Vorschau Immortals Fenyx Rising: Origineller Zelda-Klon im alten Griechenland

von Thomas Stuchlik (Donnerstag, 10.09.2020 - 21:45 Uhr)

Ubisofts "Open World"-Spektakel Gods & Monsters erhält überraschend einen neuen Namen: Immortals Fenyx Rising erweist sich bei unserem Anspieltermin als durchdachtes Action-Adventure, ganz im Stile von The Legend of Zelda. Allerdings besucht ihr hier die griechische Götterwelt, in der ihr mithilfe von Bogen, Schwert und Icarus-Flügeln kämpft.

Vormals bekannt als Gods & Monsters: Ubisofts Open World lädt zu einem Ausflug nach Griechenland ein.Vormals bekannt als Gods & Monsters: Ubisofts Open World lädt zu einem Ausflug nach Griechenland ein.

Neues von den Machern von Assassin's Creed: Odyssey

Na das klingt doch vielversprechend: eine Open World nach Zelda-Vorbild, die von den Machern des erfolgreichen Assassin's Creed Odyssey stammt. Das Studio Ubisoft Quebec nutzt seine Erfahrung mit dem alten Griechenland und bringt diese in das neu benannte Action-Adventure Immortals Fenyx Rising ein. Die griechische Götterwelt versinkt im Chaos, denn Bösewicht Typhon sät Chaos und Gegnerscharen über der sonst so friedlichen Landschaft aus. Wie gut, dass die geflügelte Heldin Fenyx zur Stelle ist.

Der erste Ankündigungstrailer mit dem veralteten Spieletitel

Für unser zweistündiges Probespiel betreten wir das Areal der Forgelands, der ehemaligen Heimat von Gott Hephaistos. In der offenen Spielkulisse tummeln sich nicht nur Feinde, sondern auch verfallene Ruinen und viele geheime Orte. Ständig erinnert das Bildschirmgeschehen an The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Allerdings wirkt die Weltgröße kompakter, was zwar die Laufwege verkürzt, den Forscherdrang jedoch schmälert.

Mystisches Griechenland

Genauso wie in The Legend of Zelda erkundet ihr frei die Welt. Sei es zu Fuß, mit dem Pferd oder per Flügelschlag. Fenyx besitzt zwar keinen Flugdrachen wie Link, jedoch ein ausfahrbares Federkleid, um durch die Lüfte zu segeln. Das erweist sich in der bergigen Landschaft als äußerst praktisch und vermeidet lange Laufwege.

Das bergige Terrain erfordert Ausdauer in vielerlei Hinsicht. Einerseits kann die Heldin vertikale Felsklippen erklimmen, andererseits benötigt sie genug Ausdauer. Ausdauer ist gleichermaßen für das Sprinten, Fliegen und im Kampf erforderlich.

Die farbenfrohen Gegenden werden regelmäßig von Stieren, Flügelwesen, Schildrittern oder Zyklopen heimgesucht.Die farbenfrohen Gegenden werden regelmäßig von Stieren, Flügelwesen, Schildrittern oder Zyklopen heimgesucht.

Da sich überall aggressive Fabelwesen angesiedelt haben, kommt es regelmäßig zum Kampf. Dabei tretet ihr gegen Hydras, Harpien oder Zyklopen an. Daneben begegnet ihr mechanischen Robotern sowie bissigen Cerberus-Hunden. In den Duellen greift ihr auf Attacken per Schultertasten zurück, was gewöhnungsbedürftig ist. Den Bogen sowie freigeschaltete Spezialfähigkeiten aktiviert ihr ebenso mithilfe der Schultertasten.

Mit Hammer, Axt und Schwert kloppt ihr Feinde zusammen, was sich manchmal chaotisch gestaltet. Denn teils seht ihr vor lauter Effekten kaum noch, was auf dem Bildschirm los ist. Schnell ist ein Gesundheits- oder Ausdauertrank nötig, den ihr an Feuerkesseln selbst brauen dürft. Manchmal ist es aber auch einfach besser, sich anzuschleichen, statt offen in den Kampf zu gehen.

Eine klassische Open World

Immortals verkommt jedoch nicht zum Dauerklopper. Vielmehr steht das Erforschen der Welt im Mittelpunkt. Dank zuschaltbarer Fernsicht untersucht ihr interessante Orte in der Umgebung. Schließlich verstecken sich überall Schatztruhen und wertvolles Ambrosia.

Oftmals wird der Einsatz der grauen Zellen verlangt. In Höhlen oder alten Ruinen verbergen sich oft Rätseleien. Dabei greift ihr zu Pfeil und Bogen, um mit ferngesteuert gelenkten Geschossen Ringe zu durchfliegen. An anderer Stelle überwindet ihr Lichtbarrieren, um Schalter auszulösen oder Melodien zusammenzusetzen.

Die offene Spielwelt ist in der griechischen Götterwelt angesiedelt und steckt voller Geheimnisse.Die offene Spielwelt ist in der griechischen Götterwelt angesiedelt und steckt voller Geheimnisse.

Nicht zuletzt kann Fenyx dank göttlicher Kraft Objekte schweben lassen, ablegen und sogar werfen. Eine Fähigkeit, die man wiederum von Link aus Breath of the Wild kennt. Größere Prüfungen in Sachen Geschick und Kombinationsgabe erwarten euch in den sogenannten Vaults of Tartaros - dem Pedant zu den Schreinen aus Zelda.

Selbst optisch orientiert sich das Geschehen klar an Zelda und dessen Pastelltönen. Der sympathische Comic-Look wirkt im Vergleich mit vielen anderen Ubisoft-Spielen erfrischend. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, schließlich fungieren Zeus und Prometheus als schnippische Erzähler.

Bewertung von Thomas Stuchlik

Besser gut geklaut als schlecht selbstgemacht: Selten habe ich ein Spiel gesehen, dass sich an derart vielen Zelda-Mechaniken bedient. Doch das muss nichts Schlechtes bedeuten, schließlich bringt das Kämpfen und Erforschen der griechischen Open World viel Spielfreude. Auch wenn die Weltgröße im Vergleich zu Genrekollegen überschaubar und etwas knapp wirkt. Allerdings gibt es darin viel zu entdecken. Vor allem bin ich gespannt auf die noch kommenden Mechanikrätsel.

Die Kämpfe sind dank brachialen Spezialattacken ebenso ein Hingucker und fühlen sich gut an. Allerdings können diese schonmal chaotisch ausfallen, die Übersicht leidet ein wenig. Da hilft nur der Rückzug und der Neuangriff. Grafik, Technik und Animationen wirken stilsicher, die Comic-Charaktere erscheinen lebendig und sympathisch. Kurzum erwartet euch mit Immortals Fenyx Rising eine schicke Open World mit viel Zelda-Flair und einer sympathischen Heldin.

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