Test Pumpkin Jack: Nightmare Before Christmas als "nettes" Spiel

von Michael Sonntag (Sonntag, 01.11.2020 - 10:00 Uhr)

Schaurige Halloween-Welten, witzige Akrobatik-Passagen und eine Hand voll Monster-Verdreschen - Pumpkin Jack ruft "Tim Burton"-Fans auf den Plan und stammt dabei von einer einzigen Person. Das ist beeindruckend, erklärt aber auch, warum das "nette" Spiel schnell an seine Grenzen stößt. Für Träumer und Halloween-Fans dürfte es dennoch einen Blick wert sein.

Um einen Magier zu besiegen, muss Kürbis-Jack Monster verdreschen, Lore fahren und allerhand anderen "Jump'n'Run"-Kram anstellen.Um einen Magier zu besiegen, muss Kürbis-Jack Monster verdreschen, Lore fahren und allerhand anderen "Jump'n'Run"-Kram anstellen.

Pumpkin Jack: Ein witziges "Gute Nacht"-Spielchen

Anfänglich herrschte Friede, Freude, Eierkuchen in der Welt von Pumpkin Jack. Um diese entsetzliche Langeweile aufzuhalten, beschwor der Teufel den Weltuntergang herauf. Die Menschen konnten nur dank eines Zauberers überleben, den der Teufel nun mit seinem nervigsten und coolsten Diener aufhalten will: Kürbis-Ritter Jack. Mehr Geschichte braucht es nicht, um den Spieler in sechs schaurige "Jump'n'Run"-Level zu werfen.

Grafisch und welttechnisch weiß Pumpkin Jack mit seinem hübschen Grusel-Szenario zu begeistern, bei Spukwäldern, Geister-Bergwerken und Horror-Sümpfen kommt sofort "Nightmare Before Christmas"-Laune auf. (Für die zu jungen Menschen unter euch: Das ist ein großartiger Animationsfilm, den ihr euch hiernach unbedingt ansehen müsst, keine Widerrede, dankt uns später.)

Die Welt ist fantasievoll und träumerisch, mit einer Prise Humor verfeinert, niemand kann sich ihr so richtig entziehen. Sobald Jack dann auch noch einen Streit zwischen einem sprechenden Schwert und einer sprechenden Eule schlichten muss, ist das Ganze herrlich albern. Manchmal auch zum Fremdschämen, aber das ist Geschmackssache. Kommen wir nun zum Gameplay ... ach ja.

Steuert den nervigsten und coolsten Lakei des Teufels:

Kämpfen, Springen, Lore fahren, Geisterpferde reiten, Endgegner, den Kürbiskopf abtrennen und mit ihm Rätsel lösen - Es ist nicht so, dass Pumpkin Jack über die Zeit die Ideen ausgehen würden. Das Gameplay ist nur für ein "Jump'n'Run"-Spiel im Jahr 2020 absoluter Standardkram, der für viele Spieler zu leicht ausfallen wird und kaum Steigerung bietet. Bevor das Spiel dann gefährlich langweilig wird, rettet es sich, indem es nach wenigen Stunden endet.

Aber: Die unterschiedlichen Outfits für Jack, die Charaktere, bombastische Einlagen mit klassischer Musik - die Liebe, die Entwickler Nicolas Meyssonnier für seine Fans in Pumpkin Jack fließen ließ, ist überall spürbar. Wäre es nur die Demo eines größeren Spiels, das später noch folgt und dann alle Ideen auf Maximum fährt, würden wir es als allererste testen wollen. So ist es ein Spiel, das für knapp 30 Euro zwar zu teuer ist, aber coole Ideen und hübsche Welten präsentiert, wovon die Gaming-Welt definitiv mehr braucht.

Pumkin Jack erschien am 23. Oktober 2020 für PC, Xbox One sowie Nintendo Switch und soll zu einem späteren Zeitpunkt auch für PlayStation 4 folgen. Wir können das spukige "Jump'n'Run"-Adventure nicht jedem Spieler empfehlen, aber definitiv allen, die den Entwickler dazu animieren wollen, mehr davon zu produzieren.

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