Free 2 Play - Licht- und Schattenseiten des Bezahlmodells

(Special)

von Karsten Scholz (11. August 2013)

Millionen Menschen spielen "Free 2 Play"-Spiele, dennoch ist der Ruf der vermeintlich kostenlosen Online-Spiele nicht der Beste. Was sind die Vor- und Nachteile des Bezahlmodells?

Hochwertige "Free 2 play"-Spiele konkurrieren auf Augenhöre mit Vollpreisprodukten.Hochwertige "Free 2 play"-Spiele konkurrieren auf Augenhöre mit Vollpreisprodukten.

Um die Jahrtausendwende herum tauchten die ersten sogenannten "Free 2 play"-Spiele auf: Furcadia (1996), Runescape (2001) oder OGame (2002) heißen die bekannteren Spiele dieser Zeit. Alleine Runescape landete mit über 200 Millionen registrierten Spielern im Guinness-Buch der Rekorde, dennoch ahnte damals niemand, wie sehr das "Free 2 play"-Modell die Spielregeln in der Videospiele-Branche nachhaltig beeinflussen sollte.

Ob PC, Browser, Tablet oder Smartphone, "Free 2 play"-Spiele gibt es heute überall. Und neben spezialisierten Anbietern von kostenlosen Online-Spielen wie Bigpoint, Gameforge oder Zynga drängen auch Hersteller wie Electronic Arts oder Ubisoft auf den Markt, die sich in der Vergangenheit eher auf Vollpreisspiele konzentrierten.

Dieses Video zu Dragons Prophet schon gesehen?

Das Bezahlmodell muss also für Hersteller und Entwickler gleichermaßen attraktiv sein, gleichzeitig zeigt die Masse an registrierten Spielern, dass "Free 2 play" auch für den Konsumenten interessant ist. Doch worin liegen genau die Vorteile dieses Modells? Und wie sieht es mit den Nachteilen aus? Der Blickpunkt geht dem Phänomen "Free 2 play" auf den Grund.

Was bedeutet "Free 2 play" eigentlich?

"Free 2 play" steht für "kostenlos zu spielen" und ist ein Geschäftsmodell, das sich besonders bei Online-Rollenspielen, Browser-Spielen, Smartphone-Applikationen und Online-Shootern durchgesetzt hat. Ein "Free 2 play"-Spiel könnt ihr - anders als ein Pay2Play-Spiel (englisch für "bezahlen um zu spielen") - kostenlos herunterladen und spielen, ohne dafür monatliche Beträge zu bezahlen.

In einigen "Free 2 play"- Spielen schaltet ihr mit einer Premium-Mitgliedschaft sämtliche Inhalte des Spiels frei.In einigen "Free 2 play"- Spielen schaltet ihr mit einer Premium-Mitgliedschaft sämtliche Inhalte des Spiels frei.

Dabei ist der Begriff "Free 2 play" durchaus irreführend, weil selten sämtliche Inhalte des Spiels kostenlos zur Verfügung stehen. Oft gibt es einen virtuellen Laden, in dem ihr euch mit echtem Geld neue Rüstungen oder Waffen kauft, künstliche Einschränkungen - wie etwa beim Chat-System oder der Größe eures Bankfaches - aufhebt oder hochstufige Bereiche für euren Helden freischaltet. Alternativ schließt ihr eine Premium-Mitgliedschaft ab, zahlt monatlich einen gewissen Betrag und genießt dafür sämtliche Inhalte des Spiels ohne Einschränkungen.

Treffender als "Free 2 play" ist also häufig die Bezeichnung "freemium", eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen "free" und "premium", die ebenfalls in der Spielebranche geläufig ist.

Weiter mit: Free2Play und der virtuelle Laden

Tags: Free 2 play  

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