Test UT 3 - Seite 3

Der "Scavenger" auf der Map "Sandsturm"Der "Scavenger" auf der Map "Sandsturm"

Karten mit Spieltiefe

Neben der Mods und der Fahrzeuge, die alles andere als schönes Beiwerk sind, ist natürlich noch eine andere Sache wichtig: Die Karten. Sind sie abwechslungsreich, gibt es optisch aufregende Innen- und Außenlevels? Sind die Karten so aufgebaut, dass sich taktische Manöver umsetzen lassen, gibt es Rückzugsmöglichkeiten, mehrere Levelebenen und andere Raffinessen? "Unreal Tournament 3" macht auch hier einen guten Job. Die insgesamt 42 Maps sind zwar von Profis designt, doch dass diese auch echte Fans sind, merkt man den Karten an. Fast alle rethorischen Fragen von oben lassen sich mit "Ja" beantworten. Lediglich bei den Innenlevels wäre sicherlich noch etwas Potential gewesen, denn auch wenn sie keinesfalls schlecht sind: Mir haben die Außenlevels deutlich besser gefallen. Dass eine gelungene Einsatzmöglichkeit von Grafikeffekten auch taktische Relevanz umsetzen kann, beweist beispielsweise der wunderschöne Level Sandsturm. Hier ist der Name Programm und zeitweilig alle Spieler "blind". Wer sich trotzdem gut orientieren kann, ist klar im Vorteil. Bei anderen Maps mit mehreren Ebenen müssen die Möglichkeiten des portablen Teleportes, dem Translocator, eingesetzt werden. Ohne Taktik geht es nie, doch "Unreal Tournament 3" bleibt sich treu: Es spielt sich geradezu unreal schnell.

Nicht nur die tollen Maps überzeugen grafischNicht nur die tollen Maps überzeugen grafisch

Grafik der neuesten Generation

Die "Unreal 3" Engine zeigte jüngst schon beim Lizenznehmer "Bioshock", was in ihr steckt. Selbstredend, dass die Profis von Epic mit der selbst entwickelten Engine vor allem im eigenen Produkt umzugehen wissen. Die Grafik von "Unreal Tournament 3" ist der erste große Multiplayertitel, der eine Grafikengine der neuesten Generation zur Grundlage hat, und das sieht man auch. Das Design, die Effekte und Details wie Texturen und Gesichtszüge sind schlichtweg gigantisch. Der einzige Kritikpunkt, der uns aufgefallen ist, waren kleinere Grafikbugs ohne spielerische Relevanz und die Tatsache, dass der Rechner schon neuere Hardware braucht, um die Optik auch so grandios auf den Bildschirm zu bringen. Allerdings ist die Engine, die unter anderem auch in "Stranglehold" zum Einsatz kam, beileibe nicht so hungrig wie andere aktuelle Grafikengines. So gesehen ein sehr gutes Verhältnis. Das Design der Maps wurde schon erwähnt und kann ebenfalls als absolut gelungen bezeichnet werden. Wem die 42 Maps nicht genug sind, der kann sich mit dem Editor selber versuchen.

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