Metal: Hellsinger

Test Metal Hellsinger: Doom meets Rhythmus-Shooter mit Star-Aufgebot

von Josua Schneider (Montag, 12.09.2022 - 16:00 Uhr)

Metal: Hellsinger – Release Date Trailer

Metal: Hellsinger lässt spätestens seit der kostenlosen Demo und dem Gamescom-Konzert die Herzen von Doom- und Metalfans gleichermaßen höher schlagen. Am 15. September erscheint die Vollversion des Rhythmusshooters und wir durften uns ansehen, ob er halten kann, was die Demo verspricht.

Metal: Hellsinger - Eine höllische Stimmenjagd

Die Geschichte von Metal: Hellsinger ist schnell erzählt: Namenlose Dämonin bricht aus ihrem Gefängnis aus und kämpft sich durch die Hölle, um ihre gestohlene Stimme zurückzuerobern. Begleitet werdet ihr dabei stets von eurer Primärwaffe: dem Schädel Pazelius. Pazelius fungiert gleichzeitig als Erzähler eures Feldzugs durch die 8 verschiedenen Höllen.

Doch nicht nur in der Geschichte jagt ihr Gesangsstimmen hinterher. Auch im Spiel wird es euer Ziel sein, möglichst viel Gesang erklingen zu lassen, denn Metal: Hellsinger kommt mit einem besonderen Kniff: Je besser ihr euch beim ryhthmischen Abballern der Dämonen schlagt, umso vielschichtiger wird die Musik. Dafür müsst ihr den Abzug eurer Waffe stets im Takt des Songs betätigen. Eine Anzeige in der Mitte des Bildschirms hilft euch dabei, das richtige Timing zu finden.

Auf der höchsten Stufe setzt außerdem der Gesang ein. Und gerade dieser kann sich dank Metal-Größen wie Randy Blythe (Lamb of God), Alissa White-Gluz (Arch Enemy) oder Serj Tankian (System of a Down) wahrlich sehen (oder besser hören) lassen. Dazu gesellen sich die Stimmen von Troy Baker (Joel in The Last Of Us) und Jennifer Hale (Commander Shephard in Mass Effect).

In Metal: Hellsinger könnt ihr den Soundtrack nur dann in seiner ganzen Pracht genießen, wenn dieser Multiplikator sein Maximum erreicht. (Bildquelle: Screenshot spieletipps)
In Metal: Hellsinger könnt ihr den Soundtrack nur dann in seiner ganzen Pracht genießen, wenn dieser Multiplikator sein Maximum erreicht. (Bildquelle: Screenshot spieletipps)

In der Hölle geht es heiß her

Damit der Gesang möglichst lange erklingen kann, stehen euch 6 verschiedene Waffen zur Verfügung. Freischaltbare Perks erleichtern euch das Takt-Schnetzeln zusätzlich, indem ihr damit eure Kombo aufrechterhalten oder mehr Schaden bei geringerem Leben austeilen könnt. Und die sind auch nötig, denn die Hölle wirft euch alles entgegen, was sie hat: Von Kanonenfutter in Form von Marionetten über widerstandsfähige Behemoths bis hin zu verlangsamenden Säure-Käfern – Die Höllen setzen alles daran, euch am Vorankommen zu hindern.

Diese große Masse an Gegnern kann aber auch schnell dafür sorgen, dass eure Übersicht flöten geht. Das einfarbige Design der Höllen, die etwas zu pompösen Effekte mancher Angriffe und das etwas zu präsente HUD sind dabei ebenfalls wenig hilfreich. Glücklicherweise bietet Metal: Hellsinger neben dem Heilen durch das Doom-ähnliche Abschlachten von Gegner auch die Möglichkeit, nach dem Tod wieder aufzuerstehen. Dafür müsst ihr allerdings ein paar Punkte eures Scores opfern. Wenn euch euer Highscore egal ist, wird euch dieses Opfer aber wenig schmerzen.

Wenn ein Gegner bereit zum Abschlachten ist, stürmt ihr im Takt der Musik auf ihn zu. (Bildquelle: Screenshot spieletipps)
Wenn ein Gegner bereit zum Abschlachten ist, stürmt ihr im Takt der Musik auf ihn zu. (Bildquelle: Screenshot spieletipps)

Vor allem in den Bosskämpfen werdet ihr für diese Möglichkeit sehr dankbar sein, denn hier fehlen euch die kleinen Dämonen, um euer Leben wieder aufzufüllen. Die verschiedenen Arten und Weisen, euch mit einer gigantischen Menge an Projektilen zu bewerfen, sind dabei auch die größte Abwechslung der Bosskämpfe. Hier kommt der Flow, der sich in den Höllen durch die Verschmelzung von Gameplay und Musik entwickelt hat, oftmals zum Erliegen. Dass bei jedem Boss die gleiche Musik zu hören ist und ihr bei einer Niederlage wieder die gesamte Hölle durchlaufen müsst, kommt erschwerend hinzu. Auch wenn es eine Begründung innerhalb des Spiels hat, wäre hier mehr Varianz in Musik und Bossdesign angebracht gewesen.

Der eben genannte Flow kompensiert die verlorene Übersicht und die abwechslungslosen Bosskämpfe allerdings deutlich. Im Rhythmus von treibender Metal-Musik Dämonen zu zerfetzen und der Reihe nach abzuschlachten, erzeugt Momente, die die vorherigen Situationen der Verwirrung wieder komplett vergessen lassen.

Bewertung von Josua Schneider

Metal: Hellsinger hält, was es in der Demo versprochen hat: Rhythmisches Dämonenballern mit bekannten Metal-Stimmen. Leider wird an vielen Stellen die Übersicht in Mitleidenschaft gezogen und auch die Bosskämpfe hätten ein wenig mehr Abwechslung vertragen können. Das Gameplay, der Flow und die Performance der Musiker gleichen diese Mankos allerdings wunderbar aus.

Für Fans des Musik-Genres ist Metal: Hellsinger defintiv einen Blick (oder Hörer) wert. Für mich als Metal-Fan ist der Soundtrack definitiv das Highlight des Spiels und jede Empfehlung wert, selbst wenn ihr mit dem Spielgenre weniger anfangen könnt.

71

spieletipps meint: Im Metal-Rhythmus Dämonen abballern erzeugt einen motivierenden Sog, der selbst die schlechte Übersicht und die repetitiven Bosskämpfe überschattet.

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