Test Red Ninja

von Clemens Eisenberger (26. April 2005)

Derzeit erscheinen sehr viele billige Spiele, die gleich nach dem Erscheinen in der Wühlkiste landen. Ein paar davon sind trotzdem spielenswert, ein paar sollte man am liebsten sofort verbrennen. In welche Kategorie Red Ninja gehört lest ihr in unserem Test.

Einen Großteil der Zeit nehmen großartige, innovative und spannende Kämpfe ein. Ups, falsches Spiel!Einen Großteil der Zeit nehmen großartige, innovative und spannende Kämpfe ein. Ups, falsches Spiel!

Neues Spiel - Neue Story - Neue Ideen???

Kurenai muss als Kind den tragischen Tod ihres Vaters miterleben. Doch die Verbrecher lassen sie nicht einfach gehen, sie hängen sie an einem Drahtseil an einen Baum und hauen ab. Kurenai wird von einer Frau gerettet und zu einem Ninja-Kämpfer ausgebildet. Als sie erwachsen und ausgelernt ist, macht sich Kurenai auf den Weg, um Rache zu nehmen. Wer sich jetzt denkt "Wow. Die Story klingt interessant. So was habe ich noch nie gesehen." Hat wahrscheinlich erst 2 Filme in seinem Leben gesehen. Kurenais Lebensgeschichte klingt nach einer (leicht adaptierten) Mischung aus "The Punisher" und "Kill Bill", vielleicht mit einer kleinen Brise "Inferno" dazwischen. Der Spielverlauf an sich ist auch simpel. Ihr metzelt euch mit der "einzigartigen Drahtseil-Waffe" (Covertext) durch die Gegnerhorden, und hofft, dass ihr euch pro Level dank der handlichen Kameraführung nur 2 Mal übergeben müsst. Diese einzigartige Waffe ist auch Mist, ihr lauft auf eure Gegner zu, mit etwas Glück landet ihr einen Stealth-Kill (der geht aber ganz anders als das Spiel es beschreibt) und kämpft mit den Gegnern.

Und wieder wird gekämpft. Langsam (nach 5 Min) wird´s langweilig.Und wieder wird gekämpft. Langsam (nach 5 Min) wird´s langweilig.

Wie siehst du denn aus?

Sollte euch der Stealth-Kill nicht gelingen müsst ihr kämpfen. Dabei hält der Feind sein Schwert als Deckung hoch und ihr haut so lange dagegen, bis ihr irgendwann mal das Glück habt ihn zu treffen. Dies ist in der Praxis aber nur ungefähr halb so spannend wie es sich hier anhört. In jedem Levelabschnitt findet ihr bei einem erledigten Feind einen "Gate-Key", mit dem ihr das Tor zum nächsten Abschnitt aufsperren könnt. Die englischen Bildschirmtexte sind auch von exzellenter Qualität (Achtung: Ironie!) denn um eine Sequenz abzubrechen drückt ihr auf den "Return"-Knopf. Die "tollen" Spezialfähigkeiten wie "An Wänden entlang laufen" oder "Wachen verführen" funktionieren auch nur in den seltensten Fällen so wie ihr es wollt, und bis Kurenai endlich an der verdammten Wand nach oben gelaufen ist, habt ihr schon eine ganze Packung Aspirin intus - der Kamera sei Dank. Die Grafik ist unterer Durchschnitt. Zu Beginn des PS2-Zeitalters hätte man noch sagen können "Sieht etwas besser aus als auf der Psone", heute nennt man dies aber nur mehr "Peinlich". Die Texturen sind abwechslungsarm und langweilig, die Gegner sehen alle gleich aus und auch die Zwischensequenzen sind leider alle (bis auf das Intro) in Spielgrafik gehalten. Am besten einfach die Augen schließen.

Weiter mit: Test Red Ninja - Seite 2

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