kämpfe allerdings nicht.

Im Verlauf des Spiels wächst Jins Kampfkunst auf ein derartiges Level an, dass die KUNST hier großgeschrieben werden muss. Speziell bei den vielen direkten Duellen kommen Geschick und Grausamkeit im Gewand der bizarren Schönheit des Todes besonders zur Geltung. So grausam es ist, so viel Spaß macht es auch, den eigenen Fortschritt der blutigen Künste zu bestaunen. Ihr fühlt euch wie der Samurai, der ihr schon als Kind immer sein wolltet.

Besonders in den nervenaufreibenden und toll inszenierten "Eins gegen Eins"-Duellen, fühlt sich der Spieler wie ein wahrer Samurai.Besonders in den nervenaufreibenden und toll inszenierten "Eins gegen Eins"-Duellen, fühlt sich der Spieler wie ein wahrer Samurai.

Neben den ehrenvollen direkten Kämpfen des idealistischen Samurai, erledigt ihr eure Gegner aber ebenso als "Geist", als Schattenkrieger, der sich der Dunkelheit und der Furcht seiner Feinde bemächtigt. Hierbei greift ihr auf verschiedene Shinobi-Techniken, wie das Werfen von Kunai, das Anfertigen von Bomben sowie das leise Anschleichen und Meucheln aus dem Verborgenen heraus. Steht die Samurai-Kampfkunst noch mehr für Geschick und Timing, setzt ihr als "Geist" im Tenchu-Stil mehr auf taktische Finessen und Planung. Beide Kampfstile bieten ihre eigenen Vorteile und Fähigkeiten, die nach und nach durch das Einsetzen verdienter Skillpunkte freigeschaltet werden müssen.

Das vielschichtige Leben des Samurai

Das Spiel investiert viele Ressourcen, um ein umfangreiches Bild von dem Leben eines Samurai zu zeichnen. Hier zählt nicht nur das Kämpfen: Auch das regelmäßige Baden in heißen Quellen und das Sinnieren über Dinge gehören ebenso dazu, wie auch das Üben mit dem Schwert, das Verfassen von Haikus und das Beten an antiken Schreinen. Durch diese verschiedenen Aspekte des Samurai-Daseins wird eine authentische Atmosphäre geschaffen, die die Spieler zuhause hinter Bildschirm und Controller schnell ins feudale Japan entführt.

Auch wenn das Spiel versucht mit Authentizität zu punkten, so ist Ghost of Tsushima aber nicht wirklich akkurat. Ist das schlimm? Nein! Tatsächlich wird dem Spieler durch Verwendung von bekannten Wiedererkennungswerten der Einstieg erleichtert und er hat dadurch am Ende mehr Spaß mit dem Spiel und darauf sollte es vor allem anderen auch ankommen, auf den Spaß!

Die Darstellung der Samurai ist für das 13. Jahrhundert leider nicht ganz akkurat.Die Darstellung der Samurai ist für das 13. Jahrhundert leider nicht ganz akkurat.

Schade ist aber dennoch, dass hier ein sehr idealisiertes und romantisiertes Bild des feudalen Japans und des Lebens der Samurai dargestellt werden. Die Schattenseiten wie der mittelalterliche Ehrgedanke, der mit dem hier sehr modernisierten Ehrbegriff nicht allzu viel zu tun hat, sowie die Rechte der Samurai, wie das Töten respektloser Zivilisten, werden nicht thematisiert, was für sich allerdings reichlich Potenzial für großes Drama geboten hätte.

Blutige Schlachten in einer wunderschönen Welt

Bei seinem Kampf gegen die Mongolen und bei der Suche nach Verbündeten treibt es Jin über die gesamte abwechslungsreiche und vielfältige Insel. Die offene Spielwelt ist atemberaubend schön. In viele verschiedene Biotope unterteilt gibt es keinen Ort, der den Spieler nicht in Ehrfurcht vor seiner Schönheit erstarren lässt. Dichte vielfarbige Wälder, nebelige Sümpfe, weite Strände und zerklüftete Bergzüge machen aus Tsushima eine der optisch schönsten Spielwelten der aktuellen Konsolengeneration, vielleicht sogar die schönste.

Die Spielwelt ist von beeindruckender Schönheit, sodass ihr immer wieder innehalten und staunen werdet.Die Spielwelt ist von beeindruckender Schönheit, sodass ihr immer wieder innehalten und staunen werdet.

Dies wird von der tollen Lichtsetzung, den wunderbar atmosphärisch eingefangenen Schreinen und Tempeln sowie durch das großartige Windspiel, welches auch aus Gameplaysicht von großer Relevanz ist, noch verstärkt. Der Wind dient nämlich als Orientierungshilfe, die einen Kompass oder nervige Fragezeichen auf der Karte stimmungsvoll ersetzt. Läuft Jin durch ein hügeliges Pampasgrasfeld, während sich vor ihm auf einer Bergspitze ein gewaltiges Gewitter zusammenbraut, dann haut es einen völlig um. Jede Kameraeinstellung ist wie ein Gemälde, das man am liebsten ausdrucken und bei sich zuhause an die Wand hängen will.

In diesem Zusammenhang erinnert Ghost of Tsushima an die verschiedenen Regionen von The Witcher 3. An dieser Stelle sei auch der sehr gelungene Soundtrack von Shigeru Umebayashi (House of Flying Daggers & Hannibal Rising) erwähnt, der das Geschehen und die Szenerie schön untermalt, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu spielen. Ihr werdet unzählige Minuten damit verbringen, innezuhalten, euch umzuschauen und die unglaublichen Bilder zu genießen. Auch wenn ihr in dieser Zeit vielleicht nichts geschafft habt, ist kein einziger dieser Momente verschwendet.

Atmosphärische Grafik-Optionen für mehr Kino-Feeling

Mehr noch als die Historizität oder die Authentizität des feudalen Japans stehen die Werke berühmter japanischer Filmemacher wie Akira Kurosawa oder Masaki Kobayashi für die Entstehung und die Atmosphäre von Ghost of Tsushima Pate. Filme, wie die Sieben Samurai, Yojimbo und Harakiri (im Original Seppuku) haben das Bild der Samurai im Westen nachhaltig geprägt und haben nachwievor einen großen Einfluss auf die westliche Faszination gegenüber der japanischen Kultur.

Als wären wir in einen japanischen Filmeklassiker der 50er- oder 60er-Jahre hineingesogen worden.Als wären wir in einen japanischen Filmeklassiker der 50er- oder 60er-Jahre hineingesogen worden.

So ist es drum kein Wunder, dass das Spiel, obwohl vom US-amerikanischen Studio Sucker Punch Productions entwickelt, neben den üblichen westlichen Sprachen trotzdem auch eine japanische Tonspur aufweist. Zusätzlich ist das Spiel mit einem körnigen Schwarzweiß-Modus (ganz unsubtil Kurosawa-Modus genannt) ausgestattet, welchen der Spieler ganz nach Belieben ein- und ausschalten kann.

Der Kurosawa-Modus im Zusammenspiel mit der japanischen Synchro sorgt noch einmal für grandiosen Extraflair, der Fans des filmischen Altmeisters vor Freude und Nostalgie im Kreise hüpfen lässt. Mit Verlaub: Das ist schon ziemlich geil! Ich bin mir sicher, dem Altmeister hätte es gefallen.

Eine schwächelnde Handlung und repetitive Quests

Die Handlung Spiels ist nicht besonders kompliziert. Die Mongolen greifen an und Jin muss seinen Ehrenkodex nach und nach aufgeben, um seine Heimat zu verteidigen. An und für sich reicht dies auch für eine erzählenswerte Geschichte, entscheidend ist dann nur, wie sie erzählt wird.

Das Spiel versucht zwar seine Figuren vielschichtig und die Handlung dramatisch und emotional zu erzählen, allerdings klappt dies nicht immer. Die meiste Zeit springt der emotionale Funke einfach nicht über. Erst während des letzten Drittels nimmt die Handlung wirklich an Fahrt auf, sodass sie sich zu einer emotionalen Achterbahn entwickelt.

Leider erhalten weder die Antagonisten noch die übrigen Nebenfiguren genug Hintergrund noch ausreichend Zeit für ihre Charakterentwicklung.Leider erhalten weder die Antagonisten noch die übrigen Nebenfiguren genug Hintergrund noch ausreichend Zeit für ihre Charakterentwicklung.

Es ist schade, dass dies dem Spiel nicht schon früher gelingt, auf dass der Spieler mit den Figuren mitfühlt. Wären mehr Zeit und Ressourcen in die Hintergründe und die Entwicklungen der Nebenfiguren investiert worden, würden sich Handlung und Drama sicherlich runder anfühlen. Durch das Einflechten guter Nebenquests wäre dies gut möglich gewesen. Zwar wird dies versucht, allerdings verlieren eben diese Quests durch ihre repetitive Gestaltung und spielerische Eintönigkeit schnell an Reiz, sodass am Ende von diesen nur wenig im Kopf bleibt. Schade!

Ebenfalls bedauernswert ist der mangelnde Post-Story-Content. Sind die Haupthandlung und die Nebenquests abgeschlossen, bleibt nicht mehr viel zu tun und der Spieler verliert zügig das Interesse. Hier verschwendet die Spielwelt sein Sandbox-Potenzial. Bei anderen "Open World"-Spielen, wie The Witcher 3 oder selbst Assassin's Creed Odyssey gab es hier noch deutlich mehr zu tun. Dennoch bleiben die Daumen für DLCs oder nachgepatchten Content weiterhin gedrückt.

Für wen lohnt sich Ghost of Tsushima und für wen nicht?

Für wen lohnt es sich?

  • Liebhaber atemberaubender Schauwerte, die durch eine unfassbar schöne Spielwelt geboten wird, die einen von Anfang an fesselt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.
  • Spieler, die Freude an dynamischen, eleganten und dabei dennoch harten Kämpfen haben.
  • Freunde einer tollen um Authentizität bemühte Inszenierung, die im gleichen Maße Action und Ruhe gekonnt einzusetzen weiß.
  • Kurosawa-Fans!!!

Für wen lohnt es sich nicht?

  • Fans von großen Multiplayer-Adventures. Ghost of Tsushima ist ein reiner Singleplayer-Titel.
  • Leute, die sich an einer nicht ganz perfekt ausbalancierten Physik-Engine stören.
  • Spieler, die auf große Abwechslung und besonders vielschichtige Figuren aus sind.

Bewertung von Ove Frank

Im Herbst des Jahres 2002 sahen meine Eltern als große "Kevin Costner"-Fans den Film Bodyguard im Fernsehen. Dieser hat mich als neunjährigen Stöpsel eigentlich ziemlich kalt gelassen, aber eine bestimmte Szene hatte es mir dann doch angetan. Die von Kevin Costner und Whitney Housten gespielten Figuren waren im Kino und haben sich einen alten japanischen Schwarzweißfilm angesehen. Es war Akira Kurosawas Yojimbo - Der Leibwächter (bei dem Titel irgendwie naheliegend). Völlig gebannt sah ich, wie sich Toshiro Mifune allein mit seinem Katana durch mehrere Feinde kämpfte und dabei einem sogar den Arm abschlug, ehe er dann in aller Seelenruhe aber mit grimmigen Blick davonstapfte.

Als ich dann wenig später, von dieser einen Szene angefixt, den Film Die Sieben Samurai und die Serie Shogun sah, war meine Faszination für Samurai und die japanische Kultur geboren. Während meine Freunde, wann immer wir mit Stöckern als Schwerter auf einander einprügelten, sich vorstellten, sie wären Aragorn oder William Wallace, stellte mir immer vor, ich sei ein Ronin, der sich allein einer Übermacht stellt und am Ende den Tag rettet - ich war halt ein dummes neunjähriges Kind.

Erfuhr ich dann viele Jahre später, dass ein Videospiel erscheinen würde, dass eine tolle Open World, blutige Schwertkämpfe und die einzigartige Kurosawa-Optik, miteinander verbinden würde, war ich verständlicherweise ganz aus dem Häuschen. Ich hatte sämtliche Shinto-Geister angebetet, dass das Spiel mich nicht enttäuschen würde. Was ist am Ende herausgekommen? Bin ich enttäuscht?

Ganz klar, jein! Als großer Kurosawa-Fan hatte und habe ich mit Ghost of Tsushima meine helle Freude. Es verbindet quasi alles, was ich mir wünschen kann: Eine tolle Optik, eine perfekte Inszenierung, spritzendes Blut und abgetrennte Körperteile, so weit das Auge reicht. Als Historiker und Gaming-Veteran sieht es allerdings etwas anders aus. Ich kann die Kompromisse rund um die historische Darstellung zwar nachvollziehen, aber dennoch hätte ich mir speziell rund um die unschönen Seiten der Samurai-Kultur ein wenig mehr Mut seitens der Entwickler gewünscht. Auch hat man aus der Spielwelt, der Gameplay-Vielfalt, den Figuren und der Handlung bei weitem nicht alles herausgeholt und das ist schade, da das Potenzial auf jeden Fall da ist.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Entwickler am Ende ziemlich unter Zeitdruck standen. Da Ghost of Tsushima der letzte große Exklusivtitel für die PS4 werden sollte, konnte das Spiel natürlich nicht weiter nach hinten verschoben werden. Aktuell ist das Spiel an vielen Stellen leider noch "Style over Substance". Mehr Entwicklungszeit und mehr Ressourcen, um die Lücken im Storytelling und im Post-Game-Content zu füllen, hätten meine größten Kritikpunkte ausgemerzt. Mal abwarten, was noch nachgeliefert wird.

Am Ende bleibt ein zwar sehr unterhaltsames, aber am Ende nicht ganz ausgereiftes "Open World"-Spiel. Viel an Potenzial wurde liegen gelassen, sodass es den erhofften "Game of the Year"-Status nicht ganz erreichen kann. Dennoch kann das Spiel mit seiner großartigen Optik, der tollen Atmosphäre, seiner Detailverliebtheit, den gelungenen Kämpfen und auch hier und da mit tollen Story- und Quest-Momenten überzeugen, sodass am Ende eindeutig das Positive überwiegt. Ghost of Tsushima ist ein tolles Spiel geworden. Es ist zwar nicht das bestmögliche Samurai-Spiel, aber das beste, das es zurzeit gibt. Darüberhinaus ist es aber wohl das bestmögliche Kurosawa-Spiel und das ist auch schon viel wert!

87 Spieletipps-Award

spieletipps meint: Stimmungsvolles Samurai-Drama mit starken Kontrasten zwischen wunderschöner Spielwelt und blutigen Schwertkämpfen.

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