Test 1 1/2 Ritter: Was kann die Filmumsetzung?

von Philipp Rauh (22. Dezember 2008)

Entwickler Daedalic ist los. Nach dem großartigen "Edna bricht aus" erschufen die Hamburger Adventure-Künstler nun die Spielumsetzung zum Schweigerschen Kinofilm "1 1/2 Ritter". Eure Begeisterung hält sich in Grenzen? Das muss nicht sein, denn das Spiel beweist: Lizenzumsetzungen können auch Spaß machen.

Das Wellnes-Wochenende hatte er sich anders vorgestellt.Das Wellnes-Wochenende hatte er sich anders vorgestellt.

Angenehme Überraschung

Filmumsetzungen. Einigen von euch ist sicherlich jetzt schon das Gesicht eingeschlafen. Lieblos hingemurkster Programmcode, reingezwängt in allseits beliebte Genres wie Jump & Runs oder Shooter. Egal wie gut die Filmvorlage war, die offizielle Spielumsetzung glich fast immer einem Haufen demotivierter Pferdeäpfel. Doch als wir auf die Rückseite der "1 1/2 Ritter"-Verpackung sehen, erspähen wir das Entwickler-Logo von Daedalic. Freudentränen. Soviel ist sicher, ein Adventure von den Hamburgern kann weder alltäglich noch langweilig oder gar lieblos sein. Wir sollten Recht behalten.

TÜV: Der Gaul bekommt keine Plakette.TÜV: Der Gaul bekommt keine Plakette.

Sire, Ihre Perücke ist auf Krawall gebürstet!

Über die Grafik brauchen wir nicht zu reden. Sie ist zwar wesentlich detailierter ausgefallen als in Ednas Flucht aus der geschlossenen Anstalt, wirkt aber immer noch wie eine Hommage an die gute alte "Lucas Arts"-Zeit. Ganz klar, die Comic-Optik ist nicht jedermanns Geschmack. Doch wer deren Charme einmal anheim gefallen ist, wird keine größeren Minuspunkte im Spiel finden.

Die Vertonung der Charaktere ist durchgehend professionell. Entwickler "Daedalic" konnte nahezu alle Original-Schauspieler verpflichten. Was allerdings auch seine Nachteile hat, Till Schweiger klingt ungefähr so ermüdend wie ein 24-Stunden-Marathon "Unsere kleine Farm" im privaten Fernsehen. Ansonsten ist "1 1/2 Ritter" ein typisches Adventure, was nichts Schlechtes heißen soll. Die Bedienung ist Genre-typisch gehalten, mit einem Tastendruck werden alle Hotspots einer Szene angezeigt, die linke und die rechte Maustaste erledigen den Rest. Die Rätsel bewegen sich anfangs auf einem angenehm leichten Niveau, schwanken im weiteren Spielverlauf aber zwischen "Was zur Hölle soll ich denn damit anfangen?" und "Ich hab's geahnt!". Einziges Manko: Auf eine Hilfefunktion für Anfänger wurde verzichtet.

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