Battlefield 2042

Vorschau Battlefield 2042: Die Zukunft heißt Multiplayer

von Thomas Stuchlik (Mittwoch, 09.06.2021 - 17:10 Uhr)

Schon vorab gab es Leaks mit unscharfen Bildern und einen mysteriösen Trailer, doch nun herrscht Klarheit: Electronic Arts hat offiziell das brandneue Battlefield 2042 und damit den sechsten Teil der Kriegsreihe angekündigt. Das ferne Zukunftsszenario bietet diesmal riesige Online-Schlachten mit 128 Spielern und die größten Maps der Seriengeschichte. Hier kommt unser erster Eindruck.

Kaum überraschend: Das moderne Battlefield 2042 spielt im Jahr 2042.
Kaum überraschend: Das moderne Battlefield 2042 spielt im Jahr 2042.

Battlefield 2042: Solo-Spieler unerwünscht

Das neue Battlefield 2042 soll laut Entwickler der größte Serienteil werden - sei es gemessen an der Spielerzahl oder an der Größe der Maps. Die Entwickler vom Studio DICE in Stockholm setzen dabei klare Priorität auf Mehrspieler- und Online-Gefechte. Überraschend fehlt jedoch eine Kampagne für Einzelspieler. Diese wird offensichtlich als zu unwichtig abgestempelt. Einzelspieler dürfen dank zuschaltbaren KI-Gegnern dennoch solo an großen Schlachten teilnehmen.

Die Story versetzt euch (wie der Titel verrät) in die nicht mehr ganz so ferne Zukunft. 2042 ist ein Jahr voller Krisen, die Welt ist gebeutelt von Umweltkatastrophen. Viele Nationen sind zusammengebrochen. Für Ordnung sorgen die "No-Pats" - unabhängige Soldaten ohne Nationalität. Eine nicht neue Idee, die vielleicht auch von Metal Gear Solid - Peace Walker oder Metal Gear Solid 4 inspiriert wurde.

Die erstaunlich plastische Grafik basiert auf der neuesten Version der Frostbite-Engine von Entwickler DICE.
Die erstaunlich plastische Grafik basiert auf der neuesten Version der Frostbite-Engine von Entwickler DICE.

Gigantische Feldzüge

Das futuristische Szenario weckt bei Shooter-Kennern vielleicht unliebsame Erinnerungen an Call of Duty - Infinite Warfare. Doch die gebotene Action wirkt weitaus bodenständiger, wie der erste Reveal-Trailer beweist. Hier dringen Soldaten per Helikopterattacke in eine Sendestation auf einer schroffen Bergkette ein. Die weitläufige Landschaft dahinter lässt bereits erahnen, wie groß die Map sein könnte.

Schaut euch hier den Reveal-Trailer zu Battlefield 2042 an:

Battlefield 2042 Official Reveal-Trailer

Es bricht die Hölle los: In der Stadtkulisse im Tal finden Panzergefechte statt. Soldaten positionieren sich, Spezialisten schweben mittels Wingsuit herab. Die Macher sprechen vollmundig von All-Out Warfare - also der massiven Kriegsführung. Dennoch scheint sich Battlefield selbst treu zu bleiben. Waffen, Ausrüstung und Vehikel wirken realistisch, dennoch geht es gewohnt actionorientiert und taktisch zu.

Groß, größer, am größten

Der eigentliche Star von Battlefield sind die großen Online-Maps. EA enthüllte bereits kleinere Lokalitäten wie eine Wolkenkratzer-Kulisse mit Wasserkanälen in Südkorea oder einen Containerhafen mit langen Korridoren in Singapur. Ebenso kämpft ihr ihr auf mittelgroßen Maps wie am subtropischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana oder das im Sand untergegangene Katar. So richtig beeindrucken können jedoch die größten Gebiete.

Die koreanische Map "Kaleidoscope" bietet gleichermaßen Straßenkämpfe und Gefechte auf den Dächern von Wolkenkratzern.
Die koreanische Map "Kaleidoscope" bietet gleichermaßen Straßenkämpfe und Gefechte auf den Dächern von Wolkenkratzern.

In Ägypten erwartet euch mit "Borderline" eine geografisch zweigeteilte Karte mit einer Wüste samt Solaranlage auf der einen und begrünten Landwirtschaftsflächen auf der anderen Seite. Bei "Irreversible" in der Antarktis gibt es mit 5,9 Quadratkilometer die bisher größte Battlefield-Karte aller Zeiten. Entsprechend nehmen online bis zu 128 Spieler an den Schlachten teil, doppelt so viel wie noch im Vorgänger. Zumindest auf PC, PS5 und Xbox Series X/S. Auf PS4 und Xbox One sind "nur" 64 Soldaten zugegen. Der Spielablauf soll sich jedoch gleichen.

Das Blatt wendet sich

Damit die großen Gefechte nicht in völligem Chaos enden, unterteilen sich die Maps in Sektoren. Bei bereits bekannten Spielmodi wie "Conquest" und "Breakthrough" kämpft ihr so um bestimmte Positionen und die Erfüllung von Aufgaben ("Objectives"). Nach und nach erobert ihr aufgabenbasiert die einzelnen Sektoren.

Dennoch läuft nicht immer alles nach Plan. Denn auf den Karten kommt es zu folgenreichen, zufälligen Ereignissen. Einerseits gibt es Naturgewalten wie Sandstürme (die die Sicht einschränken) oder Tornados, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen (geht besser in Deckung). Andererseits gibt es auch Raketenstarts, die gelingen oder auch nicht gelingen können. Mit entsprechenden Folgen für die Online-Teams.

10 Klassen, freie Waffenwahl

In Battlefield 2042 erwarten euch zehn altgewohnte Soldatenklassen. Beispielsweise "Assault" für den Fronteinsatz samt Greifhaken als Ausrüstung. Der "Support" liefert erste Hilfe und kann gleichzeitig Heilen und mit der Pistole schießen. Der "Engineer" kümmert sich um die Verteidigung und die Geschütztürme. Der "Recon" besitzt eine Drohne zum Auskundschaften und einen Bewegungssensor.

Die zehn Spielerklassen besitzen spezifische Ausrüstung wie Greifhaken oder Drohne. Dennoch bleibt die Waffenwahl frei.
Die zehn Spielerklassen besitzen spezifische Ausrüstung wie Greifhaken oder Drohne. Dennoch bleibt die Waffenwahl frei.

Jede Klasse besitzt ein spezielles Item, das nur sie einsetzen kann. Aber: Waffen und Loadout sind frei wählbar und für jede Klasse verfügbar. Zudem könnt ihr die aktuelle Knarre jederzeit modifizieren - auch während der Schlacht. Per einblendbaren Ringmenü montiert ihr schnell ein neues Zielvisier, Schaft oder Lauf. So passt ihr euch an jede Situation an (offenes Gelände, Häuserkampf, geschlossene Räume).

Ebenso nehmt ihr Platz in verschiedenen Vehikeln, schließlich wollt ihr die großen Maps nicht unbedingt zu Fuß durchqueren. Als Fahrer oder Bordschütze steigt ihr in Transporter, Panzer, Quads, Amphibienfahrzeuge oder Hubschrauber. Zudem könnt ihr jederzeit Fahrzeuge anfordern, die per Fallschirm abgesetzt werden. Und ja, unvorsichtige Gegner könnten damit sogar erschlagen werden.

Bewertung von Thomas Stuchlik

Battlefield 2042 ist genau das, worauf kompetitive Spieler gewartet haben. Groß angelegte Maps mit vielen Aufgaben und der Fokus auf Sandbox versprechen ausladende Online-Schlachten. Die zufälligen Events sorgen zudem für die entscheidende Wende im 128-Spieler-Getümmel. Doch noch wurde nicht alles enthüllt: Neben dem groß angelegten "All-Out Warfare" wird es mit "Hazard Zone" auch Gefechte in kleinerem Rahmen geben. Vielleicht ähnlich zu Call of Duty?

Zudem kommt ein dritter, noch geheimer Spielmodus, den der Hersteller jedoch erst auf der EA Play Live am 22. Juli 2021 enthüllen will. Hier stehen die Chancen hoch, dass es sich dabei um den heiß gehandelten Battle-Royale-Modus handelt. Vielleicht sogar als Gratisdreingabe auf Free-To-Play-Basis? Nicht zuletzt wird wiederum ein viergeteilter, kostenpflichtiger "Battle Pass" mit neuen Inhalten an den Start gehen. Dennoch gibt es einen kleinen Wermutstropfen: die fehlende Solo-Kampagne. Das wird Serienfans jedoch nicht abschrecken, denn die Online-Action wird brachial werden!

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