Test Test PC Clive Barkers Jericho - Seite 2

Die Wege sind links und rechts sehr eng begrenzt - Freiheit sieht anders ausDie Wege sind links und rechts sehr eng begrenzt - Freiheit sieht anders aus

Und Action

Nehmt ihr am Anfang noch recht gelassen die Einführung in das Spielgeschehen und die Anweisungen zu bestimmten Handlungen entgegen - schließlich ist ein Tutorial zu erwarten - macht sich schnell Besorgnis breit. Obwohl die Ruinen, in denen der Hubschrauber euch unsanft abgesetzt hat, optisch weitläufig und erkundbar erscheinen, hindern euch durch herumliegende Felsbrocken nur ungenügend erklärte unsichtbare Wände am neugierigen Abschweifen. Kaum habt ihr mit eurem Team die Ruinenfestung betreten, bricht der Boden unter euch ein, eine gescriptete Sequenz simuliert euren Absturz. Wenn ihr nicht schnell genug die Richtungstasten, die kurz in der sehr wackligen Szene - hey, ihr stürzt gerade ab - eingeblendet werden, betätigt. Zum Glück könnt ihr unbegrenzt üben, bis ihr das Timing raushabt.

Ballern bis der Arzt kommt, um die Munition müsst ihr euch keine Gedanken machenBallern bis der Arzt kommt, um die Munition müsst ihr euch keine Gedanken machen

Rätsel, die keine sind

Nachdem der erste Schrecken überwunden ist, betritt das Team die dunklen Gewölbe und stellt recht schnell fest, dass herumliegende Eingeweide und literweise Blut kein gutes Zeichen sein können. Die ersten Monster lassen dann auch nicht lange auf sich warten und werden souverän umgenietet. Konventionelle Waffen erscheinen aber recht schnell als zu schwachbrüstig, um mit der Höllenbrut adäquat aufzuräumen, da hilft auch das einstellbare Autofeuer nichts. Warum die Waffen überhaupt über konfigurierbares Einzelfeuer verfügen, bleibt schleierhaft. Zum Glück erhaltet ihr im Verlauf des Spielgeschehens Zugriff auf die Spezialkräfte der Teamgefährten und könnt z. B. Ababinili, einen indianischen Feuergeist beschwören, Astralprojektion und Telekinesestoß einsetzen, Munition wieder auffüllen oder die wohl wichtigste Fähigkeit ausführen: das Wiederbeleben gefallener Teamkameraden. Dazu "übernehmt" ihr die Kontrolle über das fragliche Teammitglied und führt die Aktion aus. Nützliche Begabungen wie eine selbst lenkbare Geisterkugel oder das Erzeugen einer Zeitlupenschleife ermöglichen Variationen in der Auseinandersetzung mit zahlreichen Feinden. Was vom Ansatz her gut klingt, wird im Spielgeschehen leider schnell langweilig. In 90 % der Fälle, in denen eine Spezialfähigkeit benötigt wird, um weiter zu kommen, gibt das Spiel deutliche Hinweise - verbal durch Teammitglieder und schriftlich durch Bildschirmtipps. Die restlichen 10%, in denen sich ein Einsatz anbietet, wären aber auch ohne zu meistern. Schade eigentlich!

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