Day Z: Ein soziales Experiment - Paranoia und soziale Experimente

(Special)

Fang der Fliegen

Wenn ihr euch zum ersten Mal einer Gruppe Untoter nähert, sollte ein Satz mantraartig eure Gedanken beherrschen: "Ich muss leise sein". Denn die ehemals lebendigen Bürger der Insel sehen zwar nicht gut, hören aber umso besser.

Ein Zombieangriff aus der Nähe: furchteinflößend!Ein Zombieangriff aus der Nähe: furchteinflößend!

Nicht nur das Summen der Fliegen, die die herumliegenden Leichen umschwirren, sondern auch euch.

Und täuscht euch nicht: Haben sie euch gehört, sind sie euch unverzüglich und mit erstaunlicher Geschwindigkeit auf den Fersen. In so einem Fall ist es ratsam, die Beine in die Hand zu nehmen, so ihr nicht ebenfalls zum Fang der Fliegen werden wollt.

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Solltet ihr es schaffen, den Untoten zu entkommen, erscheint euch die vorherige Einsamkeit der Insel höchstwahrscheinlich als Paradies auf Erden. Nach einer Dosis Schmerztabletten, die das panikartige Zittern nach einem Angriff mindern, macht ihr euch auf den Weg.

Denn nach wie vor besitzt ihr keinerlei Waffen. Und die gilt es nun zu finden. Die Ausgangssituation in Day Z ist also alles andere als komfortabel und die ersten Pflänzchen einer tiefgreifenden Paranoia beginnen zu sprießen.

Paranoia und Brudermord

Doch nicht die Zombies stellen die eigentliche Bedrohung in Day Z dar. Gefährlich ist die geringe Menge der Ressourcen. Außer euch tummeln sich nämlich auch andere Spieler auf der Insel. Und diese wollen genau wie ihr nichts anderes als überleben.

Ach, wäre die Insel doch immer so leer ...Ach, wäre die Insel doch immer so leer ...

Vernünftig betrachtet läge nichts näher, als sich mit den anderen auf der Insel Gestrandeten zu verbünden und gemeinsam den Untoten zu trotzen. Doch da kommt wieder die Paranoia ins Spiel.

Denn wer kann sich schon darauf verlassen, dass die Freundschaftsversicherung eines Mitspielers nicht nur ein bloßes Lippenbekenntnis ist? Ein Lippenbekenntnis, das nach bestandenem Kampf plötzlich in eine Art Brudermord umschlägt.

Ganz schnell stehen sich ehemals Verbündete plötzlich als Gegner gegenüber. Wer hier einem anderen Spieler den Rücken zukehrt, muss schon ein gewaltiges Ur- und Weltvertrauen in sich tragen.

Weiter mit: Stockholm-Syndrom im totalen Krieg

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