Test PlayStation 5: Schnelle Technik mit großem Potenzial

von Marco Tito Aronica (Freitag, 06.11.2020 - 14:00 Uhr)

Was gibt es Schöneres als den Start einer neuen Konsolengeneration? Kaum ein Tag wird von Spielern so sehr herbeigesehnt wie die Veröffentlichung einer Konsole, die den Startschuss für eine neue Ära gibt. Die PlayStation 5 löst die vierte Generation von Sonys Spielekonsolen ab und hat schon aufgrund des großen Erfolges des Vorgängers ebenso große Erwartungen zu erfüllen. Wir liefern euch einen ersten Eindruck zur PS5, dem DualSense-Controller, der neuen Menüstruktur sowie der Leistung des Gerätes.

Wir liefern euch erste Eindrücke im Test zur PlayStation 5.Wir liefern euch erste Eindrücke im Test zur PlayStation 5.

Überblick zur PlayStation 5
• Preise: Disk Edition ca. 499 Euro und Digital Edition ca. 399 Euro
• Festplattenspeicher: 825 GB (ca. 665 GB nach Systeminstallation)
• Im Paket enthalten: PS5-Konsole, DualSense-Controller, Standfuß, HDMI-Kabel, Netzkabel, USB-C-Kabel, Astro's Playroom (vorinstalliert)

Alles sorgsam ausgepackt, den Standfuß angeschraubt, die Kabel angesteckt. Der Druck auf die Power-Taste löst einen eher klassischen Piepton aus, der so gar nicht nach Zukunft klingt. Der Home-Bildschirm der PS5 begrüßt euch mit hübschen Partikeleffekten, die etwas an das XMB-Menü der PS3 erinnern. So sieht sie also aus, die neue Generation von Sony, die uns in den kommenden Jahren mit Spielerlebnissen versorgen soll, die mit vergangener Technik schlichtweg unmöglich waren.

Unser Testgerät ist eine Konsole mit Laufwerk, die ihr genau so ab Ende November beim Elektronikhändler eurer Wahl erwerben könnt. Ein großer Dank an Sony, die uns eine PS5 für Testzwecke im Voraus zugesendet haben und uns somit die volle Leistung der nächsten Generation zur Verfügung stellen. Wir ergänzen erste Eindrücke zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Langzeittest, wenn wir alle Funktionen über einen längeren Zeitraum testen konnten.

Anmerkung: Zwischen der Disk Edition und der Digital Edition gibt es, ausgenommen vom Blu-ray-Laufwerk, keinerlei Unterschiede.

Die Konsole: Schick, groß und meistens leise

Um eines vorweg zu nehmen: Die PlayStation 5 ist groß – nein, sogar riesig. Trotz ihrer Größe wirkt die Konsole elegant. Grund dafür ist sicherlich das Comeback des Klarlacks, der gut mit den weißen Bauteilen harmoniert und für einen hübschen Kontrast sorgt. Der Klarlack sieht toll aus, ist aber sehr empfindlich und der Staubmagnet schlechthin – das wird sicherlich nicht jedem gefallen.

Die PS5 soll auffallen. Während ihr die PS4 ganz geheim irgendwo im TV-Schrank verstecken könnt, müsst ihr die PS5 vermutlich neben dem Fernseher aufstellen, ob ihr wollt oder nicht. Das Design der Konsole ist schick, aufgrund der asymmetrischen Formen wird die Konsole aber vermutlich nicht in jeden Fernsehschrank passen.

Hier der direkte Größenvergleich zwischen einer PS4 Pro und der PS5.Hier der direkte Größenvergleich zwischen einer PS4 Pro und der PS5.

Schon die Verarbeitung der Konsole macht deutlich: So fühlt sich „Next Gen“ an. Egal, ob ihr die PS5 per Standfuß horizontal oder vertikal aufstellt, nichts knarzt, alles fühlt sich sehr wertig und gut verbaut an. Selbst die PS4 Pro wirkt dagegen wie ein unschöner Block aus Plastik.

LED-Fanatiker müssen wir leider enttäuschen: Die sogenannte Power-Kontrollleuchte der PS5 leuchtet nicht, wie in vielen Bildern oder aufwendigen Werbespots gezeigt, durchgängig blau. Den durchaus schönen Anblick der blauen LEDs bekommt ihr nur beim Start für wenige Sekunden zu sehen, ehe die Konsole an der Front anfängt weiß zu leuchten. Schaltet ihr die PS5 in den Ruhemodus, pulsiert das Licht an selbiger Stelle angenehm orange.

Wenn ihr euch eine PlayStation 5 zulegt, müsst ihr übrigens nicht befürchten, dass eure Nachbarn ständig vom Startgeräusch eines Airbus A380 belästigt werden. Im Vergleich zur PS4 schnurrt die PS5 wie ein kleines Kätzchen, zumindest im Leerlauf und während des Startens eines digitalen Spiels. Der Lüfter hat sich auch nach mehrstündiger Sitzung nicht gemeldet und war kaum zu hören. Sobald ihr allerdings eine Disc einlegt, fängt die Mechanik der Konsole von Sony an zu arbeiten, und das ist auch deutlich zu hören.

Sony zerlegt die PS5 in ihre Einzelteile und stellt sie euch im Detail vor:

Die PS5 bietet vielerlei Anschlüsse wie einen üblichen USB-Port und einen USB-C-Port an der Vorderseite sowie einen Eingang für Ethernet-Kabel, einen HDMI-Port und zwei weitere USB-Steckplätze an der Rückseite. Was leider fehlt ist ein optischer Audio-Ausgang für Headsets oder Musikanlagen. Das ist sehr schade, dieses Problem wird nach Aussagen einiger Hersteller aber mit Adaptern umgangen.

Seid ihr Besitzer einer PS5 mit Laufwerk, könnt ihr auch alte DVDs und sogar Audio-CDs einlegen und abspielen.

Der Controller: Gute Verarbeitung und ein neues Spielgefühl

Der neue Controller der fünften Generation heißt DualSense und ist gleichzeitig eines der Highlights im Paket der PS5. Der DualSense ist endlich so gut verarbeitet, dass er mit den sehr guten Gamepads der Xbox mithalten kann. Haltet ihr den Controller fest in beiden Händen und drückt wild auf die neuen Knöpfe, erzeugt das keine unschönen Nebengeräusche wie knarrendes Plastik, die auf billige Verarbeitung zurückzuführen wären.

Allgemein ist der Controller im Vergleich zum DualShock 4 etwas breiter geworden und somit für Spieler mit großen Händen ideal. Endlich stoßen die Daumen beim Drücken beider Sticks in die Mitte des Gamepads nicht mehr aneinander – der eine oder andere mit großen Pranken unter euch wird das kennen. Die Sticks rücken ein paar Millimeter weiter auseinander, die neue Position fühlt sich aber schon nach wenigen Spielminuten natürlich an.

Liegt erstaunlich gut in der Hand und kommt mit vielen neuen Funktionen: der DualSense.Liegt erstaunlich gut in der Hand und kommt mit vielen neuen Funktionen: der DualSense.

Besonders schön ist der neue Grip an beiden Sticks, der nicht nur für mehr Halt sorgt, sondern vermutlich auch die Lebensdauer der gummierten Sticks verlängert – das wird unser Langzeittest zeigen. Die durchsichtigen Tasten, die einige von euch von der PS Vita kennen werden, sehen schön aus, passen zum Design der Konsole und haben einen angenehmen Druckpunkt.

Gänzlich neu sind das haptische Feedback und die adaptiven Trigger-Tasten. In Astro's Playroom, das auf jeder PS5 vorinstalliert ist und als Technik-Demo für die neuen Funktionen des DualSense-Controllers dient, sorgen diese Funktionen für ein völlig neues Spielgefühl. Die Vibration des Controllers ist viel genauer und fühlt sich sogar beim Laufen auf verschiedenen Oberflächen anders an. Ihr spürt regelrecht, ob ihr auf zerbrechlichem Glas lauft oder durch einen matschigen Sumpf.

Die beiden hinteren Trigger, also L2 und R2, besitzen nicht nur einen eigenen Vibrationsmotor, sie können nun auch unterschiedliche Widerstände simulieren. Das klassische Beispiel mit Pfeil und Bogen in Astro's Playroom zeigt, wie viel Potenzial in dieser Technik steckt. Die ersten paar Millimeter beim Drücken eines Triggers besitzen erhöhten Widerstand und simulieren somit das Spannen des Bogens. Solltet ihr kein Interesse an den neuen Controller-Funktionen haben, könnt ihr die Intensität der Vibration allgemein in den Einstellungen reduzieren oder sie gänzlich ausschalten.

Die Schultertasten sind alle etwas größer geworden und dadurch besser erreichbar.Die Schultertasten sind alle etwas größer geworden und dadurch besser erreichbar.

Der DualSense liefert euch allerdings nur dann ein gänzlich neues Spielerlebnis, wenn die umfangreichen Funktionen von Entwicklern unterstützt und gefördert werden. Während in Astro's Playroom alle Neuerungen des Gamepads zum Einsatz kommen, spürt ihr in Spider-Man: Miles Morales kaum einen Unterschied. Das ist schade und verschenktes Potenzial.

Ebenfalls neu ist das integrierte Mikrofon im PS5-Controller – die Ausrede eurer Freunde: „Sorry, habe gerade kein Headset parat,“ gilt also nicht mehr. Per Tastendruck könnt ihr das Mikro direkt am Controller stummschalten. Alternativ stellt ihr das Controller-Mikrofon in den Sound-Einstellungen permanent aus, solltet ihr diese Funktion nicht nutzen wollen.

Die Qualität des verbauten Mikrofons ist erstaunlich gut. Für die beste Audio-Qualität müsst ihr den Controller zwar etwas näher zum Mund führen, weil ihr euch sonst etwas blechern anhört, für ein verbautes Mikrofon im Gamepad ist die Qualität allgemein aber akzeptabel. Wenn ihr nicht durchgängig mit Freunden oder Mitspielern redet, ist das vollkommen ausreichend. Tastenanschläge hört ihr beim Sprechen übrigens nicht.

Bei allem Lob für den neuen Controller der PS5, müssen wir auch auf den sehr schwachen Akku hinweisen. Werden alle Funktionen des Gamepads wie in Astro's Playroom ausgeschöpft, müsst ihr nach drei Stunden zum Kabel greifen – kurze Anmerkung zwischendurch: Schließt ihr den DualSense über eine USB-Verlängerung an, könnt ihr diesen zwar verwenden, geladen wird er aber nicht. Auch beim Spielen von Spider-Man hielt das PS5-Pad nur dezent viel länger durch.

Per Kabel oder Bluetooth könnt ihr den PS5-Controller übrigens auch am PC nutzen. Das hat bisher ohne Probleme funktioniert.

Das Menü: Modern, aber verschachtelt

Das Menü der PS5 begrüßt euch mit einer komplett überarbeiteten Benutzeroberfläche. Besitzer einer PS3 werden vermutlich einige Parallelen zum XMB-Menü der 2007 erschienenen Sony-Konsole erkennen. Spiele und Medien-Apps wie YouTube, Twitch oder Netflix werden komplett voneinander getrennt – per Tippen auf die Schultertasten wechselt ihr hin und her.

Sehr hübsch: Hovert ihr über der Kachel eines Spiels, füllt sich der Hintergrund mit einem dazugehörigen Motiv und in den meisten Fällen erklingt auch ein ikonisches Musikstück des ausgewählten Spiels. Diese Funktion gibt es sogar für PS4-Spiele, die ihr zum Beispiel aus eurer Spielebibliothek heruntergeladen und installiert habt.

Minimalistisch, aber sehr hübsch: Das Menü der PlayStation 5.Minimalistisch, aber sehr hübsch: Das Menü der PlayStation 5.

Ein kurzer Druck auf das PS-Logo des Controllers öffnet das neue Control Center. Hier habt ihr zum Beispiel schnellen Zugriff auf den sogenannten Wechsler, der euch zwischen zuletzt gestarteten Spielen und geöffneten Apps hin- und herwechseln lässt. Auch alle Mitteilungen, eure Freundesliste, aktive Downloads oder das Profil können hier ausgewählt werden. Im ersten Schritt ist das Control Center gewöhnungsbedürftig. Schnell habt ihr euch aber daran gewöhnt und somit die wichtigsten Funktionen des Menüs immer mit wenigen Klicks parat.

Über dem Control Center schweben große Schaltflächen mit hübschen Bildern, die euch unterschiedliche Dinge zeigen können. Während eines laufenden Spiels könnt ihr so zu anderen Leveln springen oder anzeigen lassen, zu wie viel Prozent ihr die aktuelle Mission abgeschlossen habt. Trophäen-Jäger sehen den Fortschritt für ihre nächsten Trophies und auch kürzlich geknipste Screenshots tauchen hier auf. Die neue Funktion namens „Game Help“, die euch Tipps und Tricks per Video einblendet, ist ebenfalls über das Control Center erreichbar.

So modern und intuitiv das Menü auch ist, leider verhindern zu viele Klicks eine blitzschnelle Navigation. Ein Beispiel: Ihr seid am Zocken und plötzlich klingelt es an der Tür – das Essen ist da. Ihr wechselt auf die Twitch-App und schaut eurem liebsten Streamer zu. Nun seid ihr fertig und wollt direkt wieder ins Spiel einsteigen. Über das Control Center wird euch beim Wechsler das gestoppte Spiel angezeigt. Leider startet dieses nicht sofort, wenn ihr nun darauf klickt. Ein weiteres Fenster öffnet sich, wo ihr das Symbol erneut auswählen und wiederholt klicken müsst. Anschließend wählt ihr „Spiel starten“ und erst dann öffnet sich die Applikation. Ihr merkt schon, das Menü ist an dieser Stelle zu sehr verschachtelt.

So sieht das aus, wenn ihr das Control Center während des Spielens aufruft.So sieht das aus, wenn ihr das Control Center während des Spielens aufruft.

Bevorzugt ihr digitale Spiele, wird euch die Integration des PS Stores im Menü freuen. Ihr müsst den Shop also nicht mehr über eine Kachel auswählen und öffnen. Die Navigation durch die Angebote gelingt jetzt auch endlich viel schneller und ohne nervige Ladezeiten.

Leistung und Grafik der PS5

Für viele ist die Leistung der neuen Konsolen entscheidend für den Wechsel zur nächsten Generation. Technische Daten und Details zu den verbauten Teilen haben wir euch im verlinkten Guide aufgelistet. Hier im Test der PS5 möchten wir euch verraten, wie sich die neue Technik auf die Leistung des Gerätes auswirkt.

Schon beim ersten Durchstöbern des Menüs fällt auf, wie schnell die Konsole im Vergleich zum Vorgänger ist. Einstellungen laden nicht störend nach und die allgemeine Performance im Home-Bildschirm wurde optimiert. Die verbesserte Leistung wird auch bei der Nutzung verschiedener Apps deutlich. Ich nutze gerne die Twitch-App und nach dem Öffnen sind direkt alle Optionen verfügbar – Ladezeiten wurden auf ein Minimum reduziert.

Zwischensequenzen in Spider-Man: Miles Morales sehen fantastisch aus.Zwischensequenzen in Spider-Man: Miles Morales sehen fantastisch aus.

Das Konkurrenzprodukt von Microsoft, die Xbox Series X, besitzt die sogenannte „Quick Resume“-Funktion. Diese verspricht, bis zu zwölf Spiele gleichzeitig im Hintergrund laufen zu lassen, während ihr schnell zwischen ihnen hin- und herwechseln könnt. Und das Ganze natürlich ohne lange Ladezeiten. Viele fragen sich nun, ob es eine ähnliche Funktion für Sonys PlayStation 5 gibt. Kurz und knapp: leider nein. Zwar könnt ihr über den Wechsler im Control Center zuletzt verwendete Spiele und Apps direkt starten, ihr landet dann aber im Hauptmenü und nicht genau dort, wo ihr die Sitzung beendet habt. Aufgrund der sehr kurzen Ladezeiten ist das allerdings kein großes Problem. Vermutlich wird es auch nicht oft vorkommen, dass ihr ständig zwischen mehreren Spielen wechselt.

Apropos Ladezeiten: Die erhöhte Leistung und die verbaute SSD machen sich vor allem beim Spielen bemerkbar. In Spider-Man: Miles Morales dauert es genau 17 Sekunden, bis ihr vom Start der Anwendung über das Hauptmenü erste Netze in Manhattan spinnen könnt. Ja, ihr habt richtig gelesen: Es dauert nur 17 Sekunden, bis ihr loslegen könnt und das ist schnell – sehr schnell. Vor allem im Vergleich zur vorigen Konsolengeneration. Nutzt ihr beispielsweise die Schnellreise, bekommt ihr nun gar keinen Ladebildschirm mehr zu sehen.

Auch die erhöhte Grafikpower ist nicht zu übersehen. Astro's Playroom strotzt vor Detailverliebtheit, Spider-Man könnte man im Zwischensequenzen mit einem Hollywood-Film verwechseln. Ein richtiger „Wow“-Effekt mit herabstürzendem Kiefer will sich dennoch nicht so wirklich etablieren. Aber war das jemals anders zum Start einer neuen Konsolengeneration?

Spielwelten wirken lebendiger und es gibt viel mehr Details zu entdecken.Spielwelten wirken lebendiger und es gibt viel mehr Details zu entdecken.

Den größten Unterschied machen schönere Texturen und eine verbesserte Beleuchtung aus. Gesichter sehen nicht mehr so sehr plastisch aus und wirken schlichtweg realitätsnäher. Die Brille von Miles bestem Freund Ganke beispielsweise spiegelt Lichtquellen auf natürliche Weise. Und endlich wirken auch Haare nicht mehr wie geschmolzenes Kerzenwachs auf dem Schädel.

Auf den Straßen von Manhattan ist deutlich mehr los. Viele NPCs, von denen endlich nicht jeder zweite wie ein Klon des anderen aussieht, tummeln sich auf den Straßen und sorgen so für eine lebendige Spielwelt. In den Grafikeinstellungen könnt ihr jederzeit zwischen „Bildqualität“ und „Leistung“ wechseln. Im Prinzip bedeutet das Folgendes:

  • Bildqualität (Standard): Modus mit 30 FPS (Bilder pro Sekunde). Volle Unterstützung für aufwendige Grafik-Effekte wie Raytracing, verbesserte Beleuchtung und andere Funktionen. Die Technik erlaubt die höchste 4K-Auflösung.

  • Leistung: Modus mit 60 FPS. Dafür fehlen die oben genannten Grafik-Effekte. Die Technik erlaubt eine niedrige 4K-Auflösung.

Wie ihr das schon aus vergangenen Konsolengenerationen kennt, dürften die Entwickler das volle Potenzial der PS5 erst nach einigen Jahren ausschöpfen können. Spätestens dann ist eine 4K-Auflösung mit flüssigen 60 FPS hoffentlich geschätzter Standard.

Spiele zum Launch und die Abwärtskompatibilität

Eine neue und leistungsstarke Konsole ohne Spiele ist wie ein Auto ohne Benzin oder ein Leben im Lockdown – weder nützlich, noch schön. Darum hat sich Sony etwas ganz Besonderes ausgedacht und zwar die „PS Plus“-Sammlung. Habt ihr den Online-Service abonniert, erhaltet ihr Zugriff auf viele Klassiker wie God of War, Days Gone, Bloodborne oder The Last Guardian. Dank der Abwärtskompatibilität zu den meisten PS4-Spielen, könnt ihr diese kostenlos – der fällige Betrag für PS Plus natürlich ausgenommen – herunterladen und auf der PS5 spielen. Das ist ein netter Start, falls ihr einige dieser Top-Spiele verpasst habt.

Wären da nicht „Third Party“-Spiele wie Assassin's Creed: Valhalla, Call of Duty: Black Ops - Cold War oder Dirt 5, würde es zur Veröffentlichung der PS5 etwas mager aussehen. Astro's Playroom und Demon's Souls sind die einzigen Spiele im Launch-Zeitraum, die ausschließlich auf der „Next Gen“-Konsole spielbar sind. Alle anderen (unter anderem Spider-Man oder Sackboy: A Big Adventure) erscheinen auch für die PS4.

Bewertung von Marco Tito Aronica

Jetzt ist sie da, die neue Konsolengeneration. Wieder einmal macht sich große Vorfreude auf die tollen Spiele in der Zukunft breit, doch einige Kleinigkeiten trüben das Gesamtbild wie so oft beim Start einer neuen Ära.

Für mich ist der DualSense-Controller das Highlight der PS5, gleichzeitig aber auch dessen größte Schwäche – zumindest im ersten Testdurchlauf. Sony hat es nicht nur geschafft, ein Gamepad mit sinnvollen und gut umgesetzten Funktionen zu entwickeln, sondern es auch qualitativ zu verbessern und so mit der Konkurrenz aufzuschließen. Nach drei bis vier Spielstunden aber schon ein Ladekabel anschließen zu müssen, ist alles andere als zukunftsweisend.

Außerdem fehlen mir immer noch zwei Tasten an der Rückseite des Controllers – da ist definitiv genügend Platz vorhanden. Den Finger beim Springen während des Zielens immer wieder vom Stick entfernen zu müssen, fühlt sich für mich zu sehr nach 2013 an.

Die Grafikleistung einer neuen Konsole anhand zweier Launch-Spiele zu beurteilen ist schlichtweg unmöglich. Dennoch wäre ein Standard von 4K und 60 FPS für die Zukunft wünschenswert. Beeindruckt war ich besonders von der Schnelligkeit der PS5. Ladezeiten in Spielen und Apps werden auf ein Minimum reduziert und endlich verschwende ich keine Zeit mehr in Menüs, die Anwendungen gefühlt unendlich lange laden.

Etwas, das mir negativ aufgefallen ist, vermutlich aber nicht viele von euch stören dürfte, ist die Verpackung der Konsole. Für ein derart teures Produkt, hätte ich mir eine Verpackung gewünscht, die etwas hochwertiger und mit mehr Liebe zum Detail zusammengestellt ist. Für diejenigen unter euch, die das Auspacken eines neuen Gerätes ebenfalls mit Freude zelebrieren, wird das eventuell ein kleiner Euphoriedämpfer sein.

Das Launch-Line-up ist in Ordnung, könnte aber umfangreicher sein. Ich freue mich sehr auf Demon's Souls, aber auch das ist leider "nur" ein Remake. Wenn ihr eine PS4 besitzt, verpasst ihr zur Weihnachtszeit kaum einen potenziellen Hit. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die Zukunft mit der Power der PlayStation 5.

spieletipps meint: Die starke Leistung der PS5 wird erst in Zukunft für eine Revolution sorgen. Dafür verbessert sich Sony qualitativ schon jetzt in allen Bereichen.

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