Fire Emblem Warriors: Three Hopes

Test Fire Emblem Warriors: Three Hopes – Das bislang beste Nintendo-Warriors

von Sergej Jurtaev (Dienstag, 21.06.2022 - 15:33 Uhr)

Fire Emblem Warriors Three Hopes – Erweckte Rivalen-Trailer (Nintendo Switch)

Nach Fire Emblem Warriors und zwei Zelda-Warriors-Spielen ist Fire Emblem Warriors: Three Hopes bereits die vierte Nintendo-Massenschlacht, die auf der Switch veröffentlicht wird. Was Three Hopes im Vergleich zu den anderen Musou-Spielen besser macht, verraten wir euch in unserem Test.

Überblick zu Fire Emblem Warriors: Three Hopes
• Spielzeit: circa 30 bis 35 Stunden für einen Spieldurchlauf
• Multiplayer: ja
• Switch-Online-Funktionen: nein
• Speicherdaten-Cloud: kompatibel
• amiibo-Support: ja

Fire Emblem Warriors Three Hopes: Standard | Nintendo Switch - Download Code

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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 04.07.2022 20:39 Uhr

Ein Traum für Fans, aber für wen noch?

Fire Emblem Warriors: Three Hopes ist in der Welt von Fire Emblem: Three Houses angesiedelt. Wenn ihr die Vorlage geliebt habt und noch mehr von der Welt und ihren Figuren sehen wollt, dann braucht ihr keinen Test. Das Spiel ist perfekt für euch. Darüber hinaus ist es jedoch schwierig zu beantworten, welche Zielgruppen das Spiel sonst noch ansprechen will. Ihr spielt nämlich einige Ereignisse aus Three Houses nach und erlebt den Konflikt der Häuser, der auch in der Vorlage im Mittelpunkt steht. Wenn ihr Three Houses noch nicht gespielt habt und es nachholen möchtet, solltet ihr mit Three Hopes vielleicht lieber warten, da ihr sonst hochgradig gespoilert werdet.

Auf der anderen Seite können alle Spielerinnen und Spieler, die Strategie-Rollenspiele nicht mögen, auch in das Universum von Three Houses abtauchen. Neue Spieler werden anfangs aber garantiert bei den ganzen Charakteren, Namen und Orten nicht ganz mitkommen. Es wirkt fast schon so, als würde das Spiel ein wenig Vorwissen voraussetzen.

Edelgard, Dimitri und Claude sind die Anführer der drei verschiedenen Häuser. (Bildquelle: Nintendo)
Edelgard, Dimitri und Claude sind die Anführer der drei verschiedenen Häuser. (Bildquelle: Nintendo)

Fire Emblem Warriors: Three Hopes ist aber keinesfalls nur eine Nacherzählung, sondern hat auch eine eigene Geschichte in petto. Ihr spielt die neue Hauptfigur Shez, die dank des mysteriösen Arval über besondere Kräfte verfügt. Ihr schließt euch einer der drei Fraktionen an und ergründet nebenbei, wer Arval ist und was es mit euren Fähigkeiten auf sich hat. Byleth (Protagonist aus Three Houses) nimmt dabei die Rolle eines Antagonisten ein, was für eine interessante Ausgangslage sorgt.

Im Gegensatz zu Byleth aus Three Houses ist Shez keine stumme Hauptfigur und das ist ein großer Vorteil. In Three Hopes wird nämlich sehr viel geredet. Die Interaktionen und Gespräche mit euren Begleitern sind zweifelsfrei das Highlight des Spiels. Der Großteil der Dialoge ist auf Englisch und Japanisch vertont.

Euch erwartet ein richtiges Monster, was den Umfang betrifft. Abhängig von eurer Fraktionswahl könnt ihr die Geschichte aus drei verschiedenen Blickwinkeln erleben. Jedes Haus hat seine eigenen Charaktere und Ereignisse. Ein einziger Durchlauf wird euch über 30 Stunden beschäftigen.

Fire Emblem Warriors: Three Hopes erscheint am 24. Juni exklusiv für Nintendo Switch. (Bildquelle: Nintendo)
Fire Emblem Warriors: Three Hopes erscheint am 24. Juni exklusiv für Nintendo Switch. (Bildquelle: Nintendo)

Gute Mischung aus Story und Kampf

Wie schon in Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung haben die Entwicklerinnen und Entwickler viele der essenziellen Features aus der Vorlage in ihr Warriors-Abenteuer eingebaut. Ihr könnt euer kleines Lager frei erkunden und mit allen Figuren reden, mit ihnen trainieren, für sie kochen, ihnen Geschenke geben oder mit ihnen gemeinsam Hausarbeiten erledigen, um die Freundschaft zu stärken. Wenn der Unterstützungslevel steigt, schaltet ihr die aus der Serie bekannten Support-Gespräche frei. Es gibt leider nicht so viele dieser Gespräche wie im Hauptspiel, aber es sind deutlich mehr als noch in Fire Emblem Warriors.

Auf dem Schlachtfeld erwartet euch das typische Musou-Gameplay. Ihr metzelt Horden von Gegnern nieder, nehmt gegnerische Basen ein oder beschützt wichtige Personen. In diesem Warriors ist es jedoch wichtig, dass ihr euren Figuren Befehle gebt und euch strategisch verteilt, da ihr sonst viele Aufgaben nicht schafft. Ihr müsst dafür ständig eure Karte aufrufen, die zum Glück sehr übersichtlich gestaltet ist.

Hin und wieder begegnet ihr auch großen Monstern auf dem Schlachtfeld. (Bildquelle: Nintendo)
Hin und wieder begegnet ihr auch großen Monstern auf dem Schlachtfeld. (Bildquelle: Nintendo)

Was die Kombovielfalt angeht, ist Three Hopes nicht so spektakulär wie zum Beispiel Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung. Dafür könnt ihr eure Charaktere in vielen verschiedenen Klassen ausbilden und sie mit zahlreichen Zaubern und Fähigkeiten ausstatten. Es gibt so viele Dinge zu beachten, dass ihr schnell den Überblick verliert. Ihr werdet am Anfang regelrecht mit Tutorials zugeschüttet und selbst nach 20 Stunden Spielzeit kommt die eine oder andere Neuerung hinzu. Spielt ihr auf einem niedrigen Schwierigkeitsgrad, um einfach nur die Story zu erleben, ist das alles überflüssig. Wollt ihr hingegen im klassischen Modus bestehen, in dem eure Charaktere für immer sterben können, müsst ihr alle Mittel nutzen, um das zu verhindern.

Warriors-Spielen wird oft vorgeworfen, dass das Gameplay schnell repetitiv und eintönig wird. Das ist einer der Pluspunkte von Three Hopes, denn hier werdet ihr nicht mit Missionen und belanglosen Herausforderungen überhäuft. Den größten Teil der Spielzeit nehmen Story und Dialoge ein und dazwischen werden die Haupt- und Nebenmissionen eingestreut, die ihr über eine Weltkarte auswählt. Manchmal werdet ihr sogar regelrecht froh sein, dass ihr endlich wieder auf das Schlachtfeld ziehen dürft.

Abschließend noch ein paar Worte zur technischen Seite des Spiels. Wenig überraschend werden die angepeilten 30 Bilder pro Sekunde nicht immer gehalten. Ruckler gibt es immer mal wieder. So störend wie in Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung ist es aber nicht. Dafür merkt ihr aber selbst in Dialogen, dass die Bildrate zu kämpfen hat. Im ersten Fire Emblem Warriors gab es einen Performance-Modus, der 60 FPS ermöglichte. In diesem Warriors-Spiel gibt es das leider nicht.

Bewertung von Sergej Jurtaev

Ich bin ein riesiger Zelda-Fan, muss aber letztlich gestehen, dass mir Fire Emblem Warriors: Three Hopes besser gefallen hat als die Zelda-Warriors-Spiele. Das liegt unter anderem daran, dass nicht wieder eine Zeitreisegeschichte aus dem Hut gezaubert wird, um alle bekannten Figuren für den Fan-Service-Overkill zu versammeln. Es wirkt diesmal nicht belanglos. Ich konnte die Charaktere und ihre Geschichten ernst nehmen und ins Herz schließen.

Dank der besseren Balance zwischen Geschichte und Kampf haben mich die Schlachten bis zum Schluss motiviert und es hat Spaß gemacht, mich auf jede Mission vorzubereiten, da sich jeder Kampf wichtig anfühlt. Wenn ihr jedoch ausschweifende Dialoge nicht mögt, dann werdet ihr diesem Spiel wenig abgewinnen können.

Wie eingangs erwähnt, würde ich euch das Spiel auch nicht empfehlen, wenn ihr Fire Emblem: Three Houses noch nachholen wollt, da euch bereits im Prolog ein Großteil der Geschichte vorweggenommen wird. Fans werden dagegen nichts falsch machen. Ich habe bislang nur einen Durchlauf beendet und freue mich bereits auf den nächsten.

83

spieletipps meint: Gute und umfangreiche Warriors-Umsetzung mit einer interessanten Geschichte und tollen Figuren. Läuft technisch jedoch nicht immer rund.

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