Test Goodbye Deponia: Deutschlands beste Adventure-Reihe geht in Rente

von Stephan Petersen (08. Oktober 2013)

Das Abenteuer auf dem Müll-Planeten Deponia geht auf die Zielgerade. Ob der dritte Teil, Goodbye Deponia, die gewohnte Qualität erreicht oder doch selbst Schrott ist?

Held rufus mit seiner Traumfrau Goal.Held rufus mit seiner Traumfrau Goal.

Vorweg gesagt: Ihr macht mit Goodbye Deponia nichts falsch. Das Spiel ist irre lustig. Inhaltlich knüpft es an die Geschehnisse der Vorgänger Deponia und Chaos auf Deponia an. Noch immer plant der hinterhältige Organon, den Planeten Deponia samt seiner Einwohner in die Luft zu jagen. Wieder einmal schlüpft der Spieler in die Rolle von Antiheld Rufus und versucht das Schlimmste zu verhindern. Denn nicht nur der Organon ist eine Gefahr für Deponia. Auch der tollpatschige Rufus sorgt für allerlei Chaos.

Zwar empfiehlt es sich, die vorherigen beiden Teile gespielt zu haben, da die Geschichte an vorherige Ereignisse anknüpft und es ein Wiedersehen mit einigen Nebencharakteren gibt. Ein Muss ist es jedoch nicht. Recht früh im Spiel gibt euch ein witzig gemachter Dialog einen kurzen Überblick zur bisherigen Handlung. Zudem ist die Geschichte zwar unterhaltsam, jedoch nicht der Star des Spiels. Den Platz im Rampenlicht teilen sich stattdessen die Charaktere und der Humor.

Die Steuerung kommt klassisch daher. Mit einem Mausklick lenkt ihr Rufus durch die Szenen und sucht diese nach spielrelevanten Gegenständen ab. Findet ihr etwas Interessantes, ändert sich der Cursor entsprechend und ihr könnt das jeweilige Objekt untersuchen und/oder manipulieren. Wer sich nicht zu lange mit der Suche aufhalten will, sieht nach einem Klick auf die Leertaste die wichtigsten Objekte eines Schauplatzes.

Virtuelle Hindernisse

In der Regel wandert der Gegenstand per Mausklick in euer Inventar. Dort könnt ihr alles, was ihr in der Spielwelt gefunden habt, miteinander kombinieren. Oder ihr wählt einen Gegenstand aus und setzt ihn in der Spielwelt ein.

"Wer die Vorgänger gespielt hat, der weiß warum Schnabeltiere lustig sind.""Wer die Vorgänger gespielt hat, der weiß warum Schnabeltiere lustig sind."

Genretypisch gibt es stets ein virtuelles Hindernis, an dem ihr vorbeikommen müsst. Mal benötigt ihr einen speziellen Gegenstand, mal versucht ihr eine Tür zu öffnen. Um das zu schaffen, setzt ihr eure grauen Zellen ein und löst Denksportaufgaben. Den größten Anteil daran haben die schon erwähnten Kombinations-Rätsel. Daneben warten Dialog-Knobeleien und Mini-Spiele auf euch.

Der Schwierigkeitsgrad der Kombinations-Rätsel schwankt teilweise stark. Eine Lernkurve ist nicht wirklich vorhanden. So gibt es durchaus früh im Spiel einige Rätselketten, die eure Hirnwindungen zum Glühen bringen während ihr euch bei mancher späterern Denksportaufgabe, etwa in einer Fabrikanlage, fast durchklickt. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass besagter Abschnitt in der Fabrik deutlich kürzer und die Rätseldichte entsprechend geringer ist.

Weiter mit: Glühende Hirnwendungen

Inhalt

Tags: Singleplayer  

Kommentare anzeigen

Videospiel-Psychologie: Sagt uns, wie ihr spielt und wir sagen euch, wer ihr seid

Videospiel-Psychologie: Sagt uns, wie ihr spielt und wir sagen euch, wer ihr seid

Persönlichkeitstests sind absoluter Unsinn, oder? Eigentlich macht ihr sie doch nur, um euch über das Ergebnis (...) mehr

Weitere Artikel

Letzte Inhalte zum Spiel

"Monster Hunter World"-Beta wird wiederholt

"Monster Hunter World"-Beta wird wiederholt

Die erste Beta ist noch nicht lange vorbei. Die Reaktionen der User sogar größtenteils positiv. Nun hat Capco (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Goodbye Deponia (Übersicht)