Special Erfolgsgeschichte GTA - Seite 2 (Special)

Die Revolution

Nach dem 11. September 2001 noch um einige Monate verschoben (u.a. wurde ein Auftraggeber aus dem Spiel entfernt), erschien am 23.10.2001 GTA 3 für die PS2: Zum ersten Mal in der Videospielwelt konnte man sich vollkommen frei in einer dreidimensionalen Metropole bewegen. Auch die unterschiedlichen Kameraeinstellungen wussten zu gefallen. Fans und Kritiker waren begeistert.

Aber das Spiel bot wesentlich mehr als "nur" Umherlaufen und abwechslungsreiche Missionen; wollte man auf ehrliche Weise sein Geld verdienen, konnte man dies als Taxifahrer, Polizist, Rettungssanitäter oder Feuerwehrmann tun. Darüber hinaus konnte man sich nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser bewegen (allerdings nur im Boot, da der Hauptcharakter nicht schwimmen konnte). Nur Fliegen war nicht möglich.

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Die Stadt, Liberty City, soll an New York erinnern - zu Beginn des Spiels konnte der namenlose Held nur auf der ersten von drei Inseln sein Unwesen treiben. Die anderen Stadtteile wurden erst nach und nach begehbar. Erstmals gab es auch eine echte Storyline: Der Spieler bewegte sich im Mafia-Umfeld und die Missionen wurden von Cutscenes mit gesprochenen Dialogen umrahmt. Der typische Humor war überall zu finden - sei es in den Missionen, im Radio oder auf zahlreichen Plakaten.

Durch die bessere und realitätsnahe Grafik wurde GTA 3 ein Opfer der deutschen Zensurpolitik: So ist es in deutschen GTA-Versionen seitdem üblich, dass wesentlich weniger Blut fließt, man keine Körperteile abschießen kann, auf am Boden liegende Gegner nicht mehr einschlagen kann und dass tote Gegner kein Geld "liegen lassen".

Böses in Miami

Mit GTA Vice City begab sich die nun in Rockstar umbenannte Spieleschmiede zurück in die 80er in eine Variante des sonnigen Miami. In dem 2002 für die PS2 erschienenen Spiel (später erschien für die xBox der "GTA Double Pack" mit GTA 3 und Vice City) hatte der Hauptcharakter erstmals einen Namen: Tommy Vercetti. Zu Beginn vermasselt er einen simplen Auftrag, doch schafft er es, sich im Lauf des Spiels ein Imperium aufzubauen.

Enthielt GTA 3 noch dezente Anleihen aus Filme, waren bei Vice City die Paten offensichtlich: Miami Vice und Scarface waren allgegenwärtig, wenn man durch die Straßen Vice Citys fuhr. Insbesondere die letzte Mission des Spiels erinnerte sehr stark an die letzten Minuten von Scarface. Mit den Radiosendern (diesmal sogar zwei Talksender) kam auch der Rockstar-typische Humor nicht zu kurz.

Grafisch hatte sich im Vergleich zu GTA 3 nicht viel verändert, doch der Stil einer bunten Stadt machte dieses Manko sofort vergessen; auch die vielen Neuerungen wie Motorräder, Hubschrauber, wechselbare Kleidung oder auch käufliche Immobilien machten Vice City bei vielen Spielern zum bis heute beliebtesten GTA.

Weiter mit: Erfolgsgeschichte GTA - Seite 3

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