Monster Hunter Stories 2

Vorschau Monster Hunter Stories 2: Das Monster Hunter, auf das Pokémon-Fans gewartet haben

von Franziska Behner (Mittwoch, 23.06.2021 - 09:00 Uhr)

Vergesst (fast) alles, was ihr von Monster Hunter World: Iceborne und Co. wisst, denn Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin ist etwas ganz anderes. Es verbindet die verniedlichten Designs der "Monster Hunter"-Kreaturen mit dem Sammelwahn von Pokémon, dem Ausbrüten von Eiern in einem Digimonspiel und ein paar Zelda-Vibes. Sprich: euer Protagonist ist stumm. Ob das zusammen funktioniert, haben wir für euch herausgefunden.

Reitet Monster und besiegt eure Feinde!
Reitet Monster und besiegt eure Feinde!

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin ist kein typisches Monster Hunter, obwohl die titelgebenden Monster durchaus vorkommen und ihr sie bekämpfen müsst. Der Look, das Gameplay und eure Ziele sind allerdings ganz anders. Hier seid ihr keine Jäger, sondern so genannte Rider. Ihr arbeitet mit gefangenen Monstern zusammen, die zu eurem Reittier (aka Monstie) und Kampfkumpel werden. Besiegte Monster gesellen sich allerdings nicht an eure Seite, Monstie-Freunde müsst ihr woanders finden. Klingt schräg? Ist es auch.

Monsties finden und Eier ausbrüten

Rider können in dieser Welt eine Bindung mit Monsties eingehen, die (meist) frisch aus einem Ei geschlüpft sind. Um ein solches Ei zu finden, durchstreift ihr die menschenleere Umgebung außerhalb eurer Basis, bis ihr auf einer der zahlreichen Höhlen stoßt. Sie sehen nicht nur von außen aus wie kopiert und eingefügt: Auch das Nest am Ende ist kaum vom vorherigen zu unterscheiden. Ihr findet sogar die dort platzierten Items an genau der gleichen Stelle! In der Mitte befindet sich immer ein Nest mit Eiern, die es zu stehlen gilt.

Und können wir an dieser Stelle bitte kurz festhalten, wie abgrundtief blöd das Wort “Monsties” ist?! Dadurch kann man weder die Geschichte, noch das Gameplay wirklich ernst nehmen. Dadurch wirkt jeder Satz so, als sei er für Kleinkinder gemacht. Hätte wirklich nicht sein müssen.

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin [Nintendo Switch]

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin [Nintendo Switch]

Euer humoristischer Felyne-Begleiter bewertet euer gefundenes Ei aufgrund seines Geruchs und des Gewichts. Stinkende Eier sind besser als Geruchslose und je schwerer, desto besser. Gefällt euch das Ei nicht, könnt ihr es zurücklegen und ein neues nehmen - so lange, bis euch eins gefällt oder alle anderen Eier plötzlich verschwinden. Da sich darin ein Monster befindet, steckt ihr es natürlich nicht in euer Inventar, ihr watschelt aus der Höhle hinaus und packt es erst dann in den Eierkarton (kein Witz), in eurer Tasche. Warum das nicht vorher schon geht? Keine Ahnung.

Gefällt euch das Ei? Dann nichts wie raus hier!
Gefällt euch das Ei? Dann nichts wie raus hier!

Uns ist völlig klar, dass das nun alles eher negativ klang. Die Umsetzung dieser Sammelmechanik ist auch wirklich eintönig und könnte in allen Punkten mehr Variation vertragen. Und trotzdem hat es funktioniert. Der Loop hat uns völlig in den Bann gezogen und es war einfach unmöglich, an den gefühlt einhundert gleich aussehenden Höhlen vorbeizugehen.

Stein, Schere oder Papier?

Im Camp gebt ihr eure gefunden Eier ab und brütet sie auf Knopfdruck aus - einzeln! Das kann bei zehn Eiern schon mal eine Weile dauern. Monsties mit ungenügenden Werten lasst ihr einfach wieder frei, der Rest darf in euer Team kommen. Sie sind eure wichtigsten Kampfgefährten, vergleichbar mit gezüchteten Pokémon.

In Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin bestreitet ihr die Kämpfe gemeinsam mit euren Monsties. Im Grunde funktioniert das Kampfsystem nach dem "Stein-Schere-Papier"-Prinzip. Euer Gegner setzt Angriffe eines bestimmten Typs ein und ihr solltet das passende Gegenstück auswählen. Setzt euer Monstie den gleichen Angriffstyp ein, wird eure Verbindung gestärkt und ihr entfesselt einen größeren Angriff.

Visiert euch der Gegner an, wird es brenzlig - jetzt müsst ihr den richtigen Move auswählen.
Visiert euch der Gegner an, wird es brenzlig - jetzt müsst ihr den richtigen Move auswählen.

Zudem ist es möglich, euch auf euer Monstie zu schwingen ("Ride on!") und nun als richtiger Rider anzugreifen. Das hat den Vorteil, dass ihr euch nun HP teilt und selbst bei einem harten Schlag als Rider nicht sterbt, sondern lediglich von eurem Monstie fallt. Da die Kämpfe zumindest in unserer Preview-Session sehr einfach waren und das Prinzip schnell durchschaut ist, machten uns die kurzen Kämpfe Spaß - größere Gegner wurden aber schnell zur Fließband-Knöpfchendrückerei. Hier ist allerdings zu erwarten, dass die Kämpfe im Laufe der Geschichte anspruchsvoller werden.

Die Story von Monster Hunter Storys 2

Vermutlich ist es recht ungewöhnlich, dass wir direkt mit dem Gameplay in diesen Artikel eingestiegen sind und euch eigentlich noch gar nichts zur Geschichte verraten haben. Denn obwohl die Story sicherlich ein tragendes Element darstellt, empfinden wir das Anfangsgeplänkel aus dieser Preview-Session als eher weniger wichtig, sodass wir uns hier lieber auf das Gameplay konzentriert haben. Bestimmt habt ihr in den zahlreichen Trailern schon mehr gesehen, als wir hier offiziell über die Geschichte erzählen dürfen.

Schaut euch hier den neuesten Trailer zu Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin an:

Im Grunde geht es darum, dass ihr euch in der Rider-Ausbildung befindet, schnell aufsteigt (Wortwitz!) und euch um das große Mysterium der fliehenden Rathalos kümmert. Den Trailern zufolge wird die Geschichte schnell Fahrt aufnehmen und einige Gefahren und Geheimnisse offenbaren - unsere Preview-Session lief allerdings noch ein wenig schleppend. Lediglich am Ende wurde es so langsam spannend, als neue Charaktere und ein ganz besonderes Monsterei auftauchten!

Bewertung von Franziska Behner

Der Loop von Monster Hunter Stories 2 funktioniert einfach gut. Möglicherweise bin ich auch einfach anfällig dafür, denn wirklich ausgeklügelt ist das ganze System nun wirklich nicht. Da stellt sich mir allerdings direkt die Frage: Muss es das überhaupt?

Neben all der Tristesse in den Nestern und außerhalb der Städte, hat es mich wie magisch in jeden einzelnen Monsterbau gezogen. In meinem Kopf zuckte jedesmal ein Nerv, wenn ich auch nur versuchte, mehr als eine Höhle zu ignorieren. Schließlich könnte genau dort ein miefendes Ei liegen, das ein Monstie mit besonders guten Werten hervorbringt. Was ist, wenn ich diese Chance verpasse?!

Monster Hunter Stories 2 spricht einfach die Sammelleidenschaft im tiefsten Inneren der Spieler an. Das funktioniert so gut, dass ich dabei sogar gerne den Weg durch die langweilige Höhle bis in das Nest in Kauf nehme. Obwohl die Städte mit NPCs gefüllt sind, ist die Welt rundherum recht leer und langweilig. Dafür sehen die Charaktere wirklich putzig aus und die Monster sind fantastisch in die verniedlichte "Monster Hunter"-Welt integriert. Dazu kommen deutsche Untertitel und eine super englische Vertonung - heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit!

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