Vorschau Elite Dangerous: Eine galaktische Spielerfahrung

von Thomas Stuchlik (20. August 2014)

Das vielleicht größte Weltall-Epos aller Zeite soll noch dieses Jahr auf dem PC landen. Auf der Spielemesse Gamescom 2014 beweist Elite Dangerous, warum es ein "Muss-haben"-Spiel für dürstende Weltraum-Anhänger ist.

In Elite Dangerous könnt ihr kämpfen, handeln und das Universum erkunden.In Elite Dangerous könnt ihr kämpfen, handeln und das Universum erkunden.

Ein totgesagtes Genre feiert eine brachiale Rückkehr. Doch es handelt sich in diesem Falle nicht um das verloren geglaubte Adventure, sondern die Weltraumsimulation. In den neunziger Jahren vor allem dank des Erfolgs von Wing Commander beliebt, verschwinden die sogenannten "Space Operas" im Laufe der Jahre langsam von der Bildfläche.

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Doch nun sind sie zurück: Während die X-Reihe Astro-Piloten schon jahrelang versorgt hat, kehrt auch "Wing Commander"-Macher Chris Roberts mit Star Citizen zurück. Auch ein britischer Programmierveteran bringt sein Baby auf Vordermann: David Braben entwickelt 1984 Elite für den 8Bit-Computer Acorn BBC Micro. Ende 2014 erfreut er die Spielergemeinde endlich mit dem größten Serien-Abenteuer namens Elite - Dangerous. "Vor zehn Jahren begann bereits die Entwicklung, doch ich hatte oft schlechte Erfahrungen mit ungeduldigen Publishern. Doch dank unseres unabhängigen Studios können wir es selbst herausbringen."

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Anders als viele andere Weltraum-Ballereien bildet Action nur einen Teilbereich von Elite. Vielmehr kommt es auch auf die Erforschung des Alls, den Handel und die Interaktion mit anderen Online-Piloten an. Grundlage des Mammutprojekts bildet dabei eine realitätsnahe Abbildung unserer Galaxie - der Milchstraße. Und zwar im zahlenmäßigen Maßstab 1 zu 1.

Damit nichts schiefgeht, durften nach dem Kickstarter-Erfolg von Elite Dangerous angemeldete Unterstützer bereits die Alpha-Phase samt Raumkämpfen antesten. Aktuell läuft die kostenpflichtige Beta-Version, die tiefere Einblicke ins fertige Spiel erlaubt. Wer jetzt noch einsteigen will, bekommt auf der Webseite des Herstellers Gelegenheit zur kostenpflichtigen Anmeldung.

Und es kommt doch auf die Größe an!

Die Elite-Serie gilt seit jeher als Pionier in Sachen Computertechnik: Der erste Elite-Teil von 1982 ist Vorreiter einer offenen Spielwelt. Teil 2 Frontier - Elite 2 beeindruckt mit dem wohl größten Spieluniversum überhaupt (siehe auch den Blickpunkt zum Thema "Open World"). Entsprechend Großes haben die Macher auch mit Elite Dangerous vor. Denn hier erwarten euch 400 Milliarden Sternensysteme. 150.000 davon basieren auf real existierenden Sternenkonstellationen - allesamt mit unterschiedlichen Planeten und Wirtschaftssystemen.

Aus eurem Glascockpit begutachtet ihr Planeten und Sonnen aus der Nähe.Aus eurem Glascockpit begutachtet ihr Planeten und Sonnen aus der Nähe.

Wie das alles möglich ist? "**Prozedurale Generierung**" heißt das Zauberwort. Durch mathematische Formeln und vorgegebene Zahlenwerten generiert das Programm die Wunder des Universums nur mittels ein paar Zeilen Programmcode. Auf diese Weise entstehen große Dinge wie Sonnensysteme, aber auch kleinste Details, wie beispielsweise der Rost auf den Raumstationen. Kurzum spart diese Technik Speicherplatz und Arbeitsspeicher.

Um diese gigantische Spielwiese zu bereisen, greift ihr für eure Raumschiffe auf mehrere Antriebsarten zurück. Per Hyperraum-Sprung gelangt ihr von einem Stern zum nächsten. Um die letzte Distanz zu den nächsten Raumstationen zu überbrücken, schaltet ihr auf "Super-Cruise", was aber nur funktioniert, wenn keine hinderlichen Objekte oder Gegner in der Nähe sind. Zuletzt nutzt ihr den normalen Antrieb, um an den rotierenden Raumbasen anzudocken - dem Markenzeichen der Elite-Serie.

Mit eurem treuen Schiff (das ihr aber auch durch ein Neues ersetzen dürft) besucht ihr so stückchenweise das Universum. So beobachtet ihr pulsierende Sonnenoberflächen aus der Nähe, sucht in Asteroidenfeldern nach Verwertbarem und bewundert farbenfrohe Planeten. Leider nur aus dem Orbit, denn landen dürft ihr erst mit kommenden Erweiterungen nach Erscheinen des Spiels.

Weiter mit: Billig einkaufen - teuer verkaufen, Gefechte nach "Star Wars"-Manier

Tags: Singleplayer   Oculus Rift   Science-Fiction  

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