Fünf Jahre World of WarCraft

(Special)

von Oliver Hartmann (11. Februar 2010)

Happy Birthday, World of Warcraft! Das erfolgreichste Online-Spiel der Welt feiert seinen fünften Geburtstag. Und wir werfen einen Blick zurück - von der ersten Ankündigung im Sommer 2001 bis zum finalen Kampf in der Eiskronenzitadelle. Fünf Jahre WoW: Die Geschichte einer Spiele-Revolution.

Es ist der 31. August 2001. In Deutschland wird mit der D-Mark bezahlt. In den USA ist der elfte September ein Tag wie jeder andere. Und in London stellt ein Mann namens Bill Roper World of Warcraft vor. Mit Understatements hält er sich nicht lange auf - World of Warcraft, so Roper poetisch, soll das Chaos in einem epischen Ausmaß orchestrieren. Als spielbare Rassen werden Orks, Menschen und Tauren bekannt gegeben, der Release für 2003 angekündigt. Es dauert bis 2004. Und der Hype ist enorm.

Im Frühjahr 2004 erreicht Blizzard die geschlossene Beta-Phase, einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von Online-Rollenspielen. Wie bei diesen Versionen üblich, funktionieren einige Spiel-Elemente nicht richtig, andere sind schlicht noch nicht implementiert. World of Warcraft macht trotzdem Spaß - aber den späteren Erfolg sagt in diesem Ausmaß niemand voraus. Kein Wunder, schließlich gelten Online-Rollenspiele 2004 als Nischen-Titel, als Beschäftigungstherapie für 30jährige Nerds und Geeks, die immer noch bei Mama wohnen und Freundinnen nur vom Hörensagen kennen. Ein MMO für den Massenmarkt? In diesen Zeiten ist das unerhört.

Die Höllenfeuerhalbinsel war das erste Gebiet, das Neuankömmlinge in Burning-Crusade zu sehen bekamen.Die Höllenfeuerhalbinsel war das erste Gebiet, das Neuankömmlinge in Burning-Crusade zu sehen bekamen.

Von wegen Bauchlandung

Im November 2004 wechselt WoW schließlich in die Open Beta. Blizzard will die Belastbarkeit der Server testen. Und die halten; drei Wochen später erscheint World of Warcraft in den USA und verkauft am ersten Tag 240.000 Exemplare. Das ist nicht nur Verkaufsrekord für ein PC-Spiel. Das sind Zahlen von einem anderen Stern. Am 11. Februar 2005 wiederholt Blizzard das Kunststück in Europa. Dort gehen am ersten Tag 280.000 Spiele über den Ladentisch. Wieder Verkaufsrekord. Die Kritiker, die Blizzard jahrelang eine Bauchlandung vorhersagten - ja, die gab es damals, auch wenn sie das heute gewöhnlich hartnäckig leugnen - sind schockiert.

Dieses Video zu WoW schon gesehen?

Das MMO-Geschäft brummt. Im Juni 2005 meldet Blizzard, dass weltweit mehr als zwei Millionen zahlende Kunden nach Azeroth aufgebrochen sind. Man braucht keinen Taschenrechner, um grob zu überschlagen, wieviel Geld da monatlich den Besitzer wechselt. Im gleichen Zeitraum gehen auch in China die ersten WoW-Server online. Blizzard passt sich geschickt den dortigen Gepflogenheiten an und verzichtet auf ein monatliches Abo-Modell. Abgerechnet wird landestypisch per Stundenbasis.

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