Micro Transactions: Mit neuem Bezahlmodell zum Erfolg? - Seite 3

(Special)

Dass kosmetische Veränderungen bei den Spielern sehr beliebt sind, weiß auch Laurent Malek von GameTribe. In dessen Fußballsimulation "Kicks" luden die Spieler mehr Haarschnitte herunter als Kaufgegenstände, die die Leistung der Spielfiguren steigern.

Während viele Publisher inzwischen auf dieses neue Bezahlmodell schwören, gibt es einen, der sich erfolgreich dagegen wehrt: Blizzard. Dessen MMOG-Flaggschiff "World of Warcraft" läuft selbst in asiatischen Gefilden mit einem Abo-Modell und erfreut sich dort höchster Beliebtheit. Deshalb wundert es nicht, dass Blizzards Vizepräsident Rob Pardo klar gegen Micro Transactions ist und von einem "Verrat" an den Spielern spricht. Flöße Geld von außen in das Spiel mit ein, störe es die Balance zwischen den Protagonisten, so Pardo.

Damit hat der Blizzard-Vize-Chef sicherlich recht. Die Spieler, die am meisten Geld ausgeben, sind auch die stärksten auf den Servern. Das ist für jemanden, der nicht so viel investieren kann, frustrierend. Es ergibt sich jedoch auch für diejenigen, die zu den "Elite-Spielern" gehören, ein Problem. Nämlich ein Motivationsproblem. Fühlt es sich genau so gut an, ein geniales Schwert für 1,50 Euro zu kaufen, wie es sich mit einer Gruppe von Freunden nach einem herausfordernden Bosskampf verdient zu haben? Fehlt beim Kauf nicht das, was ein Spiel auszeichnet und den meisten Spaß macht - das Erfolgserlebnis?

Niemandem soll vorgeschrieben werden, wie er an seine Items kommt. Aber sich den Erfolg zu kaufen, hat so ein bisschen was vom verpönten Beruf "Sohn".

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