Battlefield 2042

Vorschau Battlefield 2042: Baut eigene Abenteuer im neuen Community-Modus

von Thomas Stuchlik (Donnerstag, 22.07.2021 - 20:00 Uhr)

Battlefield Portal nennt sich der neu enthüllte Spiel-Modus, mit dem die Battlefield-Community ihre eigenen Spielerlebnisse kreieren darf. 1942 versus 2042? Kein Problem. Sniper versus Nahkampfmesser? Klaro! Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt.

In Battlefield 2042 bastelt ihr eure eigenen Kriegsszenarien.
In Battlefield 2042 bastelt ihr eure eigenen Kriegsszenarien.

Das neue Battlefield-Portal

Stück für Stück kündigt Electronic Arts neue Details zum kommenden Battlefield 2042 an, das am 22. Oktober 2021 erscheint. Auf der jüngsten EA-Play-Veranstaltung enthüllten die Macher von DICE jedoch keinen Battle-Royale-Modus (was viele erwarteten), sondern einen starken Editor für individuelle Multiplayer-Matches: Battlefield Portal. Dieser fungiert als eine Art Spielplatz für die Community, die hier eigene Events und Spielmodi entwickeln darf.

Das von Entwickler Ripple Effect stammende Editor-System Battlefield Builder funktioniert webbasiert im Browser, wo ihr alle nötigen Einstellungen vornehmt. Dabei könnt ihr eigene Online-Modi erstellen von großen Conquests mit 128 Spielern über Rush und Team Death Match bis zu kleinen Partien mit wenigen Teilnehmern.

Das Battlefield Portal bietet anpassbare Online-Matches mit alter und neuer Kriegsführung.
Das Battlefield Portal bietet anpassbare Online-Matches mit alter und neuer Kriegsführung.

Ihr wählt auch die verfügbaren Fraktionen, serienbekannte Spielerklassen und Ausrüstung. Ebenso ist die Einschränkung auf nur eine Waffe möglich. Beispielsweise den ausschließlichen Einsatz von Schrotflinte oder Raketenwerfer. So könnt ihr auch verrückte Turniere wie Sniper gegen Nahkampfmesser erstellen.

Alt trifft Neu

Bei Battlefield Portal kommen nicht nur Inhalte aus dem neuen 2042er Teil zum Einsatz, sondern auch aus drei klassischen Serienteilen von Battlefield 1942 über Bad Company 2 bis Battlefield 3. Ihr könnt beliebig die Inhalte mischen und sogar WW2-Soldaten gegen Hightech-Einsatzkräfte antreten lassen. Für Chancengleichheit passt ihr die zahlenmäßige Teamverteilung an. Asymmetrische Partien mit beispielsweise 8 versus 120 Spielern mit passend verteilter Ausrüstung und einstellbarer Respawn-Zeit sollten für irre Spielabläufe sorgen.

Ebenso schränkt ihr den Einsatz von Vehikeln ein oder schreibt vor, dass nur Panzer, Spitfire oder Kampfhubschrauber zum Einsatz kommen. Nicht zuletzt gibt es Optionen für jede Soldatenklasse für die Projektilgeschwindigkeit, Friendly Fire, den Schadensmultiplikator und vieles mehr. Auch die Bildschirmanzeigen wie Kompass und Minikarte sind abschaltbar.

Schlachtfeld selbstprogrammiert

Mit dem onlinebasierten Builder-Tool könnt ihr jedoch noch mehr kreieren. Mit einem Logik-Editor dürft ihr auf visueller Basis scripten. Mittels Programm-Bausteinen kombiniert ihr per Mausklick Spielaktionen und Mechaniken. Auf diese Weise programmiert ihr alle möglichen Spielparameter wie Gesundheit oder Schaden. Beispielsweise dass es für Kills einen einstellbaren Health-Boost oder ein Waffen-Upgrade gibt.

Mittels Visual Scripting erstellt ihr eure eigenen Spielregeln auf dem Schlachtfeld.
Mittels Visual Scripting erstellt ihr eure eigenen Spielregeln auf dem Schlachtfeld.

So erstellt ihr euer eigenes Online-Schlachfeld mit genau definierten Abschusszahlen, Restriktionen und sogar Nachrichten, die bei entsprechenden Ereignissen eingeblendet werden. Obendrein ist der Einsatz von KI-Spielern vorgesehen. Diese dienen einerseits dazu, fehlende Online-Teilnehmer zu ersetzen. Andererseits könnt ihr so auch einen PvE-Modus ausarbeiten. So ist es sogar möglich, einen Feldzug für nur einen Spieler zu generieren, der mit der oder gegen die KI kämpft.

Neue und alte Karten

Interessant ist das Aufgebot der Online-Maps, auf denen ihr mit dem Battlefield Portal herumspielen dürft. Zum Start von Battlefield 2042 gibt es die sieben riesigen Karten des "All-Out Warfare" mit bis zu 128 Spielern (auf PS4 und Xbox One sind es jedoch nur 64 Spieler). Dazu gesellen sich sechs Areale aus vorigen Serienteilen:

  • Kaspische Grenze (Battlefield 3)
  • Noshar-Kanäle (Battlefield 3)
  • Ardennenoffensive (Battlefield 1942)
  • El-Alamein (Battlefield 1942)
  • Arica Harbor (Battlefield Bad Company 2)
  • Valparaiso (Battlefield Bad Company 2)

Die Maps wurden natürlich standesgemäß auf den neuesten Stand gebracht. Gleichzeitig gibt es auch die klassischen Klassen der entsprechenden Serienteile. Für den Fall, dass ihr ein wenig in Nostalgie schwelgen wollt. Wir sind gespannt, ob und welche Battlefield-Episoden zudem ein Revival in Battlefield Portal erhalten werden. Nicht zuletzt dürft ihr eure Werke mit Freunden oder öffentlich teilen. Übrigens steigert ihr auch mit den Portal-Schlachten eure Erfahrungspunkte und den Rang.

Was sonst bekannt ist

Bereits im Juni wurde Battlefield 2042 groß enthüllt. Alle Infos und Details findet ihr in der spieletipps-Vorschau. Der neue Teil fokussiert sich ausschließlich auf Online-Schlachten, verzichtet aber auf eine Einzelspieler-Kampagne. Dafür sind die Mehrspieler-Feldzüge so groß wie nie. Bis zu 128 Spieler erobern stückchenweise die größten Karten in der Seriengeschichte. Diese sind zudem Naturereignissen wie Sandstürmen oder Tornados unterworfen.

Für Battlefield 2042 kommt die aktuellste Version der Frostbite-Engine zum Einsatz
Für Battlefield 2042 kommt die aktuellste Version der Frostbite-Engine zum Einsatz

Ein weiterer angekündigter Modus wurde bisher noch nicht gezeigt: Hazard Zone soll packende squadbasierte Action auf engeren Arealen bieten. Was ein wenig nach Call of Duty riecht. Diese Spielvariante wird erst später offiziell enthüllt.

Für Battlefield 2042 soll vor dem Release am 22. Oktober eine offene Beta-Phase im September kommen. Vorbesteller sollen dafür einen früheren Zugang erhalten. Ebenso geplant sind nach dem erscheinen vier Saison-Inhalte mit weiteren Inhalten.

Bewertung von Thomas Stuchlik

Damit hätte wohl niemand gerechnet: Battlefield-Spieler basteln sich ihren Multiplayer-Modus nun selbst zusammen. Battlefield Portal macht es möglich. Vor allem freut mich die Dreingabe klassischer Serieninhalte und dass sogar der Erstling Inhalte beisteuert. Die Kombination aus Weltkrieg, Bad Company und moderner Kriegsführung stelle ich mich mir unglaublich vor. Spieler werden sich hierbei irrsinnige Kriegskreationen ausdenken.

Man merkt es klar: Die Entwickler bauen mit Battlefield 2042 klar auf die große Stärke Multiplayer und geben der Online-Community ein mächtiges Werkzug an die Hand. Ein Werkzeug, das den Shooter sicherlich jahrelang lebendig halten wird. Daneben bin ich gespannt auf den noch nicht gezeigten "Hazard Zone"-Modus mit seinen kompakteren Schlachten. Dass die Solo-Kampagne fehlt, finde ich jedoch immer noch schade.

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