Test Thief 4 - Ton-Probleme und die Design-Schwächen

Hasst du Töne?

Die Verkaufsversion, die zum Test von Thief vorliegt, ist nicht fehlerfrei. Das wird vor allem angesichts von herben Schnitzern beim Ton deutlich. Abgesehen davon, dass im Test bei zwei Zwischensequenzen die Vertonung der Hauptcharaktere fehlt, regt die virtuelle Schallausbreitung zum Stirnrunzeln an.

Wenn ihr heimlich ein Gespräch belauschen wollt, dürft ihr euch nicht von den Spielfiguren abwenden. Denn sobald ihr in eine andere Richtung blickt, verkümmert der Ton zu einem Flüstern im Wind. Sollte ein Gespräch also hinter einer Tür stattfinden, kommt es mitunter vor, dass ihr sekundenlang auf eine Wand starrt. Doof, wenn dann in genau dem Moment eine Wache um die Ecke geschlendert kommt.

In einigen Zwischensequenzen fällt noch ein anderes Problem auf: Es gibt Szenen, in denen ihr kein Wort versteht, da Umgebungsgeräusche die wichtige Unterhaltung schlicht und ergreifend übertönen.

Doch Besserung ist in Sicht: Wie Hersteller Square Enix gegenüber spieletipps bestätigt, sind die Probleme bekannt und eine Aktualisierung ist bereits in Arbeit. Sollte diese die angesprochenen Tonprobleme beheben, würden die Hauptkritikpunkte in Thief aus der Welt geschafft werden.

Angewurzelte Charaktere und Lade-Orgie

Auch in anderen Aspekten wirkt Thief nicht vollkommen rund. Hier begrenzen sich die Kritikpunkte jedoch auf kleinere, stilistische Mängel. Denn abgesehen von den patrouillierenden Wachen und einer überschaubaren Anzahl von Spaziergängern, wirken alle anderen Figuren wie angewurzelt.

Wenn gegen Ende der Kampagne beispielsweise derselbe Herr immer noch seine Blase auf der Kneipen-Toilette entleert, wirkt das reichlich unglaubwürdig. Niemand pinkelt 15 Stunden (oder zwei spielinterne Wochen) am Stück.

Bis auf patrouillierenden Wachen begegnet ihr in der Stadt kaum einer Person.Bis auf patrouillierenden Wachen begegnet ihr in der Stadt kaum einer Person.

Die Ladezeiten der einzelnen Stadt-Abschnitte innerhalb der offenen Spielwelt stoßen ebenfalls sauer auf. Anfangs mag das noch nicht sonderlich stören. Da ihr die Wege der Feinde noch nicht auswendig kennt, dauert es zu Beginn eine Weile bis ihr in ein anderes Areal wechselt.

Mit der Zeit rauscht ihr jedoch weitaus selbstbewusster durch die Gegend. Und dann kann es schon gehörig nerven, wenn alle paar Augenblicke eine neue Ladepause den Spielfluss unterbricht. Es mag sein, dass dieses Manko den Versionen für PS3 und Xbox 360 geschuldet ist. Auf PC, PS4 und Xbox One wirkt die Lade-Orgie jedoch altbacken.

Weiter mit: Tolle Technik, geschmeidige Steuerung, Fakten + Fazit

Tags: Singleplayer  

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