Test Cities in Motion: Konkurrenz für SimCity und Transportgigant

von Sandra Friedrichs (16. Februar 2011)

Siebzehn Uhr und die Nerven liegen blank. Es ist mal wieder Feierabendverkehr und die Autos stauen sich über etliche Hauptverkehrsstraßen zusammen. Die Metros, Busse und Straßenbahnen sind komplett überfüllt und extrem stickig. Kommt euch in solch einem Moment nicht auch der Gedanke, dass ihr viel bessere Transportsysteme planen könntet? Dann beweist es in Cities in Motion!

Verkehr zu beobachten, ist schon im wahren Leben spannend.Verkehr zu beobachten, ist schon im wahren Leben spannend.

Sim City schwächelt und auch der letzte, traditionelle Industriegigant kam bereits vor neun Jahren auf den Markt. Kurzum: Alle Möchtegern-Bürgermeister und Verkehrsregler sitzen auf dem Trockenen. Cities XL war 2009 immerhin eine nette Abwechslung, konnte aber wegen seines niedrigen Schwierigkeitsgrads keine Liebhaber echter Wirtschaftssimulationen befriedigen.

Jetzt hingegen könnt ihr euch wieder in den Städten tummeln und sie mit euren Taten beeinflussen. Allerdings sprechen wir hier nicht etwa von einem neuen Der Industriegigant-Titel, sondern von Cities in Motion. Zusätzlich dreht sich das Spiel lediglich um die Bürgertransporte. Aber keine Bange, die bereiten genügend Arbeit. Das versprechen wir euch.

"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!": Die Hauptstadt ist auch virtuell vorhanden."Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!": Die Hauptstadt ist auch virtuell vorhanden.

Oberflächliche Erklärungen

Bevor ihr euch ans Werk macht, gibt euch das Spiel eine längere Einstiegshilfe. Dort erklärt euch ein älterer Mann, wie ihr Buslinien baut, unterirdische Metros zum Laufen bringt und Wasserbusse platziert. Allerdings ist die Einführung oberflächlich und reißt wichtige Themen nur kurz an. Beispielsweise klickt ihr umständlich in Untermenüs umher, um die Effizienz einer bestimmten Straßenbahnlinie einzusehen. Meistens bemerkt ihr dann rote Smileys, die auf Kundenunzufriedenheit hinweisen. Doch Tipps oder Anzeigen wie "es fahren zu wenig Busse" oder "die Busse sind zu alt" gibt es nicht. So schüttelt ihr meist eine dürftige Notlösung aus dem Ärmel, um die Linien rentabler zu gestalten. Das funktioniert allerdings selten.

Darüber hinaus zeigt euch das Spiel nicht an, ob eine Buslinie an einem bestimmten Ort überhaupt etwas nützt und wie viel sie im Nachhinein einbringt. Auch ein Kostenvergleich zwischen den einzelnen Verkehrssystemen Bus, Straßenbahn, Metro, Helikopter und Wasserbusse fehlt. Hätte euch die Einführung bei diesen essenziellen Knackpunkten etwas mehr unter die Arme gegriffen, wäre der Sprung von "Tutorial City" nach Berlin viel angenehmer gewesen. Schließlich ist die deutsche Hauptstadt gut zehn mal so groß wie die Übungsmetropole aus besagtem Tutorial. Logisch, dass so schnell Probleme mit den längeren Transportwegen und den entsprechend höheren Kosten entstehen.

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