Special 20 Jahre Street Fighter 2: Der Meilenstein der Prügelspiele - Erst Final Fight, dann die Lust auf Experimente und Street Fighter 2

(Special)

Der kreative Kopf hinter der Street Fighter-Reihe ist Yoshiki Okamoto.Der kreative Kopf hinter der Street Fighter-Reihe ist Yoshiki Okamoto.

Erst Final Fight, dann die Lust auf Experimente

Diese Einstellung änderte sich erst Anfang der 90er. Zuvor veröffentlichte Capcom unzählige Prügelspiele, die ordentliche Verkaufszahlen erzielten. Allen voran Final Fight, das eigentlich als Nachfolger von Street Fighter fungieren sollte. Allerdings entschied sich der Hersteller dagegen, da das Spielprinzip zu stark abwich. Oder habt ihr in Street Fighter jemals blutig mit Messern oder anderen Waffen gekämpft? Nein und daher zählt Final Fight als ein eigenständiges Produkt. Dieses avancierte im Übrigen anno 1990 zu einem der bestverkauften Arcade-Spiele.

Capcom gab nach diesem Erfolg dem Schöpfer von Street Fighter, Yoshiki Okamoto, grünes Licht für einen Nachfolger. Die Firma hatte nach dem regelrechten Goldregen von Final Fight wenig zu verlieren und war bereit für Experimente. Wäre ihnen zu diesem Zeitpunkt schon klar gewesen, dass Okamoto mit Street Fighter 2 einen Meilenstein des Beat'em up-Genres setzen würde, hätten sie den Nachfolger wohl nicht erst vier Jahre hinausgezögert. Schließlich schlug der zweite Teil der Straßenkämpfer sogar den Erfolg von Final Fight - und zwar bei Weitem!

Street Fighter 2 erschien 1991 als Arcade-Titel in den Spielhallen.Street Fighter 2 erschien 1991 als Arcade-Titel in den Spielhallen.

Street Fighter 2 schlägt ein

1991 erschien Street Fighter 2 weltweit, doch in Amerika sorgte es schon im Vorfeld für Furore. Das Spielemagazin EGM rezensierte den Titel frühzeitig und löste eine noch nie dagewesene Begeisterungswelle aus. Es veröffentlichte Specials zu den acht spielbaren Charakteren, deren Spezialangriffen und Taktiken. Nicht zuletzt die zahlreichen Bilderstrecken machten die amerikanischen Spieler heiß auf das optisch toll inszenierte Spiel. Jeder wollte wenigstens einmal Hand an den Street Fighter 2-Spielautomaten mit dem CPS-1 (Capcom Play System 1) legen. Daher verwundert es kaum, dass der Titel in den ersten Wochen nicht nur wie eine Bombe einschlug, sondern auch der verstaubten Spielhallenkultur einen zweiten Frühling bescherte.

Heute wissen wir: Nach einem Hype folgt oft die Ernüchterung, da das Spiel die überzogenen Erwartungen meist enttäuscht. Das war bei Street Fighter 2 nicht der Fall. Der zweite Teil hat die wichtigsten Elemente wie Spezialangriffe oder die 2D-Umgebungen zwar übernommen, aber vielschichtiger und motivierender gestaltet. Die Spieler beschäftigten sich so mehr mit dem Spiel und lernten die besten Angriffsketten auswendig. Das ging sogar so weit, dass sie regelmäßig Turniere in den jeweiligen Städten ausfochten. Derartiges hatte in diesen Ausmaßen noch kein Arcade-Titel geschafft.

Weiter mit: "Einfach zu bedienen, schwer zu meistern" und Charaktere mit Wiedererkennungswert

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