Test Killzone - Shadow Fall im Test: Shooter-Revolution lässt auf sich warten

von Olaf Bleich (29. November 2013)

Alle Augen schauen auf Killzone - Shadow Fall. Es ist der Kaufgrund zum Start der PlayStation 4. Aber hat das martialische Actionspiel diese Vorschusslorbeeren überhaupt verdient?

Auge in Auge mit dem Feind: Die Helghast schlagen wieder zu!Auge in Auge mit dem Feind: Die Helghast schlagen wieder zu!

Seitdem das niederländische Entwicklerteam Guerilla Games Im Jahre 2004 Killzone für PlayStation 2 veröffentlichte, ist der knackige Ego-Shooter eines der Aushängeschilder für Sonys Heimkonsole. Nicht wenige bezeichnen Killzone auch als den offiziellen Halo-Killer.

Jedenfalls trägt die Marke Killzone mächtig zum Erfolg von PlayStation und natürlich Guerilla Games selbst bei. 2006 folgte Killzone - Liberation für PlayStation Portable. 2009 schließlich Killzone 2 für PlayStation 3.

Zwei Jahre später kam Killzone 3 und erst in diesem Jahr erschien auch Killzone - Mercenary für PlayStation Vita. Ihr seht: PlayStation und Killzone. Das passt wie Arsch auf Eimer.

Als Killzone - Shadow Fall offizell als Startspiel für PS4 feststand, war deshalb auch das Geschrei groß und der Druck auf Guerilla Games noch größer. Nach der Verschiebung von DriveClub ist Killzone - Shadow Fall das wichtigste Spiel im Aufgebot von Sonys neuer Konsole. Wenn ihr über Sonys "Neugeborenes" mehr wissen wollt, schaut ihr übrigens am besten hier nach.

Vom Kind zum Soldaten

Killzone - Shadow Fall erzählt eine finstere Geschichte von Völkermord und Krieg. Nach dem so genannten Terrazid ist der Planet Helghan unbewohnbar. Die Überlebenden landen daher auf der anderen Hälfte des Planeten Vekta. Einstige Feinde - also die Helghast und die Menschen - sind nun lediglich durch eine Mauer getrennt. Der Zwist ist vorprogrammiert.

Zum Start des Spiels steuert ihr Lucas Kellan, der gemeinsam mit seinem Vater die Heimat verlassen muss. An dieser Stelle macht ihr auch Bekanntschaft mit Sinclair, einem "Shadow Marshall", der die Kellans über die Grenze schmuggeln will. Natürlich läuft nicht alles wie geplant und schwupps ... schon ist Lucas ein Waise. In zwei kurzen Zeitsprüngen macht Killzone - Shadow Fall den Protagonisten vom kleinen Jungen zum Soldaten und Shadow Marshall. Ein merkwürdiger Einstieg.

Die Geschichte wirkt etwas gehetzt erzählt. Die Zwischensequenzen sind zu kurz, die Dialoge zu platt und letztlich bleiben auch nach den 10 Stunden Spielzeit zu viele Fragen offen. Obendrein packt das Spiel auch immer wieder die Moralkeule aus. Motive wie den angesprochenen Völkermord, Terrorismus und Rassismus hämmert es geradezu plump immer wieder ins Gedächtnis zurück.

Das nervt auf Dauer, besonders weil nahezu alle Figuren - allen voran Protagonist Lucas und Helghast-Überläuferin Echo - nur Rollenklischees verkörpern. Echte Identifikationsfiguren sind sie nicht. Die hohle Geschichte von Battlefield 4 lässt grüßen!

Weiter mit: Technische Hilfsmittel und Orientierungsprobleme

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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Meinungen - Killzone - Shadow Fall

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