Test Driveclub: Jetzt beginnt Sonys großes, soziales Rennspiel-Experiment

von Thomas Stuchlik (07. Oktober 2014)

Die Durststrecke ist vorbei, denn Driveclub beendet endlich den Rennspielmangel auf der PS4. Erfüllt das Spiel jedoch die Erwartungen? Und warum kommt es erst mit einem Jahr Verspätung heraus?

Hobbyrennfahrern auf Playstation 4 und Xbox One steht ein heißer Rennspielherbst bevor. Denn Forza Horizon 2, Project Cars, The Crew und F1 2014 laden zu ausgiebigen Wettfahrten ein.

Forza Horizon 2 hat auf Xbox One bereits vorgelegt und glänzt mit exzellenten Rennen. Jetzt will auch Driveclub an die Konsole locken - in diesem Fall an die PS4. Schließlich ist die Konsole mit Rennspielen noch unterversorgt.

Lange bildet Need for Speed - Rivals die Ausnahme auf weitem Feld. Eigentlich sollte zum PS4-Start auch Driveclub in die Bresche springen, doch es kommt ganz anders. Simon Barlow, Gestaltungschef bei Entwickler Evolution Studios, erklärt: "Es wäre bereits ein gutes Spiel zum Start gewesen, aber wir wären nicht zufrieden gewesen. Driveclub soll ein Rennspiel-Service, eine Plattform speziell für Rennspieler sein. Dieses Ziel zu erreichen, kostet Zeit."

Um sich von anderen Rennspielen abzuheben, baut Driveclub auf einem eigenen sozialen Netzwerk auf. Deshalb schließt ihr euch einem Auto-Club an und tretet direkt und indirekt gegen andere Raser an. Weltweit. Dabei kommt es nicht immer auf eine Führungsposition an. Stattdessen stellt euch das Spiel Fahraufgaben während der Wettfahrten.

Wenig Realismus, aber dennoch Anspruch

Als Spielmodi steht euch eine zentrale Solokarriere ebenso wie einzelne Herausforderungen und Club-Veranstaltungen zur Verfügung. Logisch, dass ihr zu Beginn klein anfangt. Statt Supersportwagen erwarten euch zunächst Kompaktautos mit gutmütigem Fahrverhalten.

Je nach besuchtem Land heizt ihr zwischen Bergketten, Schneegebirgen oder Wüstenlandschaften herum.Je nach besuchtem Land heizt ihr zwischen Bergketten, Schneegebirgen oder Wüstenlandschaften herum.

Driveclub versetzt euch in die Verfolgersicht oder ins Cockpit originalgetreuer Vehikel bekannter Marken. Etwa 50 Geschosse von Audi, Mercedes, BMW oder Ferrari warten auf eine Ausfahrt. Ein wenig enttäuschend: Supersportwagen von Lamborghini oder Bugatti lassen sich bisher nicht blicken. Die Fahrphysik basiert nicht auf realen Daten, sondern ist eher actionorientiert ausgelegt. Entsprechend leicht fällt natürlich der Einstieg.

Vor allem die Beginnerwagen verhalten sich auch bei hohen Geschwindigkeiten gutmütig und lassen sich nur schwerlich aus der Spur bringen. Dennoch ist das Spiel nichts für Bleifüße, denn jede Kurve will korrekt angebremst und befahren werden. Vor allem auch deswegen, da es keine einblendbare Ideallinie gibt. Streckenkenntnis kann hier über Sieg und Niederlage entscheiden. Doch Übung macht bekanntermaßen den Meister.

Weiter mit: Nachtschicht hinterm Steuer

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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