Test Tolles Dragon Ball: Son-Goku wird klein!

von Henrik Haumann (19. Dezember 2008)

Den Manga "Dragonball" als Videospiel herauszugeben rangiert in Sachen Kreativität wohl auf einer Stufe mit Ego-Shootern im Zweiten Weltkrieg. Und obwohl Bandais neues Spiel für den Nintendo DS "Dragonball" im Namen trägt, hebt es sich von den restlichen Dragonball-Spielen in einem wesentlichen Gesichtspunkt ab: Es erzählt nicht die Saga um Dragonball Z, sondern die gute alte, ursprüngliche Dragonball-Saga, in der Son-Goku noch ein kleiner Junge und der wunderliche Muten-Roshi noch der stärkste Krieger der Welt sind. Diese Serie hatte einen Witz, eine Detailverliebtheit und einen Charme, wie sie kein anderer Manga jemals erreicht hat, aber kann ein Videospiel diese Faktoren wirklich zufriedenstellend einfangen?

Wo geht es lang?Wo geht es lang?

KAMEHAMEHA!

Verpackt in das wunderliche Leben des jungen Son-Goku in den Bergen ist das Tutorial, das erfreulich schnell vorbei ist und später nur um ein paar kleine Punkte ergänzt wird. Die Steuerung läuft größtenteils über den Touchscreen ab und ist wunderbar einfach zu lernen. So sind zwar keine großen Kombinationen möglich (jedenfalls anfangs), aber der Spielspaß ist ungehemmt. So werdet ihr auch schon nach kürzester Zeit den ersten Boss vermöbeln können und euch einfach nur daran erfreuen, wie liebevoll die gesamte Spielwelt umgesetzt wurde, doch dazu später mehr.

Dieses Video zu Dragon Ball - Origins schon gesehen?

Gesteuert wird Son-Goku über einfaches Antippen des Touchscreens, alternativ könnt ihr ihn aber auch mit dem Steuerkreuz bewegen. Kämpfen jedoch funktioniert nur mit dem Screen, indem ihr die Gegner antippt, woraufhin Son-Goku seine Fäuste oder seinen magischen Stab sprechen lässt. Alternativ könnt ihr auch kurz Son-Goku antippen und in die gewünschte Richtung ziehen, damit er einen Sprungangriff ausführt (sehr witzig: Die dabei auftretenten Soundeffekte à la "GONK!"). So einfach ist die Steuerung und sie reicht auch vollkommen aus.

Die eingängige Steuerung ist flugs gelernt.Die eingängige Steuerung ist flugs gelernt.

Witz und Charme

Wie eingangs erwähnt spielt "Dragonball Origins" nur in der alten Handlung von "Dragonball" und hat daher vor allem die Herausforderung zu meistern, dessen liebevolle Charaktere einzufangen. Da wäre der weltfremde, aber unglaublich starke Son-Goku, die geniale und egozentrische Bulma, der legendäre "Schildkrötenweise" Muten-Roshi, der seinen Lebensabend mit Kampfkunst und Playboyheften verbringt, der Wüstenräuber Yamchu, der Mädchen für bösartige Dämonen hält und, und, und... Soviel sei gesagt: Die Macher dieses Spiels haben niemanden ausgelassen.

Jeder Charakter wird mit all seinen wunderbaren Eigenschaften gezeigt und bekommt seine genialen Auftritte, zum Beispiel auch das schüchterne Hausmädchen Lunch, das sich bei jedem Niesen in eine mörderische blonde Amazone verwandelt. Jeder, der die alte Serie kennt, wird diese Charaktere wiedererkennen, und wer das alte "Dragonball" noch nicht gesehen hat, wird eine wahnsinnige Lust darauf verspüren.

In den Levels trumpft die Abwechslung.In den Levels trumpft die Abwechslung.

Der Stil des Meisters

Die Grafik von "Dragonball Origins" setzt sicher keine Maßstäbe, aber sie fängt den Stil des Mangaka Akira Toriyama gut ein, und ihr werdet die Charaktere sofort wiedererkennen. Insbesondere die Gesichtsausdrücke sind sehr schön gelungen und erwecken die Handlung des Spiels mehr als einmal zum Leben. Auch die Levels sind abwechslungsreich designt und bieten durch die Grafik einen guten Einblick in das Dragonball-Universum. Vor allem in den Zwischensequenzen kommt dies sehr schön heraus, oftmals werdet ihr euch über die dort dargestellten Emotionen oder abstrusen Momente einfach nur kaputtlachen. Wieder einmal ein Punkt, der für dieses Spiel spricht.

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