Test Jack Keane

von Daniel Frick (31. Juli 2007)

Sie waren einmal die Zierde von Lucasarts und einige Zeit von den Bildschirmen fast verschwunden: Die klassischen Adventures. Von einer richtigen Renaissance kann leider noch nicht sprechen, die wirklich heiß erwarteten Spiele kommen meist aus anderen Genres. Zu Unrecht, denn immer wieder werden echte Adventure-Perlen produziert, aktuell steht der neue Titel der "Ankh"-Macher, "Jack Keane", auf dem Prüfstand.

Von diesem Herrn erhalten wir den Auftrag...Von diesem Herrn erhalten wir den Auftrag...

Verschwörung à la James Bond

Jack Keane steht das Wasser bis zum Hals, und das nicht nur im übertragenen Sinne. Der stolze Kapitän eines weniger stolzen Segelschiffes hat reichlich Schulden und entkommt nur knapp den Schlägern des Kredithais, der ihm den Kauf seines abgehalfterten Kahns finanziert hat. Auf der Flucht vor den Gaunern kommt ihm ein lukrativer Auftrag da gerade recht. Er soll einen Geheimagenten zur entlegenen Tooth Island schipprn, auf der ein kurzbeiniger Möchtegern-Despot den Fall des britischen Empires plant. Mit Teepflanzenfressenden Pflanzen will der sinnigerweise Dr.T genannte Schurke den kompletten Teebestand des Empires vernichten und so in eine Tiefe Krise stürzen. Aus selbiger will er als Retter mit seiner eigenen, immunen Teesorte triumphierend herausführen. Und da Jack den Hafen von London ohnehin dringendst verlassen muss, setzt er sofort Segeln nach Südafrika, um dort den Agenten an Bord zu nehmen...

... den Agenten Montgomery nach Tooth Island zu bringen... den Agenten Montgomery nach Tooth Island zu bringen

Umfang und Qualität der Rätsel überzeugen

Man hört es gleich: "Jack Keane" ist nicht nur ein sympathischer Anti-Held mit Charme und einer gewissen Ähnlichkeit zu anderen liebenswerten Leinwand- und Bildschirmschurken, sondern zieht mit seinem aberwitzigen Dr.T auch gekonnt die James-Bond-Filme durch den Kakao. Mit 13 Kapiteln, die einen geübten Rätselknacker an die 15 Stunden an den Bildschirm fesseln dürften, nahmen sich die Entwickler von Deck 13 auch die Kritik am deutlich geringeren Umfang des indirekten Vorgängers zu Herzen. Über 250 individuelle Gegenstände müssen miteinander kombiniert werden, um den schließlich auf Tooth Island gestrandeten Protagonisten wieder von der Insel herunter zu bekommen. Doch bis dahin unterhalten anspruchsvolle Rätseleien und jede Menge skurrile Charaktere.

Weiter mit: Test Jack Keane - Seite 2

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