Donkey Kong: Ein Blick auf 30 Jahre als Schurke und Held - Geburt eines neuen Genres und Verklagt in Amerika

(Special)

Donkey Kong war das erste Videospiel, dessen Hintergrundgeschichte schon vorher erdacht wurde.Donkey Kong war das erste Videospiel, dessen Hintergrundgeschichte schon vorher erdacht wurde.

Geburt eines neuen Genres

Miyamoto arbeitet zusammen mit Gunpei Yokoi, der neun Jahre später den Gameboy erfinden wird. Es soll ein Spiel werden, das im Gegensatz zu allen bisherigen über individuelle Figuren verfügt und nicht nur unpersönliche Raumschiffe in die Schlacht schickt. Miyamoto lässt sich bei der Personenkonstellation von dem Comic-Klassiker Popeye inspirieren. Die Charaktere selbst lassen Parallelen zu King Kong und Die Schöne und das Biest erkennen.

Auch die Handlung steht bald fest: Ein lustiger Zimmermann namens Jumpman (erst später Mario getauft) hat seinen Affen schlecht behandelt. Aus Rache entführt dieser die Freundin des Zimmermanns auf ein Baugerüst und wirft von dort aus mit Fässern. Der Affe soll Donkey Kong heißen, genauso wie das Spiel selbst. Kong ist das japanische Wort für Gorilla, aber noch heute ist nicht ganz klar, woher der Vorname stammt. Soll der Affe vielleicht Monkey Kong heißen, und ein Hörfehler sorgt für das "D"? Oder will Miyamoto mit "Donkey" die eselhafte Dummheit ("donkey" ist das englische Wort für Esel) des Affen andeuten? Aber wie dem auch sei - das fertige Donkey Kong wird am 9. Juli 1981 ausgeliefert und geht als erstes Hüpfspiel der Welt in die Geschichte ein. Denn Mario ist die erste Spielfigur in einem sogenannten Plattform-Spiel, die springen kann.

Donkey Kongs Erfolg legt den Grundstein für Hiroshi Yamauchis Milliardenvermögen.Donkey Kongs Erfolg legt den Grundstein für Hiroshi Yamauchis Milliardenvermögen.

Verklagt in Amerika

Miyamotos ehrgeizige Arbeit zahlt sich aus. Und das obwohl seine amerikanischen Nintendo-Kollegen den Namen Donkey Kong zunächst für lächerlich halten, da er nichts Reißerisches wie "Zerstörung" oder "Weltraum" enthalte. Und überhaupt sei nur bei Baller- und Puzzle-Spielen mit nennenswertem Umsatz zu rechen. Doch das revolutionäre Spielkonzept, das erstmals in einzelnen Zwischensequenzen eine Geschichte erzählt, wirkt wie ein Magnet in den Spielhallen. Nach einem Jahr stehen schon über 60.000 Donkey-Kong-Automaten in Amerika und Japan.

Zahlreiche Lizenzverkäufe an Merchandising-Firmen folgen. Der Spielwarenhersteller Coleco erhält schließlich die Rechte an Portierungen des Spiels für andere Systeme. Endlich ist der amerikanische Markt erobert, Hiroshi Yamauchi kann aufatmen. Doch die Universal Studios sehen in Donkey Kong ihre Markenrechte an dem Film King Kong von 1933 verletzt. Es kommt zu einer denkwürdigen Gerichtsverhandlung, aus der Nintendo letztlich als Sieger hervorgeht. Nintendo belohnt seinen Anwalt John Kirby mit einem Segelboot namens "Donkey Kong" und mit dem alleinigen Recht, weitere Segelboote auf diesen Namen zu taufen.

Weiter mit: Unwürdige Nachfolger, Karriereknick und Rückkehr-Versuch

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