Story of Seasons: Pioneers of Olive Town

Test Story of Seasons: Willkommen in Olivingen

von Franziska Behner (Dienstag, 23.03.2021 - 09:00 Uhr)

Ob ihr nun Oliven mögt, oder nicht: Olivingen erwartet euch! Nehmt das Leben als Farmer auf und genießt den herrlich entspannten Farming-Loop in Story of Seasons: Pioneers of Olive Town. Erfahrt in unserem Test, ob der Alltag mit Alpaka und Co. entspannend oder einschläfernd ist.

Das Ziel in Story of Seasons: Die heruntergekommene Farm zum Erblühen bringen.
Das Ziel in Story of Seasons: Die heruntergekommene Farm zum Erblühen bringen.

Überblick zu Story of Seasons: Pioneers of Olive Town
• Spielzeit: so viel ihr wollt - es gibt keine Grenze
• Multiplayer: nein
• Switch-Online-Funktionen: ja
• Speicherdaten-Cloud: kompatibel
• amiibo-Support: nein

Es ist die altbekannte Geschichte der Farming-Spiele: Ihr kommt als Jungspund in ein Dorf und sollt dort die Farm eures Großvaters übernehmen. So weit, so bekannt. In Olivingen werdet ihr dazu herzlich vom putzigen Bürgermeister begrüßt, der euch gefühlt der halben Stadt vorstellt. Erstmal: Willkommen in Story of Seasons: Pioneers of Olive Town

Nicht nur, dass ihr euch um die alte Farm und das umliegende Land kümmern sollt: Olivingens Bürgermeister hegt große Hoffnung, dass ihr den Tourismus in der Stadt mit frischen Ideen weiter ankurbeln werdet. Das war’s auch schon so ziemlich mit der Geschichte des Spiels - auf ins Feld!

Beackern, säen, gießen, ernten - repeat

Viel wichtiger als die Story ist hier so oder so das Gameplay. In typischer Farming-Manier schnappt ihr euch innerhalb kürzester Zeit Hammer, Harke und Co., um das Feld vor eurem Haus zu beackern. Die Arbeit auf der Farm unterscheidet sich nur wenig von anderen Spielen des Genres. Ihr sät, erntet, verkauft eure Waren, verarbeitet die Rohstoffe in speziellen Maschinen zu höherpreisigen Endprodukten und kocht leckere Gerichte.

So entspannend kann das Landleben sein:

Maschinen, die aus Milch Käse machen und andere Bauernprodukte herstellen, müssen aus gesammelten Ressourcen eigens gebaut werden. Wenn sie bloß nicht alle so viel Platz wegnehmen würden! Um sicherzustellen, dass Spieler jederzeit an den Maschinen vorbeigehen können, benötigt jedes einzelne Teil Unmengen an Platz.

Wer schon einmal ein Farming-Spiel in der Hand hatte, wird mit diesem Ernte-Loop gut zurechtkommen. Die Steuerung ist vor allem bei der Feldarbeit ein wenig ungenau. Es kam immer mal wieder vor, dass unser Charakter das falsche Stück Land beackert oder versehentlich die Wiese gegossen hat.

Zumindest, wenn man herausgefunden hat, wo sich Gießkanne und Co. verstecken. Das UI in diesem Story of Seasons ist ein wenig unübersichtlich, denn die Werkzeuge liegen in einer versteckten Werkzeugtasche im Menü. Toll, dass sie das Inventar nicht dauerhaft vollstopfen, aber ein kleiner Hinweis dazu wäre durchaus hilfreich gewesen.

Zwischen Muh und Mäh
Zwischen Muh und Mäh

Ressourcen finden leicht gemacht

Was wäre eine Faming-Simulation ohne Minenarbeit? Um eure Werkzeuge aufzuwerten und Olivingen zu einer Touristenattraktion zu machen, benötigt ihr jede Menge Metalle, Edelsteine und weitere Materialien. Das lässt sich alles in der Mine finden, die ihr in typischer Genre-Manier bearbeitet. Ihr schlagt Steine kaputt, sammelt Rohstoffe ein und begebt euch zurück in euer Bett, bevor die Ausdaueranzeige leer ist.

Eine Neuerung in diesem "Story of Seasons"-Ableger sind die Pfützen, die sich nach einem Regenschauer überall auf eurer Farm bilden. Schöpft sie leer, um wertvollen Lehm oder sogar Schatzkisten mit wertvollen Items zu finden.

Neben Haustieren könnt ihr zudem jede Menge Nutztuere halten, die sich immer über eine Streicheleinheit freuen. Story of Seasons: Pioneers of Olive Town geht hier sogar noch einen Schritt weiter als andere Genre-Vertreter und bringt ungewöhnliche Rassen auf die Farm. Von Biene bis Büffel will scheinbar jeder bei euch wohnen.

Story of Seasons: Pioneers of Olive Town

Story of Seasons: Pioneers of Olive Town

Farmer (m/w) sucht Frau oder Mann!

Versüßt euch die Zeit bis zur nächsten Ernte doch in der Innenstadt mit ihren vielen Bewohnern! Bestimmt ist jemand dabei, mit dem ihr euch gut über eure Interessen unterhalten könnt!

Zugegeben: Vor, während und nach eines Festtags (Zum Beispiel Wettrennen, Eisskulpturen-Zeit, Eiersuche) reden die Bewohner immer nur über ein Thema und haben eher langweilige Geschichten auf Lager. Aufgrund fehlender Charakter-Portraits sind die Gespräche Tristesse in Vollendung.

Sollte euch während des nächsten Stadtbummels der oder die Auserwählte begegnen, müsst ihr euch anstrengen und Eigeninitiative zeigen. Nur, wenn ihr euren Schatz umgarnt und mit Geschenken überhäuft, läuten schon bald die Hochzeitsglocken - auch für gleichgeschlechtliche Paare. Alternativ könnt ihr euch bis zu vier Haustiere anschaffen, die miteinander spielen und sich immer über einen Besuch (und Leckerlis) freuen.

Sogar Nachwuchs ist möglich!
Sogar Nachwuchs ist möglich!

In der Stadt könnt ihr sonst den üblichen Aktivitäten nachgehen: Am Steg lässt sich die Angel entspannt auswerfen, das Museum freut sich immer über Spenden und die verschiedenen Shops laden zum Bummeln ein. Leider werdet ihr dabei ständig mit Ladebildschirmen belästigt, die laut einer aktuellen Pressemeldung immerhin zum Release mit einem Patch verkürzt werden sollen.

Optimiertes Landleben

In Story of Seasons: Pioneers of Olive Town wächst eure Farm immer weiter. Im Laufe der Geschichte schaltet ihr neue Möglichkeiten frei, die gefundenen und angebauten Ressourcen zu Endprodukten zu verarbeiten. Sie werden nicht nur für den Story-Fortschritt gebraucht, sondern auch als Material zum Erschließen neuer Areale.

Nach und nach wächst euer Gebiet mächtig an. Indem ihr euch gut um die Tiere kümmert und sie sogar verpaart, bekommt ihr höherwertige Ressourcen, die zu besseren Endprodukten führen. Und das bringt mehr Geld, das ihr dringend für neue Samen, Dekogegenstände und 1.000 weitere Dinge benötigt. Ein Loop, der immer wieder funktioniert.

Damit ihr euch schneller durch die Welt und eure XL-Farm bewegen könnt, schaltet ihr irgendwann ein Pferd und sogar euer Moped frei. Brumm, Brumm!

Ein Ausritt am Strand ist entspannend..!
Ein Ausritt am Strand ist entspannend..!

Nach kurzer Zeit zieht außerdem ein putziger Gnom in euren Vorgarten, der euch auf Wunsch in sein Heimatdorf mitnimmt. Dort wohnen noch mehr von seiner Art, mit denen ihr euch anfreunden könnt. Sie schenken euch Ressourcen und fungieren als zusätzlicher Shop. Bei euren Erkundungen auf der Farm und in Minen kann es zudem passieren, dass ihr auf versteckte Gnome trefft.

Habt ihr einen der Gnome gefunden, nimmt er euch mit in ein zauberhaftes Areal und spielt mit euch ein Mini-Spiel. Meist nicht besonders anspruchsvoll, lockern diese Aktivitäten den Farmalltag dennoch auf.

Bewertung von Franziska Behner

Ich komme einfach nicht umhin, Story of Seasons: Pioneers of Olive Town immer wieder zu spielen. Vor dem Schlafengehen noch zwei, drei Tage auf dem Feld ackern und schon ist die Welt in Ordnung.

Für mich macht Story of Seasons eigentlich alles richtig. Ich will die Switch meist gar nicht aus der Hand legen, obwohl sich mein Pile of Shame immer weiter erhöht. Aber hey, ich bin Tierlieb und mein Perlhuhn braucht mich!

Zugegeben: Diese ständigen Ladezeiten sind nervenzehrend. Ich hätte zwei, drei Ideen für die Entwickler, wie sie das zukünftig vermeiden könnten. Für euch da draußen wird das aber vermutlich ein bisschen erträglicher, denn die Entwickler haben bereits einen Patch angekündigt, der genau dieses Problem verbessern soll.

83

spieletipps meint: Ein wunderbar funktionierender Farming-Loop, in dem ich lieber mein Alpaka, als einen Menschen geheiratet hätte.

Jetzt eigene Meinung abgeben

  1. Startseite
  2. Artikel
  3. Test
  4. Test Story of Seasons: Willkommen in Olivingen
SoS: Pioneers of Olive Town (Übersicht)
Impressum & Kontakt Team & Jobs Datenschutz CO2 neutrale Website