Test Infamous - Second Son: Langsam kommt die neue Konsole in Fahrt

von Jens-Magnus Krause (20. März 2014)

Für Infamous - Second Son liefert Entwickler Sucker Punch gute Kaufargumenten: unverbrauchter Protagonist, frei begehbares Seattle, fließender Übergang zwischen Geschichte und Spielfluss. Reicht das?

Der neue Protagonist Delsin Rowe erlangt zu Beginn des Spiels eher zufällig seine Superkräfte.Der neue Protagonist Delsin Rowe erlangt zu Beginn des Spiels eher zufällig seine Superkräfte.

In vielen Videospielen sind die Geschichte und die sich daraus ergebenden Missionsaufgaben vorausschaubar. Infamous - Second Son macht direkt zu Beginn klar, dass es anders geht. Denn alles, was ihr spielt, ergibt sich irgendwie immer aus der Geschichte - ohne, dass es absehbar ist. Dafür gibt es viele Faktoren: die herausgearbeiteten Charaktere, Entscheidungsfreiheiten an bestimmten Stellen und die kinoähnlichen Zwischensequenzen, in denen ihr von einem humorvollen Schlamassel ins nächste rutscht.

Das beste Beispiel dafür ist der Einstieg. Hier gibt es kein klassisches Tutorial, sondern direkt eine Graffiti-Sprühdose in die Hand. Bevor euch die anrückende Polizei bei eurer künstlerischen Tätigkeit erwischt, flüchtet ihr in ein Haus, deren Besitzerin euch aus Wohlgefallen die Polizei vom Hals hält und so könnt ihr kurz darauf am Seeufer eine Kletterpassage absolvieren. Die kurzweilige Abwechslung, die direkte Steuerung, die überzeugende Grafik und die folgenden Erzählstränge ziehen euch spätestens ab dann in den Bann.

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Was geht hier vor sich?

Angeblich hatte der Hauptcharakter der ersten beiden Serienteile, Cole MacGrath, die Menschheit am Ende des zweiten Spiels mit Superkräften per Explosion beseitigt. Doch es gibt Überlebende! Aus Angst vor Angriffen der mutierten, übermächtigen Menschen - im Spiel Conduits oder Bio-Terroristen genannt - hat die Regierung das Department of Unified Protection (DUP) gegründet. Das eine Spezialeinheit zum Schutz der Bevölkerung vor Bio-Terroristen. Jede Stadt verfügt seitdem über ein eigenes Sicherheitssystem, inklusive der stetigen Überprüfung auf gefährliche Aktivitäten und strikter Einlasskontrollen. So ist es auch in Seattle, dem Schauplatz des Spiels.

Das virtuelle Seattle zeigt detaillierte Umgebungsgrafik.Das virtuelle Seattle zeigt detaillierte Umgebungsgrafik.

In der frei erkundbaren Stadt steuert ihr Hauptcharakter Delsin Rowe, einen 24-jährigen Graffiti-Künstler. Dieser gibt sich in seinen Kunstwerken rebellisch gegenüber der Regierung. Und obwohl er wohl gerne im Besitz von Superkräften wäre, erhält er diese zu Beginn des Spiels aus purem Zufall von einem flüchtigen Bio-Terroristen.

Wo ihr im Anschluss noch nach dem Ursprung dieser Kräfte sucht, setzt ihr sie später gekonnt gegen die Regierung und die Handlanger der Direktorin des DUP, Brooke Augustine, ein. Die Ironie daran: Sie ist allwissentlich selbst eine Bio-Terroristin. Dadurch bietet Infamous - Seond Son dramaturgisch bereits gutes Ausgangsmaterial.

Weiter mit: Superkräfte und Karma

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Tags: Singleplayer  

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