Test Bioshock Infinite - Deutsche Sprachausgabe gelungen

Deutsche Sprachausgabe gelungen

BioShock Infinite lässt euch genug Zeit zum Verschnaufen. In ruhigeren Abschnitten durchsucht ihr die Umgebung und Mülleimer nach Nahrung, Salzen und Geld. Solltet ihr euch in den Arealen verlaufen, weist ein einblendbarer Pfeil den Weg. Ebenso macht ihr Bekanntschaft mit der Untergrundgruppe "**Vox Populi**", die hier ihren eigenen Kampf gegen die Regierung ausfechtet.

Ihr sammelt "Voxophon"-Tonbänder, in denen ihr allerlei aus der Welt von Columbia erfahrt. Überhaupt wirkt das Spiel auch akustisch wie aus einem Guss. Die deutsche Synchronisation verrichtet einen vorbildlichen Job.

Hängt euch an die Schienen der Sky-Line, um ins nächste Viertel zu gelangen.Hängt euch an die Schienen der Sky-Line, um ins nächste Viertel zu gelangen.

Wie in den Vorgängern helfen euch auch herumstehende Automaten mit Gesundheitstränken, Munition oder erweiterten Fähigkeiten. Mit genug Geld vergrößert ihr Waffenmagazine oder Durchschlagskraft. In Reisetaschen findet ihr außerdem nützliche Kleidung. In vier Kategorien steigert ihr so eure Fähigkeiten, um Waffenpräzision oder Nahkämpfe zu verbessern.

Nach dem verstörenden Spielende (mehr wird nicht verraten) schaltet ihr zudem den "1999"-Modus frei, der eine deutlich knackigere Herausforderung für das zweite Durchspielen liefert. Den 1999-Modus könnt ihr übrigens auch per sogenanntem Konami-Cheat aktivieren.

Fakten:

  • fantastische wie bezaubernde Spielumgebung
  • die Begleiterin Elizabeth weckt Gefühle
  • eigenständiger Grafikstil
  • Spielzeit 10 bis 15 Stunden
  • raffinierter Einsatz der Magiekräfte
  • eine Übersichtskarte fehlt in manchen Spielsituationen
  • keinerlei Mehrspieler-Modi
  • ungeschnitten in Deutschland erhältlich
  • auch als "Bioshock Infinite Premium Edition" (80 Euro) und "Ultimate Songbird Edition" (140 Euro) erhältlich
  • am PC verbesserte Leistung auf nVidia-Karten mit 314.22-Treiber
  • erhältlich für PC, PlayStation 3 und Xbox 360

Meinung von Thomas Stuchlik

Ist Bioshock Infinite vielleicht schon der Spielehöhepunkt des Jahres 2013? Selten hat mich ein Ego-Abenteuer derart gefesselt wie dieses. Allzu gern verliere ich mich in der Wolkenwelt, denn alles wirkt sorgsam ausbalanciert.

Bioshock Infinite verzichtet auch bewusst auf nervige Minispiele und unnötige Spielpassagen. Stattdessen setzt es auf perfekte Inszenierung, die gleichsam faszinierend wie erschreckend ist. Faszinierend, weil sich vor euch eine farbenfrohe Welt voller Entdeckungen entfaltet. Erschreckend, weil das Spiel heikle Themen wie Rassismus anspricht und mit seltenen brutalen Szenen aufwartet.

Dennoch wirkt nichts aufgesetzt oder in die Länge gezogen. Vor allem Begleiterin Elizabeth überzeugt mit Charisma. Schnell seid ihr emotional an sie gebunden. Einer der wenigen Kritikpunkte bildet der niedrige Schwierigkeitsgrad. Auch dank Elizabeths Unterstützung sind die Kämpfe relativ einfach, aber auch frustfrei.

Technisch hat übrigens die PC-Version deutlich die Nase vorn. PS3 und Xbox 360 kämpfen mit gelegentlichen Rucklern und leicht verwaschener Optik.

91 Spieletipps-Award

meint: Dieser beeindruckend inszenierte Ego-Shooter bietet eine stimmige Welt und überzeugt mit charismatischer Begleiterin und fesselnder Geschichte.

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Tags: Singleplayer  

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