Tales of Arise

Vorschau Tales of Arise: Endlich ein schönes JRPG für die neue Konsolengeneration

von Franziska Behner (Dienstag, 10.08.2021 - 16:00 Uhr)

Spiele im Anime-Look gibt es einige – gefühlt ein Mal pro Woche schwappt ein neues JRPG aus dem Land der aufgehenden Sonne zu uns. Tales of Arise von Bandai Namco hat uns dabei als langjährige Fans des Franchises direkt interessiert und wir durften es ein paar Stunden anspielen.

Haltet euer Schwert bereit, es steht ein großer Kampf bevor!
Haltet euer Schwert bereit, es steht ein großer Kampf bevor!

Schon wieder ein JRPG?

Die "Tales of"-Serie steht schon seit vielen Jahren für fantastische JRPGs, bei denen Freunde des Genres eigentlich nichts falsch machen können, wenn sie zugreifen. Euch erwarten immer zauberhafte Charaktere, eine verzweigte und oft sehr interessante Story mit vielen Nebenquests. Ganz zu schweigen von den typischen Genre-"Must Haves" wie guten Kämpfen und viel cooler Ausrüstung.

Tales of Arise [PlayStation 5]

Tales of Arise [PlayStation 5]

Doch wir wollen nicht zu lange in Erinnerungen schwelgen, denn Bandai Namco hat bereits den nächsten Ableger des riesigen Franchises angekündigt: Tales of Arise! Wir haben in den letzten Tagen die Möglichkeit genutzt, die ersten Stunden des Spiels zu erkunden und wollen euch heute ein bisschen was über das dramatisch startende JRPG erzählen.

Zuvor eine kleine, aber wichtige Information: Tales of Arise hat deutsche Untertitel! Das ist für die Serie zwar nicht das erste Mal, bei der Vielzahl an JRPGs ohne dieses Feature, finden wir das aber auf jeden Fall wichtig zu erwähnen. Wir empfehlen euch übrigens die fantastische japanische Sprachausgabe, englisch ist aber ebenfalls möglich.

Vom Leben eines Soldaten

Arbeiten, essen, schlafen, repeat - ein schönes Leben sieht irgendwie anders aus. In Tales of Arise startet ihr als Sklave mit Gedächtnisverlust, der sich selbst nur “Eisenmaske” nennt und bei den anderen Schuftenden berühmt ist. Moment mal – ein berühmter Sklave, wie passt das denn zusammen?

Eisenmaske hat ein sehr großes Gerechtigkeitsbewusstsein und spürt keinen Schmerz, weshalb er sich des Öfteren vor andere Sklaven wirft, wenn sie bestraft werden. Seine Schmerzresistenz ist Fluch und Segen zugleich, denn er würde gar nicht merken, wenn ihn ein Schwert oder die daraus resultierende Wunde umbringt. Bisher sind wir in diese Bredouille während der Test-Session zum Glück noch nicht gekommen.

Die Idylle täuscht - hier liegt viel im Argen.
Die Idylle täuscht - hier liegt viel im Argen.

Das Abenteuer mit Eisenmaske startet genau an dieser Stelle: Verletzt aufgrund seines Mutes zur Gerechtigkeit, wird er mal wieder verarztet und sitzt beim Doc, der nur recht wenig Verständnis für seine Aktionen hat. Kurz darauf geht es Schlag auf Schlag: Explosionen, wilde Verfolgungsjagden auf einem Zug und zahlreiche Opfer später, habt ihr plötzlich eine junge Frau mit dem Namen Shionne an der Seite, die sich gemeinsam mit euch aus dem Sklavenlager kämpft. Viel verstanden haben wir an diesem Punkt der Geschichte noch nicht, aber das ist scheinbar so gewollt, denn auch Eisenmaske ist verwirrt.

Ein ewig währender Krieg

Recht bald wird euch vom Spiel erklärt: Das Volk der Rena herrscht schon viele hundert Jahre über die Leute und den Planeten der Dahna, versklavt sie und beutet sie aus. Neben den auf deren Welt vorkommenden Ressourcen, entziehen ihnen die Rena noch eine weitere Energiequelle, die weitaus menschlicherer Natur ist. Was genau das ist, möchten wir euch an dieser Stelle aber nicht verraten - dieser erste Twist soll euch genauso treffen wie uns! Spoiler: Die Rena sind scheinbar echt fies!

Shionne (Rena) und Eisenmaske (Dahna) sind ein ungleiches Team. Schon ewig gab es keine Freundschaft zwischen Menschen aus diesen beiden Völkern. Doch der Wille, das Böse auf der Seite der Rena zu bekämpfen, vereint das ungleiche Paar. Zusammen mit einigen anderen Widerstandskämpfern machen sich die beiden auf den Weg zum ersten großen Boss. Danach endete unsere Anspiel-Session.

So schnell, so gut

Wenn ihr Lust auf ein actionreiches Kampfsystem habt, seid ihr bei Tales of Arise genau richtig. Allerdings sind die Bosskämpfe ordentlich knackig! Wer zuvor möglichst jeden Kampf vermeidet, wird keine Chance gegen die großen Lords haben, die es in jedem Gebiet des Spiels zu besiegen gilt. Ein bisschen grinden müsst ihr also schon – eben typisch für ein JRPG!

Vor allem größere Gegner machen es euch nicht leicht!
Vor allem größere Gegner machen es euch nicht leicht!

Wie üblich gebt ihr euren Teammitgliedern zuvor strategische Anweisungen und lasst sie allein kämpfen, während ihr eure eigenen Aktionen selbst ausführt. Je nach Charakter, greift ihr dann mit Nah- oder Fernattacken an und metzelt die Gegner hoffentlich schnell nieder. Dazu kommen noch Kombiattacken, die selbst kleine Kämpfe dynamisch und spannend gestalten, da je nach Charakterkonstellation eine andere Aktion ausgelöst wird.

Neben den normalen Angriffen habt ihr zudem Arts zur Verfügung, die wie Skills einzusetzen sind. Arts müssen nicht zwingend magisch sein: Eisenmaske setzt viele physische Arts ein, während Shionne so manchen magischen Trick aus der Arts-Kiste zaubert. Shionne kann euch außerdem fantastisch heilen, allerdings stehen für solche Healings der gesamten Gruppe nur eine begrenzte Anzahl an HP-Punkten, vergleichbar mit SP-Punkten bei einem Final Fantasy-Spiel, zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, müsst ihr euch irgendwo ausruhen und sie wieder komplett aufladen.

Bringt euren Bildschirm zum Leuchten!
Bringt euren Bildschirm zum Leuchten!

Unser Tipp für Kampffaule und alle, die festhängen: Ihr könnt die Kämpfe auch komplett automatisch ablaufen lassen!

Da wir hier nur ein paar wenige erste Stunden vom Spiel gesehen haben, können wir über den Skillbaum, verschiedene Fähigkeits-Arts und die Boni von Kleidung, Waffen und Co. nur wenig sagen. Bisher sieht aber alles wirklich gut und funktionell aus, sodass wir da wenig zu meckern haben. Ganz besonders toll sind uns aber die kosmetischen Items, mit denen ihr den Look eurer Charaktere verändern könnt, aufgefallen. Es gibt sogar Waffenskins! Und Hasenohren! Alles ohne Mikrotransaktionen.

Einen kleinen Dämpfer verpasst uns das Gameplay-Feature des Kochens, das leider total rudimentär ist und nahezu keine Eigenleistung fordert, schade! Wie gern hätten wir Kräuter zerstampft oder später einen erlegten Gegner gegrillt.

Mhmmm! Das Hähnchen sieht zum Anbeißen lecker aus und bringt auch noch coole Boni.
Mhmmm! Das Hähnchen sieht zum Anbeißen lecker aus und bringt auch noch coole Boni.

Ein grafisches Highlight

Wenn ihr einen der Trailer zu Tales of Arise gesehen habt, ist euch bestimmt auch die Kinnlade runtergefallen. Und ja, das ist sie uns tatsächlich. Verdammt, sieht das gut aus! Die cinematischen Sequenzen sind absolute Oberklasse und machen einfach Spaß beim Zusehen. Umso geschockter waren wir, als plötzlich nahezu starre Charakter im "Visual Novel"-Erzählstil erschienen und die Geschichte abseits der tollen Sequenzen so erzählt wurde. Optisch irgendwo dazwischen liegen die Ingame-Sequenzen, die ebenfalls voller optischer Gegenteile stecken, aber insgesamt schön anzusehen sind.

Felsbrocken und Höhlen haben den typischen, aber durchaus sehr schönen, Animegame-Look. Dazwischen finden sich aber manchmal Elemente, die wirklich real aussehen. Zum Beispiel die lodernden Flammen eines Lagerfeuers, das wirklich toll aussieht und wohlige Wärme im Herzen hervorruft. Wenn ihr später aus den Höhlen hinaus und in die weitaus grünere Welt kommt, wird alles optisch etwas fröhlicher und farbenfroher – wie es sich dort mit den optischen Gegenteilen verhält, können wir an dieser Stelle noch nicht so gut einschätzen. Wir haben in dieser Preview-Session bisher hauptsächlich Sand, Stein und Flammen gesehen. Oh, und ein paar aufploppende NPCs, die sich in der Ferne unsichtbar machen und erst bei Annäherung auf dem Bildschirm erscheinen.

Bewertung von Franziska Behner

Obwohl ich am Anfang nicht besonders viel verstanden habe, konnten mich die verschiedenen Beweggründe der Charaktere für ihre Rebellion fesseln. So ganz durchblickt habe ich einige Twists der Story noch nicht, aber hey, es ist ein JRPG. Wenn sie die größten Geheimnisse direkt nach zwei bis drei Stunden lüften würden, könnten wir uns nicht auf 50 Stunden Spielspaß freuen!

Ich bin selbst großer Fan der "Tales of"-Reihe und erhoffe mir von Tales of Arise einiges. Vor einigen Wochen konnte ich bereits mitten im Spiel ein paar Minuten hineinschnuppern – das hat mich damals ehrlich gesagt noch nicht komplett abgeholt. Das ist jetzt anders. Die verschiedenen Biome im Spiel wirken vielversprechend, die Vertonung ist super und von der Grafik müssen wir gar nicht erst sprechen. Letztere macht zwar optisch zahlreiche Sprünge, dadurch wird es für die Augen aber auf jeden Fall nicht langweilig!

Toi, toi, toi, dass sich die Story nicht verrennt und wir auch nach der Hälfte der Spielzeit noch Twists bekommen. So wie ich die Macher der Reihe kenne, bin ich da aber guter Dinge.

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