Test Sniper Elite 3 - Röntgenblick für brutale Szenen

Im Angesicht des Todes

Das Markenzeichen der Sniper-Serie ist zweifellos die sogenannte Kill-Cam, eine Röntgenkamera die euch bei besonders spektakulären Schüssen die Auswirkungen eurer Kugeln auf den Gegner drastisch vorführt. In Zeitlupe seht ihr euer Geschoss durch die Luft fliegen. Beim Aufschlag auf den Gegner, wird dieser in einer Röntgenaufnahme dargestellt und ihr könnt den Weg der Kugel unangenehm genau verfolgen.

Heftig: Die Röntgenkamera zeigt den Tötungsakt schonungslos.Heftig: Die Röntgenkamera zeigt den Tötungsakt schonungslos.

Organe werden zerissen, Knochen bersten, die deformierte Kugel tritt effektvoll aus dem Körper wieder aus. Die in Deutschland erhältliche Version ist ungeschnitten und unterscheidet sich sogar wegen des generellen Verzichts auf verfassungsfeindliche Symbole nicht von der im Rest der Welt. Sind die ersten 20, 30 Mal beeindruckend anzusehen, nutzt sich die blutige Szenerie aber bald ab und selbst ein Hodentreffer, für den es tatsächlich eine Auszeichnung im Spiel gibt, ruft keine Regung mehr hervor.

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Erfreulicherweise lässt sich die Häufigkeit in den Optionen unter Bullet-Cams reduzieren und sogar ganz ausstellen. Das empfiehlt sich nach einer Weile. Nicht nur, das man sich an den Tötungsakten satt sieht, der Spielfluss wird gerade im Fernkampf gegen mehrere Gegner unterbrochen. Zwar kann man mit der X-Taste die Szene abbrechen, aber die Konzentration ist dahin.

Wie schwer darf es denn sein?

Nein, leicht ist Sniper Elite 3 wirklich nicht. Das Spiel verfügt über vier Schwierigkeitsgrade und bereits auf dem Zweitniedrigsten mit dem Namen Meisterschütze wird die Menge der Gegner und deren Hartnäckigkeit schon zu einer echten Herausforderung. Karl ist kein Superheld und ein, zwei Salven MG-Feuer aus nächster Nähe oder ein gut positionierter gegnerischer Scharfschütze bedeuten das Aus.

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Richtiggehend brutal wird es auf der Einstellung Authentisch. Volle Realitätsnähe bei der Ballistik. Reicht es auf Kadett noch grob in die Richtung des Feindes zu zielen, muss hier Wind, Herzfrequenz und Entfernung ins Kalkül gezogen werden. Die Gegner sind aufmerksamer und fallen gnadenlos über euch her. Ach ja, speichern ist der während einer Mission auch nicht möglich. Wirklich nur für hartgesottene Einzelkämpfer zu empfehlen.

Wer sich so gar nicht in den Vorgaben wiederfindet, darf sich auch seinen eigenen Schwierigkeitsgrad basteln. In der Einstellung Angepasst, lässt sich das Feind-Können, der Ballistische Realismus und die Option für Taktische Hilfe einstellen.

Am besten positioniert ihr euch in einem Scharfschützennest.Am besten positioniert ihr euch in einem Scharfschützennest.

Was es nicht gibt: Komplett selbstauffüllende Lebensenergie. Die Anzeige eurer Gesundheit ist in Segmente eingeteilt und ihr solltet stets einen Blick darauf haben. Im Vergleich zu vielen Shootern, füllt sich immer nur ein "angenagter" Balken wieder auf und nicht euer Gesamtvorrat. Glücklicherweise findet ihr immer wieder mal Bandagen (füllen zwei Balken auf) und Medizinpäckchen (füllen die gesamte Anzeige auf), um euren Einsatz zu Ende zu bringen.

Im Nahkampf ist das Scharfschützengewehr nicht die erste Wahl.Im Nahkampf ist das Scharfschützengewehr nicht die erste Wahl.

So viel Spaß es auch macht Schleichangriffe auszuführen oder von einem geschützen Platz aus Kopfschüsse zu verteilen. Gelangt ihr in einen Nahkampf ist Schluss mit Lustig. Ihr könnt noch hektisch versuchen auf eine Pistole zu wechseln, aber in nahezu allen Fällen hilft nur die Flucht und die Hoffnung nicht in den Rücken geschossen zu werden. Das kann in späteren Missionen schon mal zu unschönen Wutanfällen ausarten.

Weiter mit: Bonusmission: Jagd auf den grauen Wolf

Tags: Uncut   Singleplayer  

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