25 Jahre Mega Drive: Segas 16-Bit-Krieger feiert Geburtstag

(Special)

von Micky Auer (29. Oktober 2013)

Vor 25 Jahren kracht ein schwarzer Blitz in die Konsolenwelt und sorgt mit rasanten Spielen und einem frechen Maskottchen für Furore. Das Sega Mega Drive ist geboren.

Unter der schwarzen Plastikhülle des Mega Drive lauert ein starker Hauptprozessor.Unter der schwarzen Plastikhülle des Mega Drive lauert ein starker Hauptprozessor.

Herzlichen Glückwunsch zum 25sten Geburtstag, liebes Mega Drive! Wie konnte es nur soweit kommen?

Während in Japan Nintendos Famicom (bei uns bekannt als NES) regiert, holt Sega zum Finalschlag im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Konsolenmarkt aus. Segas eigene Heimkonsole Master System steht zu diesem Zeitpunkt noch in den Läden, doch Sega wagt nun mit dem Mega Drive den Sprung von 8 zu 16 Bit.

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Der schwarze Plastikkasten verfügt über einen Lautstärkeregler, einen Kopfhöreranschluss und sein Modulschacht gleicht einem finsteren Grinsen. Auf den ersten Blick ist klar: Das ist nicht einfach nur ein Spielzeug. Das ist ein ernst zu nehmendes Stück Technik. Am 29. Oktober 1988 steht das Mega Drive in Japan zum Kauf bereit.

Die wichtigsten technischen Daten der neuen Konsole geben Aufschluss über die damalige technische Überlegenheit gegenüber den bekannten 8-Bit-Systemen. Die Daten beziehen sich auf die PAL-Version des Geräts (in Deutschland ist das Mega Drive erst 1990 erschienen):

  • Hauptprozessor: 16-Bit Motorola 68000 mit 7,61 MHz
  • Zweitprozessor: Zilog /80a mit 3,55 MHz
  • ROM: Maximal 32 MBit
  • Video-RAM: 64 KiB
  • Farb-RAM: 64 x 9 Bit
  • Farbpalette: 512 Farben
  • Maximale Farben gleichzeitig: 64
  • Maximale Anzahl von Sprites (bewegliche Figuren): 80
  • Auflösung: 320 x 240

Ein Blick unter die Haube des Mega Drive.Ein Blick unter die Haube des Mega Drive.

Das Mega Drive präsentiert sich pechschwarz, überlegen, stark und randvoll mit überschäumender Prozessorenleistung. Basierend auf den erfolgreichen Spielhallengeräten der Serie "System 16" (Shinobi, Altered Beast), stellt Sega mit dem Mega Drive eine Konsole vor, die das typische Spielhallengefühl nach Hause bringen soll.

Und das scheinbar zum richtigen Zeitpunkt. Die Heimcomputer Amiga 500 und Atari ST erfreuen sich im Westen großer Beliebtheit. Die Heimkonsolen NES (Famicom in Japan) von Nintendo und Segas eigenes Master System können technisch nicht mehr lange gegen diese Geräte bestehen. Lediglich die PC Engine (TurboGrafx 16 in den Vereinigten Staaten) von NEC und Hudson krallt sich erbittert am japanischen Markt fest und bietet der technischen Übermacht Paroli.

Während der Entwicklungszeit erhält die Konsole den Projektnamen "**MK-1601**". Der damalige Präsident von Sega, Hayao Nakayama, entscheidet sich für den Namen Mega Drive. "Mega" soll Überlegenheit ausdrücken. Mit "Drive" asoziiert man Rasanz und Schnelligkeit. Der Name ist gut gewählt. Schließlich arbeitet der leistungsfähige Prozessor Motorola 68000 im Herz der Konsole.

Weiter mit: Spielesegen für das Mega Drive

Tags: Hardware  

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