Test Fable 3 - Seite 4

Es gibt viele sehr stimmungsvolle Orte wie diesen.Es gibt viele sehr stimmungsvolle Orte wie diesen.

Stummer Held

Für eine Sache müssen wir den Entwicklern aber noch einmal richtig danken. Schließlich sind derart abwechslungsreiche Quests wie in Fable 3 in vielen Rollenspielen eine Seltenheit. Hiervon könnte sich Arcania - Gothic 4 eine Scheibe abschneiden. Es gibt natürlich auch viele Lauf-Aufgaben und dergleichen, doch es gibt dafür richtig schöne Höhepunkte. Besonders lustig ist die Mission, in der ihr in einer Art Brettspiel mitwirkt und die Entwickler weder sich selbst noch die Fantasy-Welt Ernst nehmen.

Auch die deutsche Sprachausgabe überzeugt. Einige Sprecher agieren auf sehr hohem Niveau und es ist eine wahre Freude, den Charakteren zu lauschen. Ein paar Aussetzer gibt es zwar dennoch, aber dank der durchweg grandiosen Klangkulisse wird euch ein epischer Soundtrack zuteil. Der Held selbst bleibt eher stumm. Er spricht zwar zu den nötigen Zeitpunkten, in manchen Situationen hätten wir uns aber durchaus mehr Worte gewünscht. Gerade wenn wir mit dem Bewohnern gesprochen haben.

Euer treuer Begleiter: ein Hund.Euer treuer Begleiter: ein Hund.

Bekanntes Spielgefühl

Obwohl wir ja bereits deutlich gemacht haben, dass das Leben als König in Fable 3 extrem motivierend ist und wir selten so an virtuellen Entscheidungen gehangen haben, müssen wir dies doch gleichzeitig kritisieren. Das ganze Herrscher-System ist ein bisschen zu oberflächlich. Natürlich sind einige Entscheidungen, die wir treffen und Versprechen, die wir einlösen müssen, nervenaufreibend, aber wenn wir zum Beispiel entscheiden, welches Bauwerk hier oder dort hinkommt, wirkt das aufgesetzt. Immer wieder werden wir mit der eigentichen Armut an Entscheidungen und Konsequenzen konfrontiert. Auch wenn danach wieder Momente kommen, die uns das vergessen lassen.

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Es ist ein hin und her. Das Leben als König macht einerseits extrem viel Spaß, zeigt aber auch stellenweise die Schattenseiten von Fable 3. Nämlich, dass sich Fable 3 wie ein Add-On zu Fable 2 anfühlt. Denn so richtig neu ist nur das Herrschen, fast alles andere bleibt beim Alten.

Pro:

  • epische Geschichte
  • simple Steuerung
  • motivierendes Herrschen
  • gute deutsche Sprecher
  • detailreiche Städte
  • weitreichende Entscheidungen
  • intuitives Kampfsystem
  • ausgeklügeltes Rollenspiel-System
  • stimmungsvoller Soundtrack
  • interessante Charaktere

Contra:

  • schwacher Einstieg
  • altbacken wirkende Grafik
  • zu wenig Herausforderung und zu leichte Kämpfe
  • Hauptstory mit 10 bis 14 Stunden recht kurz
  • oft bleibt der Held stumm

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Ich bin normalerweise der letzte, der sich wegen fehlender Innovation beschwert. Ich brauche das nicht, ehrlich. Aber Fable 3 fühlt sich exakt genau so an wie sein Vorgänger. Das hat Vor- und Nachteile. In den ersten Stunden habe ich kaum einen Unterschied gemerkt. Wirklich schlecht ist das nicht, schließlich habe ich den zweiten Teil gerne gespielt. Allerdings kommt die Geschichte sehr langsam in Fahrt und ich habe mich stellenweise wirklich gelangweilt. Im Laufe der Zeit jedoch gab es endlich dramatische Momente, die mich richtig an der Gurgel packten - die Handlung braucht zwar ein bisschen Zeit, zieht dann aber doch noch alle Register.

Richtig los geht Fable 3 erst, wenn man als König herrscht. Hier treffen eure Entscheidungen ganz Albion. Ich habe zuvor selten so einen Spaß gehabt, dem Volke Gutes zu tun und zu dienen, da viele Entscheidungen die ich traf, auch spür- und sichtbare Konsequenzen hatte. Trotzdem fehlt dem System stellenweise der Tiefgang und das trübt die Freude. Auch die nicht ganz auf der Höhe wirkende Grafik enttäuscht mich - ja, Fable 3 spielt sich nicht nur wie der Vorgänger, es sieht auch genau so aus. Dennoch ist es ein tolles Spiel, das noch viel besser sein könnte, wenn Lionhead sich noch mehr dem Herrschafts-System gewidmet hätte.

85 Spieletipps-Award

meint: Die epische Geschichte und das motivierende Herrschen als König überwiegen die Kritikpunkte.

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